Research Projects at Department III: Philology, Philosophy, Sports

Current projects

Spine Interactive (SI): DevelopmentSpine Interactive (SI): Development of an AI-based digital health app (SI app) in patients with low back pain
Duration: 01.12.2023 bis 30.11.2026

Es wird eine SI-App für Patienten:innen mit Wirbelsäulenerkrankungen entwickelt, die die Erfassung subjektiver Symptome (z. B. Schmerz, Grad der Beeinträchtigung, Lebensqualität) und objektiver Daten zur Bewertung der motorischen und kognitiven Leistungsfähigkeit erlaubt. Die Quantifizierung der objektiven Daten erfolgt dabei über die in mobilen Endgeräten (z. B. Smartphones) verbaute Sensorik (z. B. Akzelerometer, Gyroskop) und wird genutzt, um die motorisch-funktionelle Leistungsfähigkeit bzw. Beeinträchtigungen der Patienten:innen (z. B. Kraftleistung, Mobilität, Ausdauerleistung, dynamisches Gleichgewicht, motorisch-kognitive Leistungsfähigkeit, Sturzrisiko, Beweglichkeit) mittels etablierter Tests zu messen. Zudem werden Assessments für die Erfassung der kognitiven Leistungsfähigkeit (z. B. exekutiven Funktionen) implementiert. Die erfassten Daten werden mittels künstlicher Intelligenz (KI)-Algorithmen analysiert und die Ergebnisse genutzt, um den Verlauf der Erkrankung ganzheitlich zu erfassen und somit individualisierte Handlungsempfehlungen (Diagnostik, Behandlung,Therapie) bereitzustellen. In diesem Rahmen soll ein Remote-Patienten:innen-Monitoring aufgebaut werden, das den Zugang zu einer zeitnahen Versorgung auch in ländlichen Regionen garantiert und eine zwischen Ärzten:innen, Therapeuten:innen und Patienten:innen abgestimmte Beratung, Diagnostik und Therapie ermöglicht.

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Entwicklung und Evaluierung eines sportpsychologischen Betreuungskonzeptes im Schwimmen in Vorbereitung der Olympischen Spiele 2024 in Paris
Duration: 01.12.2021 bis 31.12.2024

* Entwicklung einer einheitlichen und effektiven sportpsychologischen Betreuung für alle Kaderathlet*innen des Deutschen Schwimmverbandes (DSV) im gesamten Bundesgebiet,
* Zielstellung: Schaffung eines möglichst einheitlichen Ausbildungsstandes bezüglich mentaler Fähigkeiten- und Fertigkeiten aller Kaderathlet*innen unter Beachtung der unterschiedlichen Anforderungen im Junioren- und Seniorenbereich
* Theoretische Ansätze: mehrdimensionale Betrachtung: bedarfsorientierte Ausrichtung der sportpsychologischen Betreuung sowie Einordnung der Betreuung in die Trainingsperiodisierung, Beachtung der Besonderheiten beim Erlernen und Anwenden mentaler Fähig- und Fertigkeiten im Sport, systemisches (Einbeziehung der Trainer*innen, Leistungsdiagnostiker etc.) und Ressourcen orientiertes Vorgehen
* empirische Daten: Jährliches sportpsychologisches Screening sowie Verlaufskontrollen zum Einsatz mentaler Fähig- und Fertigkeiten im Training und Wettkampf

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Sportpsychologische Diagnostik im Rahmen der Eingangstestung für die Aufnahme in eine Eliteschule des Sports in Sachsen-Anhalt Teil IV
Duration: 15.12.2021 bis 31.12.2024

- Entwicklung und Erprobung von Fragebögen zur Erfassung der (Leistungs-) Motivation im Rahmen der Eingangstestung für die Eliteschule des Sports (am Beispiel der Leichtathletik)
- Fragebögen beziehen sich auf die Klassenstufen 4-9
- Analyse des Zusammenhanges zwischen (Leistungs-) Motivation und körperlich-sportlichen Fähigkeiten und Fertigkeiten

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Sportpsychologische Diagnostik im Rahmen der Eingangstestung für die Aufnahme in eine Eliteschule des Sports in Sachsen-Anhalt Teil V
Duration: 01.01.2023 bis 31.12.2024

- Entwicklung und Erprobung von Fragebögen zur Erfassung der (Leistungs-) Motivation im Rahmen der Eingangstestung für die Eliteschule des Sports (am Beispiel der Leichtathletik)
- Fragebögen beziehen sich auf die Klassenstufen 4-9
- Analyse des Zusammenhanges zwischen (Leistungs-) Motivation und körperlich-sportlichen Fähigkeiten und Fertigkeiten

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Real time feedback system for shot put and javelin throw
Duration: 01.05.2022 bis 31.08.2024

Das vorliegende Projekt dient der wissenschaftlichen Unterstützung der deutschen KaderathletInnen im Speerwerfen und Kugelstoßen. Mittels eines Echtzeitfeedbacksystems, welches aus mehreren Inertialsensoren und einer synchronen Videoaufzeichnung besteht, sollen leistungsrelevante biomechanische Parameter der Wurf- und Stoßbewegung der AthletInnen erfasst und veranschaulicht werden. Die Ergebnisse dieses Techniktrainings dienen als Feedback für TrainerInnen und AthletInnen. Der DLV geht davon aus, dass durch die Anwendung modernster Technologien in diesem Projekt und durch den ständigen Austausch zwischen den WissenschaftlerInnen und den TrainerInnen ein Echtzeitfeedbacksystem entsteht, das im täglichen Training selbstständig genutzt werden kann und somit die Trainingssteuerung optimiert.

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Aesthetics of Law
Duration: 01.10.2017 bis 30.06.2025

This project assesses the extent to which aesthetic means, criteria, and mediatisations are necessary justificatory components of the legitimacy of democratic legal systems. This includes not only mere decorative aspects of political and legal representation but also the means through which political and legal ideas are formed, expressed, represented and sensualised. In particular, this project will look at the elements that ground the sense of justice, judicial activism, legal principles, and the intuitive judgements of legal practitioners.
First results of the project are to be found here:
https://www.nomos-shop.de/nomos/titel/rechtsaesthetik-in-rechtsphilosophischer-absicht-id-87772/

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Bewegungsförderung von inaktiven Seniorinnen und Senioren
Duration: 01.10.2021 bis 30.09.2025

Ziel des geplanten Projektes ist es, ein Bewegungsprogramm für ältere Menschen zu entwickeln, mit dem es möglich ist, vorher sportlich Inaktive das Sporttreiben wieder näher zu bringen und damit einen wesentlichen Beitrag zur Herz-Kreislauf-Gesundheit zu schaffen. Es soll erreicht werden, dass: (1) mit einem speziellen Bewegungsprogramm nach 6 Monaten das Herz-Kreislauf-System sich stabilisiert bzw. verbessert hat, (2) das sportliche Trainieren von den TeilnehmerInnen akzeptiert und in ihren Alltag integriert wird und (3) der Großteil der TeilnehmerInnen auch nach dem sechsmonatigen Bewegungsprogramm sich weiter sportlich betätigt, bspw. in entsprechenden Vereinen (Nachhaltigkeit). Um ein Erreichen der Ziele messbar zu machen, sollte:

  1. Mindestens eine 20%ige Verbesserung des HKS im Prä-Post-Vergleich der Ausdauerfähigkeit durch das spezifische Sportprogramm erzielt werden.
  2. Eine regelmäßige Teilnahme der Zielgruppe von mindestens 75% an den Bewegungseinheiten nachgewiesen werden.
  3. Eine Vernetzung und Strukturaufbau zwischen der Universität, den Kooperationspartnern und TeilnehmerInnen entstehen, wodurch auch nach Beenden der offiziellen Bewegungsaktivitäten der Sportgruppen weiterhin ein Austausch über die Integrität neuer TeilnehmerInnen in Sportvereinen bzw. bei Kooperationspartnern gelingt.

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Visual peripheral perception in virtual reality
Duration: 01.01.2023 bis 30.06.2025

Based on the results of the previous project, there are further
research deficits, especially related to the understanding of the
coupling of peripheral visual stimuli, eye-tracking motion, and action.
This leads to theoretical and methodological challenges, especially in
complex situations as they exist in sports. Using appropriate VR tools,
systematic and standardized studies are conducted with the following
objectives: • Comparison of peripheral perception and motor response
to these signals in head-mounted displays (HMD) and in the real
world (RW) • Influence of different peripheral signals in head-mounted
displays (HMD) on eye-following movements and motor response behavior in complex situations. From this, the following theoretical
insights are expected: • Similarities and differences of peripheral
vision in RW and VR • Further established findings on the functionality
of peripheral perception in RW and VR • Influence of the perception of
different visual peripheral signals on the movement action.

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Katastrophenliteratur im Anthropozän
Duration: 01.04.2017 bis 31.12.2024

Das Projekt fragt nach Beiträgen zum Diskurs über Technikkatastrophen aus dem Feld der Literatur und schließt damit an Forschungen des Lehrstuhls zum Diskurs über Naturkatastrophen (Erdbeben von Lissabon) und politisch soziale Katastrophen (Erster Weltkrieg als Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts) an. Als Interpretament wird der weit über die Geologie hinaus diskutierte Vorschlag Paul J. Crutzens aufgegriffen, das gegenwärtige Erdzeitalter "Anthropozän" zu nennen, um zu signalisieren, dass die durch den Menschen verursachten Umwelteinflüsse seit etwa 1800 für das Ökosystem des Planeten und gewissermaßen erdgeschichtlich relevant geworden sind. Am Magdeburger Lehrstuhl für Germanistische Kulturwissenschaft wird dies am Fallbeispiel der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl und ihrer Behandlung in der Literatur von Christa Wolf und Gudrun Pausewang bis Hans Platzgumer und Alina Bronsky erforscht. Vorgesehen sind Aufsatzpublikationen und perspektivisch eine Monographie.
Das Projekt steht in Verbindung mit einer Sektion zum Thema "Katastrophenliteratur" die gemeinsam mit Prof. Elena Agazzi, Bergamo, und Prof. Gaby Pailer, Vancouver, auf dem IVG-Kongress in Palermo 2021 durchgeführt wurde.

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Literarische Buchreihen der Weimarer Republik
Duration: 01.03.2020 bis 31.12.2024

Vorgesehen sind die Durchführung einer Ausstellung zum Rahmenthema "Belletristische Buchreihen der Weimarer Republik", die Publikation eines Ausstellungskatalogs sowie die Angliederung eines Dissertationsprojekts. Entsprechende Projektvorbereitungen laufen; nähere Angaben folgen zu gegebener Zeit.

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Technisches Handeln und Verantwortung von der Zweiten industriellen Revolution bis heute
Duration: 01.07.2022 bis 31.10.2024

Technisches Handeln und Verantwortung
von der Zweiten industriellen Revolution bis heute

Ringvorlesung und Publikation eines Sammelbandes

Technische Bauten, Apparate und Anlagen sollen funktionieren. Erst wenn sie nicht wie gewünscht funktionieren, erfahren sie gewöhnlich Aufmerksamkeit - und erst dann wird die Frage nach der Verantwortung an die beteiligten Ingenieure gestellt. Besonders intensiv wird diese Frage bei heiklen Hochtechnologien wie Atom- und Gentechnik, sensiblen Infrastrukturen wie Brücken-, Kanal- und Tunnelbau sowie komplexen Mobilitätstechniken wie aktuell rund um das Thema Autonomes Fahren diskutiert. Im Katastrophenfall vermischen sich dann häufig juristische, sozio- und psychologische, wirtschaftliche, ethische, religiöse und ingenieurswissenschaftliche Aspekte, was sich auch für die Darstellung dieser Problematik in der Kultur - Literatur, Film, Serie, Theater usw. - seit dem Ausgang des 19. Jahrhunderts beobachten lässt.
Zudem gibt es den einen Verantwortlichen oft nicht (mehr). Werden Ingenieure in der Zeit des Technikoptimismus um 1900 noch als Helden, als ‚Tatmenschen‘ oder ganz allgemein als Symbolfiguren für das technische Zeitalter beschworen, so stellt sich ihre Arbeitsrealität heute vor allem als Teamarbeit dar, in der jeder Einzelne einen Beitrag zu einem komplexen Ganzen beisteuert (kollektive Verantwortung).
Die als Ringvorlesung für Studierende aller Fakultäten im Sommersemester 2023 an der Universität Magdeburg stattfindende Vorlesungsreihe bringt Expertinnen und Experten aus den Geistes- und Sozialwissenschaften, den Bildungswissenschaften, den Ingenieurwissenschaften sowie der Theologie und der Rechtswissenschaft zusammen. Sie stellen theoretische wie praktische Aspekte von Verantwortung in der Ingenieurstätigkeit vor. Im Anschluss ist die Publikation der Beiträge in einem Sammelband geplant.
Die Ringvorlesung ist ein Gemeinschaftsprojekt der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg mit der Martin-Luther-Universität Halle und wird großzügig bezuschusst von der Fakultät für Humanwissenschaften der OVGU sowie von der Fritz-Thyssen-Stiftung, wofür die Organisatoren herzlich danken.

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Was ist und was soll Political Correctness?
Duration: 01.10.2022 bis 06.09.2024

Mit der sogenannten Political Correctness soll reguliert werden, wie man öffentlich sprechen und darstellen darf und wie man dies nicht darf. Befürworter der Political Correctness erachten sie als notwendig, um marginalisierte Gruppen und Individuen vor Beleidigungen und vor politisch-moralisch inakzeptabler Ungleichbehandlung zu schützen. Gegner der Political Correctness erachten sie als ein sowohl inakzeptables als auch nutzloses Mittel zur Bevormundung und zur Einschränkung der Rede- und Darstellungsfreiheit. Gemeinsam mit PD Dr. Jörn Knobloch (Universität Leipzig) verfasse ich eine Monografie mit dem Titel "Was ist und was soll Political Correctness?" (Arbeitstitel), die im Frühjahr 2024 auf dem Buchmarkt erscheinen soll. Knobloch und ich untersuchen (für eine akademische und nicht akademische Leserschaft formulierend), was Political Correctness ist, wozu sie genau dienen soll, weswegen Befürworter und Gegner ideologisch weit kürzer auseinanderliegen, als es auf den ersten Blick scheint, und wie man Political-Correctness-Debatten, die in Kulturkämpfe münden könnten, "einzufrieden" vermag.

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Allgemeine Zeitschrift für Philosophie (AZP) Beihefte
Duration: 01.01.2021 bis 31.12.2027

Allgemeine Zeitschrift für Philosophie (AZP) Beihefte

Herausgegeben von Michael Hampe, Andreas Hetzel, Eva Schürmann und Harald Schwaetzer.

https://www.frommann-holzboog.de/periodika/911

Die neu ins Leben gerufene Schriftenreihe ›Allgemeine Zeitschrift für Philosophie. Beihefte‹ ergänzt die Zeitschrift um Monographien und Sammelbände, die es Wissenschaftler*innen ermöglichen, Themen in umfassenderen Zusammenhängen darzustellen. Die Reihe entspricht dem inhaltlichen Profil der Zeitschrift und ist wie diese offen für das gesamte Spektrum der Philosophie.

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Allgemeine Zeitschrift für Philosophie (AZP)
Duration: 01.01.2016 bis 31.12.2025

Allgemeine Zeitschrift für Philosophie (AZP)
Herausgegeben von Eva Schürmann, Andreas Hetzel, Michael Hampe und Harald Schwaetzer

https://www.frommann-holzboog.de/azp

Seit 1975 fördert die ›Allgemeine Zeitschrift für Philosophie‹ mit jährlich drei Heften den professionellen Gedankenaustausch aller am philosophischen Denken Interessierten. Inhaltlich ist die Zeitschrift offen für alle Richtungen und Meinungen der Philosophie in der ganzen historischen, geographischen und systematischen Breite. Diese Offenheit entspricht dem Auftrag, dem die Zeitschrift sich durch ihren Namen verpflichtet weiß. Respekt vor der philosophischen Tradition öffnet die Augen für Neues, Fremdes, Fremdgebliebenes, bislang Vernachlässigtes. Um Themen dieser Art Raum zu geben, sind ein oder zwei Hefte jedes Jahrgangs einem Schwerpunktthema gewidmet. Der wissenschaftliche Beirat fördert die Auseinandersetzung mit aktuellen Themen im weltweiten philosophischen Diskurs. Zur Auswahl eingereichter Beiträge wird ein Peer-Review genutzt. Die Publikationssprache ist Deutsch.

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Theorien des Sehens (Monographie)
Duration: 01.01.2021 bis 31.12.2024

Titel: Theorien des Sehens (Monographie), Kooperationspartner: Dr. Joerg Fingerhut, HU Berlin

Abstract
Unterschiedliche Theorientraditionen erforschen die visuelle Wahrnehmung in je verschiedenen Hinsichten. Während mit der Untersuchung der Natur und Neurobiologie des Sehens indessen nichts über die erstpersonale Erfahrung der Wahrnehmung geklärt wird, kann die Kultur und Praxis des Sehens den Zusammenhang mit optischen oder physiologischen Prinzipien nicht klarmachen. Gerade in seiner janusköpfigen Zwitterstellung zwischen Bewusstsein und Welt agiert der Sehsinn jedoch mitten in der Differenz von Geist und Gehirn bzw. von Geist und Welt. Denn er ist gleichsam in zwei Richtungen geöffnet, auf die sichtbare Welt ebenso wie auf die Person des Sehenden, die gemäß ihren Prägungen durch Erinnerung und Erwartung, Gewohnheit und kulturelle Muster wahrnimmt. Die subpersonalen, personalen und bewussten Ebenen des Sehens stellen sehr verschiedene Untersuchungsgegenstände dar, die in dem Band zusammen geführt werden sollen.

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Structuralism in the Mind Sciences
Duration: 01.01.2022 bis 31.12.2025

The project "Structuralism in the Mind Sciences" is about exploring and combining the concepts of structural mental representation and neurophenomenal structuralism about consciousness.

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Completed projects

Intuitives Scouting-System zur Kompetenzentwicklung von Lehrkräften
Duration: 01.10.2017 bis 30.11.2019

Es soll ein technisches System entwickelt werden, das eine objektive Beobachtung von Lehrpersonen im Unterricht ermöglicht und entsprechende Auswertungen mittels Markierungen, Anmerkungen und Notizen voll automatisiert und unmittelbar nach Unterrichtsende zusammen mit einer Videoaufzeichnung zur Verfügung stellt.

Hierzu soll ein Scouting-Suit mit integrierten Inertialsensoren und integriertem Mikrofon entwickelt werden, den die Lehrperson trägt. Weiterhin wird eine Videoaufzeichnung der Lehrperson und der Unterrichtssituation erstellt. Auf Basis der durch die Inertialsensoren und das Mikrofon erfassten Daten sollen mittels Mustererkennung voll automatisiert typische Handlungsmerkmale erkannt, kategorisiert und bewertet werden. Weiterhin wird  eine Serverplattform zur sicheren Wiedergabe,Speicherung und Verschlüsselung der Daten entwickelt.

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Entwicklung einer digitalen Hospitationsplattform für die schulpraktische Ausbildung
Duration: 01.10.2018 bis 30.09.2019

Die Lehramtsstudierenden absolvieren im Masterstudium eine schulpraktische Ausbildung, bei der sie Unterrichtserfahrungen für ihre spätere Berufstätigkeit sammeln. Die schulpraktische Ausbildung wird von Mitarbeiter/innen in den Fachdidaktiken und in der allgemeinen Didaktik vorbereitet, begleitet und ausgewertet. In diesem Rahmen werden Videoaufnahmen und Hospitationsprotokolle erstellt, die im Anschluss an die jeweilige Unterrichtseinheit besprochen werden. Eine weitere eigene Auseinandersetzung mit dem Unterricht anhand der Videoaufnahmen und der Hospitationsprotokolle ist für die Studierenden kaum möglich, da diese nicht mehr zur Verfügung stehen. Dieses Defizit soll mit der Schaffung einer digitalen Hospitationsplattform behoben werden, um damit die Qualität der schulpraktischen Ausbildung in den Lehramtsstudiengängen zu steigern.

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Die Veränderung von Bedürfnisbefriedigung und Bedürfnisfrustration während einer erlebnispädagogischen Intervention im Rahmen eines Skilagers
Duration: 01.01.2018 bis 01.01.2019

Im Rahmen einer erlebnispädagogischen Intervention wird die Veränderung der Bedürfnisbefriedigung und Bedürfnisfrustration erfasst. Die Intervention erfolgt in Form eines Skilagers. Die Skilehrer verwenden verschiedene Konzepte in der Vermittlung des Skiunterrichts. Es wird überprüft, ob verschiedene Vermittlungskonzepte die Bedürfnisbefriedigung beeinflussen.

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Effekte einer erlebnispädagogischen Intervention auf die Gruppenkohäsion von Schulklassen im Rahmen eines Schulskilagers.
Duration: 01.01.2018 bis 01.01.2019

Im Rahmen einer erlebnispädagogischen Intervention wird die Veränderung der Gruppenkohäsion von Schulklassen erhoben. Die Intervention ist mit der Durchführung eines Schulskilagers verbunden. Die Intervention wird durch einen Prä- Posttest überprüft.

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Scouting in Physical Education
Duration: 01.04.2015 bis 01.04.2018

Scouting ist im Leistungssport ein weit verbreitetes Mittel, um per Videofeedback den Athleten ein zeitnahes Feedback zu Ihren Handlungen zu ermöglichen. In dem Projekt Scouting im Sportunterricht wird ein Tool entwickelt, welches in der Lehrerausbildung und Fortbildung eingesetzt werden kann. Zielführend wird ein System erstellt, welches Videoaufnahme, freie Konfiguration der Hospitationsschwerpunkte, Live Tagging und Auswertungsmodul bereit hält. Als Endprodukt steht ein kompaktes System in Tabletform zur Verfügung, welches eine direkte videogestützte Auswertung von Unterrichtseinheiten ermöglicht.

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Autonomieförderung im Sportunterricht
Duration: 01.03.2015 bis 31.12.2017

Nachhaltige Bewegungaktivität hängt auch davon ab, ob innere Ressourcen aktiviert werden, was wiederum vom Ausmaß des Autonomieerlebens mitbestimmt wird. Lehrer/innen fördern das Autonomieerleben ihrer Schüler beispielweise dadurch, indem sie Wahlmöglichkeiten im Sportunterricht anbieten. Auf Grundlage der Selbstbestimmungstheorie wird im Rahmen des Projekts ein sportpädagogisches Konzept und dessen  didaktisch-methodische Umsetzung entwickelt sowie dessen Effekte auf die Schüler untersucht. In einem ersten Projektabschnitt wird eine Pilotstudie durchgeführt, in der die Umsetzung des Konzepts sowie der Einsatz der entsprechenden Messinstrumente geprüft wird. In einem zweiten Projektabschnitt erfolgt die Durchführung des autonomiefördernden Unterrichts durch geschulte Lehrkräfte und dessen Effektivitätsüberprüfung im Hinblick auf Veränderungen des Autonomieerlebens und der Sportmotivation der Schüler.

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KiB mobil - KinderInBewegung mobil
Duration: 01.01.2015 bis 31.12.2017

Das Projekt basiert auf der Grundlage des Kindersportangebotes "KinderInBewegung" der Otto-von-Guericke Universität Magdeburg und des USC Magdeburg. Basis ist ein psychomotorisches Übungskonzept, welches durch ein frei verfügbares Sportangebot in anderen Städten weiterentwickelt wurde. Großsportveranstaltungen werden genutzt, um als Multiplikator zu wirken.

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Mehrperspektivische Sportveranstaltung
Duration: 01.01.2014 bis 31.12.2017

Unter dem Motto vom Top Sport Event zum mehrperspektivischen Sporttreiben ist ein Sportkonzept entwickelt worden, welches Hochleistungssportevents (Smart Beachvolleyball Tour) mit Breiten- und Kindersportevents verbindet. Ca. 1.500 aktive Teilnehmer haben an den Sportveranstaltungen teilgenommen.

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Zufriedenheit bei Athleten und Betreuern an Sportinternaten
Duration: 01.01.2014 bis 31.12.2017

Im Rahmen der Entwicklung von Nachwuchsspitzensportlern hat sich die Institution Sportinternat in Deutschland durchgesetzt. Landes- und Bundesstützpunkte nutzen die Internate, um junge Menschen an den Leistungsport heranzuführen. Ziel ist die Entwicklung von Sportpersönlichkeiten mit Kaderstatus. Die Zufriedenheit bei Athleten und Betreuern an Sportinternaten soll in dem Projekt bundesländerübergreifend erfasst werden. Erst Ergebnisse liegen aus der Pilotstudie mit dem Sportinternat Magdeburg bereits vor.

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KinderInBewegung
Duration: 01.09.2015 bis 31.08.2017

Zahlreiche Studien weisen darauf hin, dass mit zunehmendem Alter von Kindern und Jugendlichen die Bewegungsaktivität abnimmt. Das Projekt KiB (Kinder in Bewegung) zielt darauf, einen neuen sportpädagogischen Ansatz zur Förderung von Bewegungsaktivität bei Kindern im Alter von 2-6 Jahren zu entwickeln, durchzuführen und zu evaluieren, um bereits in diesem Altersabschnitt günstige Voraussetzungen für eine längerfristige Bewegungsaktivität zu schaffen. 
Die inhaltliche Gestaltung der Projektarbeit bezieht sich auf zwei Aspekte, die für eine frühkindliche Bewegungsförderung von besonderer Bedeutung sind. (1) Die teilnehmenden Kinder werden durch die Auseinandersetzung mit modernen und neu entwickelten Sport- und Spielgeräten und Materialien wie Imagination Playground kreative Bewegungslandschaften initiieren und dabei vielfältige Bewegungserfahrungen sowie bewegungsspezifische und soziale Kompetenzen erwerben. (2) Bezogen auf diese modernen Sport- und Spielgeräten und Materialien wird im Rahmen des Projektes ein neues didaktisch-methodisches Konzept entwickelt, das über den psychomotorischen Ansatz hinaus die Förderung von Selbstbestimmung und Autonomie fokussiert, da diese Faktoren von großer Bedeutung für eine Bewegungsaktivität im Schulkindalter und darüber hinaus sind. Das Konzept wird innerhalb des Projekts hinsichtlich der Bewegungsentwicklung der teilnehmenden Kinder wissenschaftlich evaluiert. Bei der Projektdurchführung werden die Altersgruppen der 2-3jährigen, 4jährigen sowie der 5-6jährigen Mädchen und Jungen differenziert betrachtet.

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Handlungsschnelligkeit im Spektrum des konditionellen Leistungsfaktortors. Leistungsdiaknostik im Frauenfußball
Duration: 01.01.2008 bis 31.12.2012

Das Projekt begleitet die Nachwuchsspielerinnen des MFFC Magdeburg und die Sportschülerinnen im Trainingsprozess und unterstützt die Aufnahme neuer Schülerinnen im Bereich Fußball am Sportschulkomplex Magdeburg. Schwerpunkt der Untersuchung sind Aussagen zur Schnelligkeit.

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Stumpftrainingsgerät mit Feedbacksystem für Amputationspatienten der unteren Extremität; Entwicklung Feedbacksystem und Evaluation des Gesamtsystems
Duration: 01.12.2013 bis 31.05.2016

Im Rahmen des Projekts soll ein Trainingsgerät für Personen mit Gliedmaßenamputationen (primär Oberschenkelamputierte) entwickelt werden. Mit Hilfe dieses Trainingsgeräts soll

·        einer Atrophie der nach einer Amputation am sogenannten Stumpf oder Endglied verbliebenen Muskulatur entgegengewirkt werden,
·        die Beweglichkeit des entsprechenden Gelenks gezielt erhalten bzw. gesteigert werden und
·        die inter- und intramuskuläre Koordination der verbliebenen Stumpfmuskulatur verbessert werden

Eine Vermeidung der Atrophie bzw. die Erzielung einer Hypertrophe der Stumpfmuskulatur ist insbesondere deshalb von Bedeutung, da damit erreicht werden soll, dass im Stumpfbereich ausreichend Muskulatur das Knochenende bedeckt und ein entsprechendes Stumpfpolster bildet, so dass eine großflächige und gleichmäßige Verteilung der durch eine Prothese auf den Stumpf ausgeübten Kraft erfolgt. Hierdurch soll sichergestellt werden, dass Belastungen durch Alltagsbewegungen und auch sportliche Tätigkeiten nicht zum Auftreten von Druckstellen führen, damit Entlastungs- oder Schonhaltungen und veränderte Gangbilder provozieren, was dann zur Schädigung anderer Strukturen (z. B. Rücken, Hüfte, kontralaterale Gliedmaße) durch Fehl- oder Überbelastung führen kann.
Beweglichkeit und Koordination sind insbesondere für ein unauffälliges Gangbild notwendig und stellen eine Voraussetzung für die physiologische Wiedereingliederung in das gesellschaftliche Leben dar.
Der Benutzer soll in die Lage versetzt und dazu motiviert werden, die verschriebenen Übungen vollständig und korrekt auszuführen. Hierzu soll das Gerät eine Motivation zum Training geben, z. B. durch die Integration von Spielen, und ein Feedback zum Trainingsverlauf und Trainingserfolg.
Eine Evaluation des Trainingsgeräts soll über die Bestimmung des Muskelvolumens am Stumpf mittels MRT-Aufnahmen, über die Messung der Gelenkbeweglichkeit und Ganganalysen, die die eigentliche Zielgröße "unauffälliger Gang" erfassen, erfolgen.
Für das Trainingsgerät soll eine Hilfsmittelnummer beim Krankenkassenverband(GKV) beantragt werden, was bedeutet, dass die Kosten eines solchen Geräts nicht vom Patienten sondern in Deutschland vollständig von der gesetzlichen Krankenversicherung übernommen werden.

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Ganzheitliche Bewegungsanalyse des Reiters im Dressurreiten unter Einsatz eines Inertialmesssystems
Duration: 01.01.2012 bis 31.12.2013

Im Reitsport unterliegt das Pferd stets der Hilfengebung seines Reiters. Diese Hilfengebung unterteilt sich in Gewichts-, Zügel- und Schenkelhilfen. Alle drei Arten der Hilfengebung greifen ineinander über und ergänzen sich gegenseitig. Um dem Pferd wirksame Gewichtshilfen[1] geben zu können, muss sich der Reiter einen tiefen, sicheren und ausbalancierten Sitz aneignen. Auch beim Dressurreiten, das als olympische Disziplin von einem hohen Grad an technischer Perfektion determiniert ist, ist der Sitz Grundlage zum sportlichen Erfolg.
 Ziel dieses Forschungsvorhabens ist es, unter Einsatz eines komplexen Messinstrumentariums auf der Basis eines Inertialmesssystems (IMS) (Moven, Fa. Xsens) die Bewegung des Reiters unter ganzheitlichem Aspekt zu analysieren und erste wesentliche Informationen dem Trainer und Reiter sofort zur Verfügung zu stellen. Ergänzend wird die Bewegung des Pferderumpfes mittels eines zusätzlichen Inertialsensors messtechnisch erfasst. Auf der Basis dieser umfassenden Bewegungsanalyse soll eine Vorlage zur Überarbeitung bzw. Erweiterung der schriftlichen Vorgaben der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN) zur Beschreibung des korrekten Sitzes entstehen. Außerdem wird angestrebt, bewegungsrelevante Unterschiede zwischen gut sitzenden und ungünstig sitzenden Reitern zu identifizieren.
[1] Gewichtshilfen werden durch Gewichtsverlagerungen des Reiters (horizontal, vertikal, lateral) vollzogen. Sie führen dazu, dass sich der Körperschwerpunkt (KSP) des Reiters relativ zu dem des Pferdes verlagert.

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Entwicklung eines multimodalen Biofeedbacksystems zum Einsatz in Prävention, therapie, Ausbildung und Leistungssport
Duration: 01.06.2012 bis 31.08.2012

Ziel des Projektes ist es ein Gerät zu entwickel, das die Kräfte und deren Verteilung am Sattel sowie am Steigbügel und Knie des Reiters misst und diese für den Reiter als auch den Trainer in Echtzeit visualisiert.

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Identification of user profiles for controlling the interaction during gait
Duration: 01.01.2016 bis 31.12.2018

This concept describes the development of an assistance system which preserves/improves the user s walking ability using companion technology. Relevant individual indicators of movement and emotion and disposition patterns will be collected and identified. Subsequently, the fusion of classified data creates the user profile which incorporates sensorimotor and affective demands during closed loop interactions between user and assistance system. The user profile represents the basis for individual system interventions. It allows for planning systematic, individual and adaptive instructions for regular and controlled gait exercises. The objective is to originate a system which adjusts its support upon individual needs of the user.

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Towards the effect of cortical activity and motor control in patients prior to and after knee and hip replacement
Duration: 01.10.2016 bis 31.12.2017

Patients with knee or hip arthrosis show suffer from increased fall risk. We show the association between cortical activity and diminished gait stability in daily life walking conditions, which correlates with increased risk of falling, measuring 1) brain activity with the aid of functional near infrared spectroscopy (fNIRS) and 2) gait kinematics in patients prior to and after knee and hip replacement. From the expected results, we aim to deduce intervention strategies to enhance the effectiveness of fall prevention programs.

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Effect of measuring gait variability with different sample rates
Duration: 01.01.2013 bis 31.12.2015

The assessment of gait variability might entail the potential for diverse kinds of early diagnoses in clinical settings and the usage of inertial sensors has the potential to feasibly measure gait variability. In order to investigate which sample rate would be required to precisely measure gait variability of different gait parameters, this study analyses the outcome of gait variability measures as a function of sample rates. Gait variability parameters are calculated on the basis of the original time series (sample rate: 512Hz) as well as of each down sampled time series (256Hz, 128Hz, 75Hz).

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Zum Einfluss echtzeitbasierter erweiterter Realität beim Gehen von Patienten mit Hüft-TEP
Duration: 01.01.2013 bis 31.12.2013

Augmented Reality (AR) applied in gait retraining improves pelvis movements in patients with total hip replacement (Schega et al., 2011). The effect of AR-based gait training on dynamic gait stability, which is associated with risk of falling (Lockhart & Liu, 2008), remains unexplored. Thus, the aim of the present study was to evaluate the effect of AR-based feedback on local dynamic stability of pelvis trajectories while walking in healthy elderly women.

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Wirkung von intermittierender normobarer Hypoxie in Kombination mit einem Kraftausdauertraining bei körperlich inaktiven älteren Menschen
Duration: 01.04.2012 bis 30.12.2012

Im Rahmen einer randomisierten kontrollierten Studie soll der Effekt von intermittierender normobarar Hypoxie in Kombination mit einem Kraftausdauertaining auf die körperliche sowie kognitive Leistungsfähigkeit untersucht werden. Über einen Interventionszeitraum von sechs Wochen absolvieren gesunde Probanden im Alter zwischen 60 und 70 Jahren eine dreimal pro Woche stattfindende Intervention aus normobare Hypoxie vs. normobare Normoxie (60 Minuten) sowie einem anschließenden 30minütigen Kraftausdauertraining. Zur Kennzeichnung der Veränderungen über die Zeit (prä-post Messungen) werden folgende Instrumente und Methoden eingesetzt: Ärztliche Anamnese und körperliche Untersuchung, Spiroergometrie, venöse und kapilläre Blutentnahmen, Fragebögen und Tests zur Bewertung der Lebensqualität (SF-36, MDBF), Motivation (EZ-Skala nach Nitzsch 1976), kognitiven Leistungsfähigkeit (MMST), Aufmerksamkeit und Konzentration (d2) und zumSchlafverhaltenn (Pittsburgh Schlafqualitäts Index [PSQI].

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Erstellung einer Machbarkeitsstudie zur Nutzung von VR- Technologie im Spitzensport (Analyse und Trainingsmöglichkeiten)
Duration: 01.09.2010 bis 31.12.2010

In Kooperation mit dem VDTC (Fraunhoferinstitut) wurde ein VR-Messplatz (CAVE) zur Bestimmung der Antizipationsleistung von Sportlern entwickelt. Im Rahmen einer Machbarkeitsstudie konnte festgestellt werden, dass bei einer Ballfangaufgabe und im Karate-Kumite kürzere Reaktionszeiten realisiert werden als bei Videopräsentationen und PC-Tests.

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fast athletics
Duration: 01.01.2015 bis 31.12.2018

Biomechanische Echtzeit-Leistungsdiagnostik im Freizeit- und Spitzensport für den bewegungsgesteuerten Selbstausbildungsprozess und für das Broadcasting unter besonderer Beachtung schneller Aktorik und Sensorik.Trend- und Individual-Sportarten entwickeln das individuelle Bewegungskönnen sowohl spielerisch spaßorientiert als auch leistungsorientiert. Sensorbasierte Kommunikationssysteme im Heimbereich (Spielkonsolen) beziehen den Sportler über die sensorische Erfassung seiner Bewegungen direkt in die Handlung ein. Smartphones in Kopplung mit am Kopf angebrachten Displays werden in naher Zukunft hervorragende Möglichkeiten bieten, auch im Outdoor-Bereich für viele Sportarten einen bewegungsgesteuerten Selbstausbildungsprozess durchführen zu können. Der BYOD(Bring Your Own Device)-Trend wird sich auf den Spitzensport übertragen. Qualitative Unterschiede werden in der schnellen Interpretation der Daten und im integrierten Feedback des Trainers liegen. Dadurch können Verbesserungspotenziale und Trainingsdefizite sowie mögliche Belastungsgrenzen oder Gesundheitsrisiken eines Sportlers online festgestellt werden. Um die Qualität der technischen Ausführung einer sportlichen Bewegung bewerten zu können, muss die biomechanische Leistungsdiagnostik Körper und Bewegungsdaten sensorisch erfassen, interpretieren und in einfacher Form echtzeitnah und synchron an den Sportler zurück melden. Das zunehmende Interesse an Bewegungs- und Vitalparametern wirkt sich auch auf die Präsentation von Sportwettkämpfen aus. Das Anspruchsdenken des Zuschauers, bedingt durch seine persönlichen Erfahrungen in der Interpretation von Vital- und Bewegungsdaten, erfordert eine echtzeitnah aufbereitete Präsentation des sportlichen Wettkampfs im Broadcast auf verschiedenste Medien, z.B. auf der Anzeigetafel im Stadion, dem Smartphone an der Sportstrecke oder dem heimischen Bildschirm.

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Trainingswissenschaftliche Unterstützung des Olympiastützpunkts Magdeburg/Halle
Duration: 01.01.2011 bis 31.12.2013

Im Rahmen des Projekts erfolgt die trainingswissenschaftliche und leistungsdiagnostische Begleitung vor allem der Sportarten Schwimmen, Leichtathletik und Kanu am Olympiastützpunkt Magdeburg/Halle. Hierbei werden nicht nur in regelmäßigen Abständen entsprechende leistungsdiagnostische Maßnahmen mit den jeweiligen Athleten durchgeführt sondern auch neue Methoden zur Leistungsdiagnostik entwickelt.

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Trainingswissenschaftliche Unterstützung des Olympiastützpunkts Magdeburg/Halle
Duration: 01.12.2010 bis 31.12.2011

Im Rahmen des Projekts erfolgt die trainingswissenschaftliche und leistungsdiagnostische Begleitung vor allem der Sportarten Schwimmen, Leichtathletik und Kanu am Olympiastützpunkt Magdeburg/Halle. Hierbei werden nicht nur in regelmäßigen Abständen entsprechende leistungsdiagnostische Maßnahmen mit den jeweiligen Athleten durchgeführt sondern auch neue Methoden zur Leistungsdiagnostik entwickelt.

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Biomechanische Leistungsdiagnostik von leichtathletischen Wurf- und Stoßdisziplinen unter Einsatz eines Inertialmesssystems zum Trainingsmonitoring
Duration: 01.01.2009 bis 31.12.2009

Förderkennzeichen: IIA1-070609/09
Das Ziel des Projektes ist die Evaluierung eines Ganzkörperinertialmesssystems (MVN, Fa. Xsens, Niederlande) für den Einsatz zur Bewegungsanalyse in den leichtathletischen Disziplinen Kugelstoß, Diskus- und Hammerwurf. Dabei ist zum einen die Genauigkeit des Systems in Bezug auf die Erfassung leistungsrelevanter Bewegungsparameter von Interesse. Ein weiterer Aspekt bezieht sich auf die praktische Eignung des Systems zum Einsatz in der Technikdiagnostik im Hochleistungssport.

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Komplexe biomechanische Leistungsdiagnostik zur Trainingssteuerung im Bogenschießen
Duration: 01.01.2008 bis 31.12.2008

Im Rahmen der Begleitung des Trainings der deutschen Bogen-Nationalmannschaft werden zur Trainingssteuerung folgende leistungsdiagnostische Parameter erhoben:

  • Bewegung des Visiers beim Zielen und bei der Schußauslösung
  • Schwankungen der Auszugslänge während des Zielvorgangs

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Trainingswirkungsanalysen und prozessbegleitende Leistungsdiagnostik im olympischen Bogenschießen
Duration: 01.01.2006 bis 31.12.2007

Im Leistungssport ist es das Ziel der Trainingssteuerung, planerische Sollwerte in trainingspraktische Istwerte zu umzusetzen. Die Istwerte werden dabei über eine Trainingsprotokollierung, bei der das absolvierte Training in geeigneten Kategorien dokumentiert wird, und über die sportliche Leistung erfasst. Die Bestimmung der sportlichen Leistung erfolgt entweder über spezielle leistungsdiagnostische Maßnahmen oder über die Wettkampfleistung selbst. Von hohem Interesse sowohl für den Trainer als auch aus wissenschaftlicher Sicht sind anschließende Trainingswirkungsanalysen: Diese stellen eine computergestützte Auswertung der Leistungsdaten und der Daten aus der Trainingsprotokollierung dar und dienen zur Beschreibung der Zusammenhänge von Trainingsinput und Leistungsoutput. Von Interesse sind hierbei Fragen zur Optimierung und Ökonomisierung von Trainingsprozessen oder die Modellierung und Prognose von Wettkampfleistung. Die Hauptproblematik von Trainingswirkungsanalysen ist die Komplexität der Wirkungseinflüsse: So bestimmen nicht nur durchgeführte Trainingsmaßnahmen und vorangegangene Wettkämpfe die aktuelle Leistungsfähigkeit eines Athleten, sondern auch Faktoren wie Ernährung, Gesundheit, Alter, soziales Umfeld etc. nehmen Einfluss. Um die Komplexität möglichst gering zu halten beschränken sich Trainingswirkungsanalysen deshalb im allgemeinen auf Einzellfallanalysen in Sportarten, die in engem Zusammenhang mit physiologischen Adaptationen stehen. So führten eine Reihe von Autoren (Banister, & Calvert 1980; Banister, 1982; Banister & Hamilton, 1985; Busso, et al., 1990; Fitz-Clarke, et al., 1991; Mujika, et al. 1996; Busso, et al., 1997; Hooper, & Mackinnon, 1999; Chatard, & Mujika, 1999; Edelmann-Nusser, Hohmann & Henneberg 2001; Millet et al. 2002) Modellierungen von Adaptationsprozessen in den Sportarten Schwimmen, Langstreckenlauf, Radfahren, Triathlon und Gewichtheben durch. Diese Methoden werden im olympischen Bogenschießen erprobt.

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Trainingswirkungsanalysen und prozessbegleitende Leistungsdiagnostik im olympischen Bogenschießen
Duration: 01.01.2006 bis 31.12.2007

Im Bogenschießen steht im Jahr 2007 die in Leipzig auszutragende Weltmeisterschaft an, die zugleich der Qualifikation zu den olympischen Spielen im Jahr 2008 dienen soll. Um den Trainingsprozess zu optimieren, besteht das Ziel, auf der Basis von Trainingsprotokollierungen, umfassender prozessbegleitender leistungsdiagnostischer Maßnahmen sowie von Wettkampfergebnissen entsprechende Trainingswirkungsanalysen (TWA) mit den deutschen Kaderathleten in Vorbereitung auf die WM und die olympischen Spiele durchzuführen. Ein umfassendes Instrumentarium leistungsdiagnostischer Verfahren zum Bogenschießen wurde im Rahmen vorangegangener Projekte entwickelt:
(a) System Noptel zur Erfassung der Bewegung des Bogens (b) System zur Erfassung des zeitlichen Verlaufs der Auszugslänge © Erfassung der KSP-Schwankungen beim Zielen (d) EMG (e) Erfassung der Zeitdauer Klicker-Schuss. Alle Systeme sind nahezu rückwirkungsfrei einzusetzen.

Methoden zur TWA (Modellbildung):
Zeitreihenanalysen, Neuronale Netze, Neuro-Fuzzy-Methoden, antagonistische Modelle.

Auf der Basis entsprechender validierter einzelfallanalytischer Modelle soll dann versucht werden das individuelle Training der Schützen zu optimieren.

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Softwareentwicklung für einen Messplatz im Bogenschießen zur Erfassung der Bewegung des Bogens und des Verlaufs der Auszugslänge
Duration: 01.01.2007 bis 31.10.2007

Im Bogenschießen stellen die Analyse des Auszugsverhaltens und der Bewegung des Bogens unmittelbar vor dem Schuss ein wichtiges Instrumentarium einer prozessbegleitenden Leistungsdiagnostik dar. Der Nachteil des Systems zur Erfassung der Bogenbewegung ist, dass es nicht im Freien angewandt werden kann, da es auf
Infrarotlicht basiert . Ziel dieses Forschungsvorhabens ist es, Software für einen Messplatz (die Hardware ist vorhanden) zu entwickeln, so dass die Bogenbewegung über eine handelsübliche DV-Kamera für den Schützen völlig rückwirkungsfrei im Freien und in der Halle erfasst werden kann. Weiterhin soll das System die Möglichkeit
bieten, das Auszugsverhalten synchron zu erfassen. Es sollen drei Softwaremodule entwickelt werden: Eines zur prozessbegleitenden trainingswissenschaftlichen Leistungsdiagnostik, eines zur Wettkampfdiagnostik (nur Bogenbewegung) und eines, das von den Schützen selbst im täglichen Training genutzt werden kann.

Das Programm soll mit der Programmiersprache LabView (Version 7.1) entwickelt werden.

Eingesetzt werden soll das System im Rahmen der Vorbereitung auf die Olympischen Spiele 2008.

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Frequenzverhalten von Oberflächen-EMG-Signalen, leistungsdiagnostische Tests, Modellbildung und Adaptation
Duration: 01.01.2005 bis 31.12.2005

Ein wesentliches Ziel des sportlichen Trainings im Leistungssport besteht im Auslösen von Anpassungsmechanismen, die zu einer Verbesserung der sportlichen Leistungsfähigkeit des Athleten führen. Ergebnisse aus früheren Projekten zum Schwimmen deuten darauf hin, dass es Zusammenhänge zwischen den Frequenzen oberflächenelektromyographischer Signale und dem momentanen Leistungszustand eines Athleten gibt. So wird vermutet, dass die Frequenzen oberflächenelektromyographischer Signale leistungsrelevanter Muskeln dem Verlauf der sportlichen Leistungsfähigkeit während der Hochbelastungsphase und der Taperphase in der unmittelbaren Wettkampfvorbereitung folgen und somit intraindividuell der Zeitpunkt höchster Leistungsfähigkeit mit dem Zeitpunkt der höchsten mittleren Frequenz des EMG-Signals zusammenfällt. Ziel des Forschungsvorhabens ist es deshalb, dies im Rahmen von mehreren Längsschnittsanalysen mit einer hohen zeitlichen Testdichte nachzuweisen. Damit könnten im Rahmen der Trainingssteuerung durch die Bestimmung der EMG-Frequenzen individuell Aussagen über den Fortschritt des Adaptationsprozesses im Hinblick auf das Erreichen des Leistungsmaximums gemacht werden. Über einen Vergleich der EMG-Frequenzen mit in sportartspezifischen Tests erbrachten Leistungen könnten Rückschlüsse auf die maximal mögliche Testleistung und damit Wettkampfleistung gezogen werden.

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Frequenzverhalten von Oberflächen-EMG-Signalen im Verlauf von Adaptation
Duration: 01.01.2004 bis 31.12.2004

Ein wesentliches Ziel des sportlichen Trainings im Leistungssport besteht im Auslösen von Anpassungsmechanismen, die zu einer Verbesserung der sportlichen Leistungsfähigkeit des Athleten führen. Ergebnisse aus früheren Projekten zum Schwimmen deuten darauf hin, dass es Zusammenhänge zwischen den Frequenzen oberflächenelektromyographischer Signale und dem momentanen Leistungszustand eines Athleten gibt. So wird vermutet, dass die Frequenzen oberflächenelektromyographischer Signale leistungsrelevanter Muskeln dem Verlauf der sportlichen Leistungsfähigkeit während der Hochbelastungsphase und der Taperphase in der unmittelbaren Wettkampfvorbereitung folgen und somit intraindividuell der Zeitpunkt höchster Leistungsfähigkeit mit dem Zeitpunkt der höchsten mittleren Frequenz des EMG-Signals zusammenfällt. Ziel des Forschungsvorhabens ist es deshalb, dies im Rahmen von mehreren Längsschnittsanalysen mit einer hohen zeitlichen Testdichte nachzuweisen. Damit könnten im Rahmen der Trainingssteuerung durch die Bestimmung der EMG-Frequenzen individuell Aussagen über den Fortschritt des Adaptationsprozesses im Hinblick auf das Erreichen des Leistungsmaximums gemacht werden. Über einen Vergleich der EMG-Frequenzen mit in sportartspezifischen Tests erbrachten Leistungen könnten Rückschlüsse auf die maximal mögliche Testleistung und damit Wettkampfleistung gezogen werden.Geplant sind drei Untersuchungskomplexe: Im ersten Untersuchungskomplex werden Leistungsschwimmerinnen (u. a. 2 A-Kader) während und nach einem Trainingslager über einen Zeitraum von 8 Wochen untersucht. In einem zweiten Komplex werden leistungsorientierte Schwimmerinnen aus dem Nachwuchsbereich und in einem dritten Komplex leistungssportorientierte Sportstudierende erfasst. Im letzteren Komplex wird sich auf Radsport und Rudern konzentriert, da sich diesbezügliche Tests in einem hohen Maße standardisieren lassen. Die Datenerhebungen in den Komplexen 2 und 3 finden dreimal wöchentlich in einem Zeitraum von 10 Wochen statt. Somit kann ein relativ genauer zeitlicher Verlauf des sportlichen Leistungsvermögens und des Frequenzverhaltens erfasst und der Zeitpunkt des individuellen Leistungsmaximums bestimmt werden.

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Fatugue and Human Performance
Duration: 01.01.2021 bis 31.12.2023

Performing a physical or cognitive task over extended periods of time is important in human life and is required during prolonged daily, physical, educational, vocational, and sports activities. The execution of sustained physical or cognitive activities inevitably leads to (state) fatigue, which can be defined as a psychophysiological symptom that is characterized by an impaired physical and/or cognitive function as well as altered perceptual responses and/or emotional states as a result of interactions between performance fatigability and perceived fatigability (Figure 1A) (Enoka und Duchateau 2016; Noakes 2012; Kluger et al. 2013; Gruet 2018; Behrens et al. 2018; Behrens et al. 2021). The degree of fatigability, irrespective if induced by motor or cognitive tasks, has detrimental effects on the capacity of the motor and cognitive systems of humans with negative consequences, e.g., for productivity, exercise behaviour, physical activity, and daily activities. In the worst case, as with old people and clinical populations, this results in a reduced quality of life (or even accidents/death) because the high fatigability conflicts with the adequate execution of daily activities (Figure 1B) (Enoka und Duchateau 2016; Noakes 2012; Kluger et al. 2013; Gruet 2018; Behrens et al. 2021). In the long run, this leads to a reduced motor and cognitive capacity, mobility, independence and social participation in these populations. Therefore, identifying the age-, sex-, and task-specific neural and physiological mechanisms of motor and cognitive task-induced state fatigue is the first step for the targeted application of tailored interventions. For example, there are acute and chronic interventions that can improve neural and/or muscle function with positive effects on performance and exercise tolerance in different populations (Grgic et al. 2020; Husmann et al 2019; Casaburi et al. 1997).

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Blod Flow Restriction training: practical effects as an useful method in prevention and rehabilitation
Duration: 01.10.2020 bis 30.09.2023

Im Rahmen dieses Projektes werden nachfolgende Teilfragen augeklärt:
1. Validierung einer Kombination aus mehreren evaluierten practical Blood Flow Restriction-Methoden zur Verbesserung der Präzision des individuellen Trainingsdrucks in der praktischen Anwendung.
2. Practical Blood Flow Restrictrion Training in Kombinaiton mit Balance-Training in der Rehabilitation nach Rekonstruktion des vorderen Kreuzbandes.
3. Akute physiologische Reaktionen auf ein statisches Balance-Trainings in Kombination mit Blood Flow Restriction sowie Aufklärung der Effekte auf die motorische und perzeptuelle Ermüdung.

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Gait control - visuo-motor interactions and plasticity in glaucoma
Duration: 01.10.2019 bis 30.06.2023

Unsteady gait is a cause of increased incidences of falls and reduced mobility in the elderly, and is thus a source of a significant reduction in quality of life. A critical factor of gait control constitutes, apart from the motor-skills themselves, the interplay of the motoric system with both sensory and cognitive processes. This renders elderly with sensory impairment particularly prone to falls. Important examples are persons with glaucoma, a prevalent disease causing substantial visual impairment. An understanding of the role of visual, cognitive and visuo-cognitive functionality and their interactions during gait control is expected to pave the way for efficient interventional instruments to improve gait control in glaucoma and beyond. This prompts the question, whether multimodal movement-related interventions, i.e., those addressing motor-, sensory, and cognitive functions in a combined manner, are superior to unimodal movement-related interventions in their effect on gait control.
Our project aims to understand the interplay of motor-, visual, cognitive and visuo-cognitive function during gait control and its impact on the development of interventional instruments. It addresses glaucoma as an important and relevant model for risk groups with sensory impairment. In a multidisciplinary approach the project combines expertise in physical-activity and movement sciences, ophthalmology and neurosciences to address the following steps: (i) Development of research tools to identify interactions of visual function, cognition, visuo-cognition and gait control for both laboratory settings and, importantly, everyday like conditions. (ii) Application of these tools in =50 participants with glaucoma and matched controls to uncover and understand the relative importance of visual function, cognition, and visuo-cognition for gait control. (iii) Comparison of two interventional concepts, a unimodal and a multimodal movement-related intervention, in a longitudinal design in two glaucoma intervention groups, comprising a total of =50 participants. Behavioural readouts of the intervention effects will be combined with neuronal correlates, i.e. resting state fMRI, to uncover mechanisms of neuro-plasticity and their correlation with behavioural measures. This will target changes in functional connectivity between brain regions representing motor skills, vision and cognition.
We expect this investigation of the interaction of cognition, vision, and visuo-cognition in gait control in glaucoma and matched controls to considerably increase our understanding of gait control and to guide the identification of efficient interventional concepts for prevention and rehabilitation in general.

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MultiMove -Multimodaler Interventionsansatz zur sektorenübergreifenden Versorgung bei degenerativen Wirbelsäulenerkrankungen
Duration: 01.02.2020 bis 31.03.2023

Ziel des Projektes ist es, sektorenübergreifende Empfehlungen für die Rehabilitation und Vorsorge bei degenerativen Wirbelsäulenerkrankungen zu generieren: I) bedarfsgerechte Indikation zur Operation II) Risikostratifizierung III) frühzeitigen Beratung. Das Interventionskonzept trägt im Vergleich zum leitliniengestützten Vorgehen in der Rehabilitation zur 1) Reduktion der Beschwerdesituation (Schmerz) 2) Stabilisierung der rumpfnahen Muskulatur, posturalen Balance, Gangkontrolle und Alltagsmobilität, 3) Verbesserung der exekutiven Funktionen und kognitiven Leistung, 4) Motivation zum "Dabeibleiben" und 5) Zunahme der Lebensqualität bei. Zur nachhaltigen Verstetigung des konzeptionellen Vorgehens wird eine "Bewegungs-Beratungs-Software" für Ärzte und Therapeuten entwickelt und eine gesicherte Bewegungskommunikation und -bildung ermöglicht.

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Inter-session reliability of prefrontal cortex functional near-infrared spectroscopy measures during dual-task walking protocols of different duration in stroke survivors and healthy controls
Duration: 01.10.2019 bis 31.12.2022

To better understand and treat gait deficits after stroke, reliable measurements of brain activity during walking are needed. Functional near-infrared spectroscopy (fNIRS) can be used to quantify brain activity during walking with low sensitivity to motion artifacts. However, the reliability of fNIRS-derived parameters recorded during walking is poorly studied, especially in neurological diseases. Therefore, the aim of the project was to investigate the inter-session reliability of oxy- and deoxyhemoglobin concentrations recorded with fNIRS during motor-cognitive dual-task walking protocols of different lengths in stroke patients and healthy controls.

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Effects of intermittent Hypoxia-Hyperoxia on cognitive function, mobility and wellbeing in patients with dementia
Duration: 01.03.2021 bis 31.10.2022

The increasing interest in its therapeutic potential of hypoxia conditions has caused a debate about its most beneficial regimes. In this respect, the method of intermittent hypoxic-hyperoxic training (IHHT) was applied. It is hypothesized that, by replacing the normoxic time intervals with hyperoxic exposures (e.g., 30-40% oxygen), IHHT could achieve more beneficial effects compared to IHT. Despite promising findings that support these hypothesis16, 22, only a few studies have evaluated the therapeutic effects of IHHT in patients with cognitive impairments such as dementia. Bayer et al.23 have shown that up to six weeks of IHHT augments the effects of an multimodal training intervention in patients with mild to moderate dementia in terms of improvements in cognitive function and endurance performance. In a further pilot study by Serebrovska et al.24, the authors could demonstrate that three weeks of IHHT influence cognitive functions positively and thus might delay the manifestation of dementia-related biomarkers (amyloid beta) in patients with mild cognitive impairments (i.e. pre dementia status). However, a recent study has shown that adding IHHT to a multimodal training intervention did not provide additional improvements in geriatric patients.25 Hence, due to the limited and inconsistence evidence on the therapeutic effects of IHHT in patients with dementia and/or mild cognitive impairments, further investigations are warranted to validate the above-mentioned neuroprotective effects.
Under this context, our planned investigation is designed to study the utility of IHHT as an efficient non-pharmacological therapy to improve cognitive performance, physical functioning, socio-emotional parameters and to reduce cardiovascular and metabolic risk factors in patients with mild to moderate dementia.

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Development of an AI-based diagnostic tool for the detection of gait disorders in prevention and rehabilitation
Duration: 01.10.2019 bis 30.06.2022

Entwicklung eines portablen Diagnosesystems für die multidimensionale Erfassung von menschlichen Gangdaten auf der Grundlage einer echtzeitfähigen KI-basierten Erkennung von Gangveränderungen. Das zu entwickelnde System KI-WeGaDiS ermöglicht erstmals eine simultane Detektion kinematischer und kinetischer Informationen sowie plantarer Druckverteilungsmuster und damit eine effiziente Ganganalyse zur Rehabilitation von Menschen mit Gangveränderungen und präventiven Früherkennung eines veränderten Gangverhaltens. Weiterführend wird eine deutliche Verbesserung sowohl in der therapeutischen Behandlung als auch Orthopädie-technischen Hilfsmittelversorgung möglich.

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Motor Performance Fatigability in Multiple Sclerosis
Duration: 01.01.2020 bis 30.06.2022

Fatigue is one of the most limiting symptoms in people with Multiple Sclerosis (pwMS) and can be subdivided into trait and state fatigue. Activity-induced state fatigue describes the temporary decline in motor and/or cognitive performance (motor and cognitive performance fatigability, respectively) and/or the increase in the perception of fatigue (perceived fatigability) in response to motor or cognitive tasks. So far, no gold standard exist to quantify performance fatigability in pwMS. Therefore, the aim of this project was to investigate performance together with perceived fatigability during walking under single- and dual-task conditions during 6-min walking tests performed overground and on a treadmill in pwMS and healthy controls. The primary outcomes included the change in spatio-temporal gait parameters, the hemodynamic response in the prefrontal cortex and perceived exhaustion.

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Künstliche Intelligenz basiertes Weareable-Gait-Diagnose-System für die Prävention und Rehabilitation von Auffälligkeiten/Folgeschäden des menschlichen Ganges (KI-WeGaDiS)
Duration: 01.10.2019 bis 30.09.2021

Entwicklung eines portablen Diagnosesystems für die multidimensionale Erfassung von menschlichen Gangdaten auf der Grundlage einer echtzeitfähigen KI-basierten Erkennung von Gangveränderungen. Das zu entwickelnde System KI-WeGaDiS ermöglicht erstmals eine simultane Detektion kinematischer und kinetischer Informationen sowie plantarer Druckverteilungsmuster und damit eine effiziente Ganganalyse zur Rehabilitation von Menschen mit Gangveränderungen und präventiven Früherkennung eines veränderten Gangverhaltens. Weiterführend wird eine Verbesserung sowohl in der therapeu-tischen Behandlung als auch Orthopädie-technischen Hilfsmittelversorgung möglich.

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Einsatz von normobarer Hypoxie zur Leistungsentwicklung im Schwimmen
Duration: 01.01.2018 bis 30.06.2021

Wie in den zurückliegenden zwei Jahren werden bis zu den Olympischen Spielen in Tokio 2020 ausgewählte SchwimmerInnen/KaderathletenInnen des SCM (Trainer Bernd Berkhahn) auf Wettkampfhöhepunkte in den jeweiligen Jahreszyklen vorbereitet. Dabei stehen insbesondere die Vor- und Nachbereitungen natürlicher Höhentrainingslager in der Sierra Nevada (2300m ü. NN, Spanien) durch den Einsatz von Trainingseinheiten unter normobarer Hypoxie im Höhenraum am Lehrstuhl Gesundheit und körperliche Aktivität im Mittelpunkt des Interesses. Zur Überprüfung der Leistungsentwicklung werden sowohl leistungs- und hämatologische Anpassungseffekte als auch die Veränderungen der konditionellen Fähigkeiten Ausdauer und Kraft analysiert.

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Gait variability in patients with different neurological diseases
Duration: 01.11.2015 bis 31.03.2021

The aim of this study is to examine the relationship of gait stability, motion control and specific cognitive functions in patients with neurological disorders (e. g. Multiple Sclerosis or Stroke) compared to unimpaired and age and gender-matched people. These interdependencies are particularly clear during walking with cognitive secondary task. A restricted so-called "dual-task capability" reduces the gait stability and increases logically the risk of falling. Therefore, we aim to identify some important and relevant gait and cognitive parameter in order to describe the transient response of various neurological pathologies on gait stability. The expected findings and derived insights will be used to design improved therapeutic approaches and to prevent falls.

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Zum Einfluss von körperlicher Aktivität auf die exekutiven Funktionen und die Expression des Brain-Derived Neurotrophic Factor (BDNF) bei älteren Menschen
Duration: 01.03.2019 bis 31.03.2020

Im Rahmen einer randomisiert kontrollierten Studie mit counterbalanced Cross-over-Design und Prä-Post-Vergleich soll bei gesunden Probanden im Alter von 55-75 Jahren die Effektivität eines körperlichen Trainings mit "open-skill" Charakter und eines körperlichen Trainings mit "closed-skill" Charakter auf die exekutive Funktion und die Konzentration des Neurotrophins "Brain-derived neurotrophic factor" (BDNF) nachgewiesen werden.

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Entwicklung eines multimodalen Programms zur zeit- und ortsunabhängigen betrieblichen Gesundheitsförderung in der Notfallmedizin
Duration: 01.01.2017 bis 30.09.2019

Das Ziel der Studie fokussiert auf die Entwicklung, Anwendung und Implementierung eines gesundheitsförderlichen Programms für Mitarbeiter der Notfallmedizin. Die arbeitsplatzspezifische Tätigkeit der Mitarbeiter in der Notfallmedizin ist gekennzeichnet durch ein hohes Maß an physischen und psychosozialen Belastungen (Badura et al. 2015; Neumayr et al. 2016; Siegrist et al. 2003; Lützenkirchen 2003). Angesichts der beschriebenen Arbeitsbedingungen in der Notfallmedizin können klassische gesundheitsfördernde Maßnahmen nicht wirkungsvoll eingesetzt werden (Badura et al. 2015). Ein multimodales Programm zur zeit- und ortsunabhängiges Bewegungsförderung und Stressbewältigung scheint deshalb ein vielversprechender Ansatz zur betrieblichen Gesundheitsförderung in diesem Bereich zu sein (Knebel 2011, 2; Neville et al. 2009; Hurling et al. 2007; Neville et al. 2009). Zur Aufnahme und Rückkopplung von arbeitsplatzspezifischen Bewegungen und Stressbewältigungssequenzen werden mittels Kinect (Microsoft®) bis zu 25 Gelenkpunkte erfasst, auf deren Grundlage ein Echtzeit-Feedback zur technisch unterstützten Bewegungssteuerung generiert wird.

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fast care: eHealth Prevention and Rehabilitaiton
Duration: 01.08.2016 bis 31.07.2019

fast care entwickelt ein echtzeitfähiges Sensordatenanalyse-Framework für intelligente Assistenz-systeme im Bereich Ambient Assisted Living, eHealth, mHealth, Tele-Reha und Tele-Care. Ziel ist die Bereitstellung eines medizinisch validen, integrierten Echtzeit-Situationsbildes auf Basis einer verteilten, ad-hoc vernetzten, alltagstauglichen und energieeffizienten Sensorinfrastruktur mit einer Latenzzeit von weniger als 10 ms. Das integrierte Situationsbild, das physiologische, kognitive, kinematische Informationen des Patienten umfasst, wird durch die intelligente Fusion der Sensordaten generiert. Es kann als Basis sowohl für die schnelle Erkennung von Risiken und Gefahrensituationen als auch für alltagstaugliche medizinische Assistenzsysteme dienen, die autonom in Echtzeit intervenieren und aktives telemedizinisches Feedback erstmals ermöglichen.
Zur Sicherstellung einer adäquaten medizinischen und therapeutischen Versorgung, insbesondere in strukturschwachen und ländlichen Regionen, wird im Rahmen des fast care Teilprojektes Reha ein interdisziplinärer und integrierter Ansatz zur häuslichen Versorgung umgesetzt. Ziel ist es, ein Konzept zu entwickeln und umzusetzen, welches eine patientenbezogen Versorgung der Bereiche Diagnose, Monitoring sowie Therapie und Übung im Rehabilitationsbereich ermöglicht.

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Vergleich von KAATSU vs. Blood Flow Restriction auf die leistungsphysiologische Adaptation
Duration: 01.01.2018 bis 31.12.2018

KAATSU- und Blood Flow Restriction (BFR) sind bekannte Trainingsmethoden bei denen der Blutfluss zu den Extremitäten durch spezielle pneumatische Manschetten gestaut wird. Der Einsatz während körperlicher Aktivität erhöht den Trainingsreiz auf die Muskulatur aufgrund der vermehrten Freisetzung anaboler Hormone. Das KAATSU-Training unterscheidet sich vom BFR-Training sowohl durch die Art der verwendeten Manschetten als auch durch das methodische Vorgehen. Dementsprechend stellt sich die Frage, ob auf physiologischer Ebene vergleichbare oder differenzielle Adaptationseffekte evoziert werden. Das Ziel des Forschungsprojektes ist es, akute Veränderungen der Perfusion und Oxygenierung der okkludierten Muskulatur im Vergleich beider Methoden mittels der Muskel-Nahinfrarotspektroskopie (mNIRS) zu erfassen und zu evaluieren. 
Weiterführend sollen trainingsmethodische Ableitungen generiert werden.

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Sustainable improvement of Quality of Life based on multimodal physical activity interventions in patients with prostate cancer
Duration: 01.10.2013 bis 30.06.2017

The purpose of the study is to verify the hypothesis that multimodal movement-based and behaviour-orientated after-care programmes are more effective than conventional aerobic endurance treatments in the rehabilitation of prostate cancer patients, particularly with regards to the primary outcome indication-specific Quality of Life.

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Dose-effect relationship of intermittend hypoxic training in healthy elderly people
Duration: 01.10.2014 bis 31.03.2017

Im Rahmen einer randomisierten kontrollierten Studie wird der Effekt von intermittierender normobarer Hypoxie  bei gesunden älteren Menschen (> 60 Jahren) im Vergleich zu gesunden jungen Menschen auf die körperliche sowie kognitive Leistungsfähigkeit überprüft.

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Natural altitude and simulated hypoxic exposure in elite swimming
Duration: 01.01.2015 bis 31.08.2016

Im Rahmen des Projekts wird der Einsatz  von natürlichen und simulierten Höhenexpositionen in Kombination mit individuell angepassten Trainingsinterventionen (Ausdauer- und Kraftausdauer) für die Sportart Schwimmen überprüft.  Der Dosis-Wirkungs-Zusammenhang wird mittel- und langfristig auf der Grundlage leistungsdiagnostischer  Maßnahmen (Physiologie, Stoffwechsel, Hämatologie) bewertet.  Nachfolgend werden Ableitungen für eine  zielgerichtete Steuerung von Trainingsbelastungen getroffen.

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Development and Evaluation of an portable multi-factorial test- and training device fore cyclic movementss
Duration: 01.07.2014 bis 28.09.2015

Zielstellung des FuE-Projektes ist die Entwicklung eines portablen, interdisziplinären, multifaktoriellen Test- und Trainingsgerätes für Sportarten mit einer zyklischen Phasenstruktur (TTZ) für den Einsatz in verschiedenen Handlungsfeldern der Sportwissenschaft (Sportarten: Schwimmen, Rudern, Laufen, Rückschlagspielen; Isokinetisches Trainingsgerät im Hochleistungs-, Freizeit- und Breitensport und in der Rehabilitation). Mithilfe eines motorisierten, steuerbaren Seilzuges soll eine Zugunterstützung bzw. Zugwiderstand am Sportgerät/Sportler appliziert werden. Somit wird ein sportartspezifisches Training mit höherer Bewegungsfrequenz (Verbesserung der Intermuskulären Koordination) oder mit höherem Widerstand (Verbesserung der Intramuskulären Koordination) ermöglicht. In der Funktion eines Testgerätes können intra- und interzyklische Geschwindigkeits- bzw. Kraftverläufe  prozessbegleitend (individuelle Statuserhebung) oder als wissenschaftliche Erkenntniss- und Untersuchungsmethoden genutzt werden.

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Betriebliche Gesundheitsförderung in der Waldarbeit: Einfluss von körperlicher Aktivität auf die Gesundheit
Duration: 01.03.2012 bis 31.12.2014

Die für den Bundesforstbetrieb Nördliches Sachsen-Anhalt konzipierte Interventionsstudie (drei Messzeitpunkte im Vergleich Forstwirte mit Intervention (IG) vs. Forstwirte ohne Intervention (KG)) ist auf die Aufklärung des Gesundheitszustandes, Gesundheitsverhaltens und auf die Beeinflussung der Belastungs-Beanspruchungs-Situation von Forstwirten ausgerichtet. Über einen Zeitraum von zwei Jahren schließt die Gesundheitsförderung am Arbeitsplatz u. a. eine zweimal 20 Einheiten umfassende körperliche Intervention ein. In der interventionsfreien Zeit trainieren die Waldarbeiter nach einem speziell bereitgestellten Übungsmanual. Zur Kennzeichnung einer veränderten psychophysische Belastungs-Beanspruchungs-Situation  werden unterschiedliche Methoden und Instrumente eingesetzt: Dynamometrie, Oberflächenelektromyographie, Zebris, HRV, EFL-Test, Spring-Test, SF36, FFkA.

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Bewertung der funktionellen Leistungsfähigkeit von Arbeitnehmern am Beispiel der Arbeit über Kopfhöhe
Duration: 01.01.2010 bis 31.12.2013

Eine Möglichkeit zur Bewertung der alltags- und berufsbezogenen Arbeitsfähigkeit bzw. Arbeitsunfähigkeit von Arbeitnehmern ist die Evaluation der Funktionellen Leistungsfähigkeit (EFL) nach Isernhagen (1992). Im Rahmen der Studie wird die motorisch-funktionelle Leistungsfähigkeit bei „Arbeit über Kopfhöhe“ von Arbeitnehmern aus dem baugewerblichen Bereich untersucht. Es geht dabei um die Bewertung der momentanen funktionellen Leistungsfähigkeit unter Zugrundelegung des EFL-Instrumentariums im Vergleich zu den Ergebnissen anderer quantitativer Untersuchungsverfahren (Oberflächenelektromyographie, Herzratenvariabilität, Eigenzustand und Motivation). Ziel dieser Studie ist die realistische Bewertung der funktionellen Leistungsfähigkeit einerseits und die Feststellung und Begründung der im Einzelfall notwendigen Umorientierung im Arbeitsleben andererseits.

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Evaluation von Augmented Realtity basierter Intervention in der orthopädischen Rehabilitation von Patienten mit Hüft-TEP
Duration: 01.01.2010 bis 30.12.2012

Ziel der Studie ist die Evaluation der Gangschulung bei Patienten mit einer Hüft-Totalendoprothese (Hüft-TEP) im Rahmen der Anschlussheilbehandlung (AHB). Es wird eine Augmented Reality (AR-) basierte Intervention (IG) im Vergleich zur herkömmlichen therapeutischen Intervention betrachtet. Den Patienten der IG wird dabei ein echtzeitbasiertes, kontextsensitives Feedback zu ausgewählten kinematischen Kennwerten über ein Head-Mounted Display visualisiert dargeboten. Die Korrektur des Gangbildes erfolgt unter besonderer Berücksichtigung von Hinkmechanismen (Duchenne-Hinken, Trendelenburg-Zeichen).

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Arbeitsmedizinische und ophthalmologische Beanspruchungsanalyse beim Tragen von Head-Mounted Displays
Duration: 01.10.2010 bis 31.03.2011

Vordringliches Interesse dieses Forschungsvorhabens ist die Bewertung des Beanspruchungsverhaltens beim Tragen unterschiedlicher Head-Mounted Displays (HMD) aus arbeitsmedizinischer und ophthalmologischer Perspektive. Mit diesem kombinierten Ansatz wird eine notwendige Voraussetzung für den Einsatz dieser AR-Assistenzsysteme und die nutzerzentrierte Systementwicklung für unterschiedliche An­wendungsbereiche geschaffen. Auf der Grundlage dieses labordiagnostischen Vorgehens können weiterführende Erkenntnisse über die zielführende Entscheidung für den Einsatz unterschiedlicher Gerätetypen (HMD, Handheld Displays, Projektionsdisplays, etc.) evaluiert werden, denn Fragen nach einer gesicherten Geräteauswahl für die unterschiedlichsten Arbeits- bzw. Tätigkeitsszenarien werden in Orientierung auf den relevanten Nutzerkreis zukünftig verstärkt in den Vordergrund treten.

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Gesundheitsfördernde Altenpflege in Sachsen-Anhalt: GASA-Studie
Duration: 01.06.2005 bis 31.03.2008

Zum Qualitätsmanagement von stationären Altenpflegeeinrichtungen als auch von ambulanten Pflegediensten gehört, im Sinne eines Gesundheitsmanagement-Programms (GMP), die Erfassung der Belastungs-Beanspruchungs-Situation des Pflegepersonals. Da in Deutschland bislang kaum umfassende Studien zu diesem Thema vorliegen (Zimber, 1998) und ausgewählte Untersuchungsansätze vorrangig auf das Pflegepersonal im Krankenhaus rekurrieren (Tracogna, Klewer & Kugker, 2003), soll in der geplanten Studie die Belastungs-Beanspruchungs-Situation von Pflegepersonal in Altenpflegeeinrichtungen mit denen von ambulanten Pflegediensten in Sachsen-Anhalt untersucht werden. Auf der Grundlage der analysierten Ist-Situation erfolgt eine gezielte Intervention zur Beeinflussung der körperlichen und psychischen Belastungen und Beanspruchungen bei Pflegepersonal in beiden Arbeitsformen.

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Der Bewegungsraum Wasser in der therapeutischen Interventionen bei Schlaganfallpatienten
Duration: 01.01.2006 bis 31.12.2007

Eine Literaturrecherche von 1979 bis 1999 zum Einsatz von Aquatic Therapy bei Kindern und Adoleszenten mit neuromuskulären und muskulo-skeletalen Erkrankungen zeigte, dass die meisten Artikel über Einzelfallstudien bzw. Beschreibungen zur klinischen Praxis berichten (Dumas & Francesconi, 2001). Dies trifft auch auf Schlaganfallpatienten und viele andere Patientengruppen zu (Cladera, 2003).
Aus diesem Grund ist das Ziel dieser Studie die Bewertung des Einflusses einer systematischen Wasseraktivität für Schlaganfallpatienten auf die allgemeine Ausdauerleistungsfähigkeit und die Mobilität außerhalb und innerhalb des Mediums Wasser.
Um zu gewährleisten, dass die Patienten a) sicher und beschwerdefrei, b) unabhängig in der Bewegung und c) zur Verbesserung ihrer kardio-respiratorischen Fitness aktiv unterstützt werden, sind die Wasseraktivitäten nach didaktischen Prinzipien konzipiert (vgl. Lambeck, 2001). Als Messinstrumente zur Kennzeichnung der allgemeinen Ausdauerleistungsfähigkeit, Gehgeschwindigkeit und Mobilität im Wasser werden eingesetzt: 6-Minute-Walk-Test, 10-Meter-Walkspeed-Test und 10-Meter-Swim-Test.

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Herzfrequenzvariabilität von KHK-Patienten in unterschiedlichen Höhen
Duration: 01.10.2005 bis 31.12.2007

Im Mittelpunkt der Studie steht die Frage nach dem Belastungs-Beanspruchungs-Verhalten von KHK-Patienten in unterschiedlichen Höhenlagen. Auf der Grundlage des in 2005 durchgeführten Pilotprojektes Herzurlaub in den Bergen , wird bei dieser Studie vordergründig das Herzfrequenzverhalten untersucht. Die Herzfrequenzvariabilität wird, vergleichbar zu den Untersuchungsbedingungen 2005, wiederum in 1400 m Höhe und in 2400 m Höhe bestimmt.

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Prognose der Wettkampfleistung im Schwimmen von Menschen mit Behinderungen
Duration: 01.01.2006 bis 31.12.2007

Auf der Basis vorliegender Ergebnisse konnte die Einsatzmöglichkeit Neuronaler Netze für die Analyse des Zusammenhangs von Trainingsinput und Leistungsoutput (Wettkampfleistungen) für das Schwimmen von Menschen mit Behinderung erarbeitet werden. Die Zielstellung dieser fortführenden Untersuchung wird darin gesehen, auf der Basis ergänzender Trainingsdaten und Wettkampfleistungen, den Prozess der Modellierung Neuronaler Netze für das Schwimmen von Menschen mit Behinderung weiterhin zu optimieren. Darauf abgestellt können detaillierte Hinweise für die Belastungsphasen (Taper- und Hochbelastungsphase), die der unmittelbaren Wettkampfvorbereitung dienen und als wesentlicher Bestandteil für die Wettkampfleistung gelten, analysiert und abgeleitet werden. Ausgehend von diesem modellorientierten Datentransfer in die Praxis und den trainingsmethodischen Kenntnissen bzgl. individuell zu entwickelnder Belastungsumfänge und Belastungsintensitäten, werden Grundlagen für die Trainingsplanung und perspektivisch notwendige Leistungsentwicklungen bereitgestellt, die u. a. das erfolgreiche Abschneiden bei den Paralympics 2008 prognostizieren.

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Wirksamkeit und Effektivität körperlicher Aktivität bei Hämodialysepatienten
Duration: 01.01.2005 bis 30.06.2006

Der Nutzen bewegungstherapeutischer Interventionen ist im Rahmen der Rehabilitation von Hämodialysepatienten (HD-Patienten) unumstritten. Demzufolge rücken Fragen nach der optimalen Trainingsgestaltung und -organisation in den Mittelpunkt des Interesses.
Während in einzelnen Studien der Nutzen körperlicher Aktivität während der Dialyse mit körperlicher Aktivität außerhalb der Dialyse oder dem Heimtraining verglichen wurden, liegen bis zum heutigen Zeitpunkt noch keine Untersuchungen über die Effektivität kombinierter Bewegungsprogramme (während der Dialyse und in freien Dialyseintervallen) vor.
Ausgehend von diesem Erkenntnisdefizit werden im Rahmen einer quasiexperimentellen Längsschnittuntersuchung v. a. metabolische Effekte zweier unterschiedlicher sporttherapeutischer Interventionsstrategien bei HD- Patienten untersucht: körperliche Aktivität unter Dialyse vs. körperliche Aktivität unter Dialyse und zusätzlichem Training einmal pro Woche zwischen den Dialyseintervallen.

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Untersuchungen zur sensomotorischen Wahrnehmungsschulung von Menschen mit Behinderungen - Zur Optimierung der sportartspezifischen Leistung im Schwimmen
Duration: 01.04.2005 bis 31.03.2006

Bei körperbehinderten Schwimmern kann die Wahrnehmung einer widerstandsgünstigen Wasserlage, demzufolge die Stabilisierung des Körpers im Wasser, durch ihre funktionelle Beeinträchtigung erschwert sein. Mit einem gezielten Trainingsprogramm soll die Wahrnehmung von Wasserwiderständen geschult und der Athlet für die individuell günstigste Wasserlage sensibilisiert werden. Gelingt es dem Sportler, die aus dem passiven Wahrnehmungstraining erlangten Erkenntnisse in das aktive Schwimmen zu übertragen, könnte die schwimmsportliche Leistung positiv beeinflusst werden.
Ziel dieses Forschungsvorhabens ist die Konzeption und Durchführung eines "Wahrnehmungstrainings" mit unterschiedlichen Methoden ("Portables Schwimmspezifisches Test- und Trainingsgerät (PSTT)" nach Schega et al. (2002) vs. Strömungskanal).

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Pilotstudie zur Höhenanpassung von Herzkranken - Vergleichende Ergometrie auf 1400 und 2400 Metern Höhe
Duration: 01.04.2005 bis 31.10.2005

Ziele der Studie: Im Rahmen einer organisierten Urlaubsreise für KHK-Patienten (Leukerbad in der Schweiz) steht im Mittelpunkt des Interesses die Bewertung der Beanspruchung unter Einfluss von Höhenbedingungen. Das Beanspruchungsverhalten wird mittels Fahrradergometrie und subjektivem Befinden in 1400 m Höhe und in 2400 m Höhe bestimmt.

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Sportpsychologische Diagnostik im Rahmen der Eingangstestung für die Aufnahme in eine Eliteschule des Sports in Sachsen-Anhalt Teil III
Duration: 01.05.2018 bis 31.12.2021

- Entwicklung und Erprobung von Fragebögen zur Erfassung der (Leistungs-) Motivation im Rahmen der Eingangstestung für die Eliteschule des Sports (am Beispiel der Leichtathletik)
- Fragebögen beziehen sich auf die Klassenstufen 4-9
- Analyse des Zusammenhanges zwischen (Leistungs-) Motivation und körperlich-sportlichen Fähigkeiten und Fertigkeiten

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Acting professionally in emergency situations
Duration: 01.01.2020 bis 31.12.2020

AG Notfallpsychologie (Dr. Gaby Bußmann, Tanja Damaske, Klaus Egert, Dr. Kai Engbert, Markus Flemming, Sphie Petzold, Dr. Kathrin Staufenbiel und Dr. Christine Stucke) beschäftigt sich als non-Profit Projekt in Zusammenarbeit mit dem DOSB (Dr. Julia Franke) mit dem professionellen Agieren von Sportpsycholog*innen und sportpsychologischen Expert*innen in Notfallsituationen im Kontext des Sportes.

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Persönlichkeitsentwicklung bei Jugendlichen im leistungssportlichen Kontext
Duration: 01.01.2017 bis 31.12.2020

In der Literatur gibt es eine Vielzahl von Erkenntnissen zum Zusammenhang zwischen körperlicher Aktivität und kindlicher Entwicklung. Die vorliegende Studie verdeutlicht auf der Basis eines entwicklungs- und lerntheoretischen Zugangs, dass die Relationen zwischen Bewegung und Persönlichkeitsentwicklung wesentlich komplizierter sind, als oft angenommen wird. Die Untersuchung stellt eine Kombination von Querschnitt- und Längsschnittstudien mit explorativem Charakter dar. Sie begann im Jahre 2006 und wird nun im Teil II des Projektes fortgesetzt. Untersucht werden einmal jährlich alle 3-6 Jährigen Turnerinnen und Turner des SC Magdeburgs. Erfasst wird der Stand der grob- und feinmotorischen, der emotionalen sowie kognitiven Entwicklung.

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Einsatz von Biofeedback-Verfahren in der sportpsychologischen Betreuung von Sportlern
Duration: 01.12.2013 bis 28.11.2018

Im Rahmen der Betreuung von Kaderathleten des Olympiastützpunktes Sachsen-Anhalt (Standort Magdeburg) wird der Einsatz von Biofeedbackverfahren konzipiert und evaluiert. Im Mittelpunkt steht die Nutzung des sogenannten HEG Neurofeedback (Hemoenzephalographie). Ziel ist es, Zusammenhänge zwischen HEG-Messdaten und Konzentrationsleistungen vor und während sportlicher Bewegungen zu analysieren, um darauf aufbauend entsprechende Trainingsprogramme für die Athleten zu entwickeln.

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Sportpsychologische Diagnostik im Rahmen der Eingangstestung für die Aufnahme in eine Eliteschule des Sports in Sachsen-Anhalt Teil II
Duration: 01.11.2017 bis 30.04.2018

- Entwicklung und Erprobung von Fragebögen zur Erfassung der (Leistungs-) Motivation im Rahmen der Eingangstestung für die Eliteschule des Sports (am Beispiel der Leichtathletik)
- Fragebögen beziehen sich auf die Klassenstufen 4-9
- Analyse des Zusammenhanges zwischen (Leistungs-) Motivation und körperlich-sportlichen Fähigkeiten und Fertigkeiten

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Sportpsychologische Unterstützung des Olypiastützpunktes Magdeburg
Duration: 01.01.2017 bis 31.12.2017

Im Rahmen des Projekts erfolgt die sportpsychologische Betreuung und Beratung der Athlet/innen am Olympiastützpunkt Magdeburg in Training und Wettkampf. Hierbei wird regelmäßig eine entsprechende sportpsychologische Diagnostik mit den Athlet/innen durchgeführt.

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Durchführung einer sportpsychologischen Diagnostik für den Leichtathletik-Verband Sachsen-Anhalt
Duration: 01.11.2016 bis 30.04.2017

Durchführung einer sportpsychologischen Diagnostik gemäß dem Auftrag durch den LVSA im Rahmen der Eignungstestung für die Aufnahme ab der Klassenstufe 5 in eine Eliteschule des Sports in Sachsen-Anhalt (Halle oder Magdeburg). Die Projektarbeit umfasst folgende Aufgaben: Erarbeitung / Bereitstellung der Fragebögen, Durchführung der Befragung, Auswertung und Interpretation der Ergebnisse und Beratung des LVSA.

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Sportpsychologische Diagnostik im Rahmen der Eingangstestung für die Aufnahme in eine Eliteschule des Sports in Sachsen-Anhalt
Duration: 01.11.2016 bis 30.04.2017

- Entwicklung und Erprobung von Fragebögen zur Erfassung der (Leistungs-) Motivation im Rahmen der Eingangstestung für die Eliteschule des Sports (am Beispiel der Leichtathletik)
- Fragebögen beziehen sich auf die Klassenstufen 4-9
- Analyse des Zusammenhanges zwischen (Leistungs-) Motivation und körperlich-sportlichen Fähigkeiten und Fertigkeiten

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Psychological profils of young athlets
Duration: 01.10.2011 bis 30.09.2016

In Koorperation mit dem Olympiastützpunkt Halle/Magdeburg werden junge Nachwuchsleistungssportler (D-Kader) asportpsychologisch betreut. Mittels einer sportpsychologischen Diagnostik wird für jeden Sportler ein Profil erstellt und dieses in Zusammenhang mit der Leistungsentwicklung analysiert.

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Emotionale Kompetenz im Sport
Duration: 01.01.2010 bis 31.12.2013

Im Rahmen des Forschungsprojekts sollen zunächst Methoden zur Erfassung der Emotionalen Kompetenz / Intelligenz erarbeitet werden. Durch die Forschungsgruppe wurde der Fragebogen "BarOn Emotional Quotient Inventory (EQi: YV)" von Bar-On & Parker (2000) ins Deutsche übersetzt und es erfolgt eine Überprüfung des Fragebogens an Probanden der Sportinternate bzw. der Sportschulen  des Landes Sachsen-Anhalt.
Gleichzeitig soll folgende  Fragestellung beantwortet werden: Welche Rolle spielt die emotionale Kompetenz in unterschiedlichen Sportarten unter dem Aspekt eines Nachwuchsleistungstrainings?
In einem zweiten Schritt sollen Veränderungen in der Emotionalen Kompetenz durch sportliche Aktivitäten analysiert werden. Es werden verschiedene Sportprogramme entwickelt bzw. laufende Programme im Rahmen einer Evaluierung unter diesen Aspekt geprüft.

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Sport/Bewegung und Persönlichkeitsentwicklung bei Kindern (Teil II)
Duration: 01.10.2008 bis 30.09.2010

In der Literatur gibt es eine Vielzahl von Erkenntnissen zum Zusammenhang zwischen körperlicher Aktivität und kindlicher Entwicklung. Die vorliegende Studie verdeutlicht auf der Basis eines entwicklungs- und lerntheoretischen Zugangs, dass die Relationen zwischen Bewegung und Persönlichkeitsentwicklung wesentlich komplizierter sind, als oft angenommen wird. Die Untersuchung stellt eine Kombination von Querschnitt- und Längsschnittstudien mit explorativem Charakter dar. Sie begann im Jahre 2006 und wird nun im Teil II des Projektes fortgesetzt. Untersucht werden einmal jährlich alle 3-6 Jährigen Turnerinnen und Turner des SC Magdeburgs. Erfasst wird der Stand der grob- und feinmotorischen, der emotionalen sowie kognitiven Entwicklung.

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Sport / Bewegung und Persönlichkeitsentwicklung bei Kindern
Duration: 01.10.2005 bis 30.09.2008

In Zusammenarbeit mit der Abteilung Turnen des Sportclub Magdeburg wird im Rahmen einer Längsschnittstudie der Zusammenhang zwischen der motorischen Entwicklung und der kognitiven sowie emotionalen und sozialen Entwicklung untersucht. Die empirischen Erhebungen an ca. 180 Vorschulkindern (4-6 Jahre) finden jährlich im Zeitraum April - Mai statt. Auf Wunsch wird allen Eltern eine Rückmeldung zum Entwicklungsstand ihrer Kinder angeboten. Für die Übungsleiter der teilnehmenden Kinder wird im herbst jeden Jahres eine Weiterbildungsveranstaltung angeboten.Die wissenschaftliche Auswertung der Daten bildet die Grundlage für Examensarbeiten sowie Veröffentlichungen.

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Vorgeschichte und Etablierung der kommunalen Sportverwaltung in Magdeburg (Anfang des 19. Jahrhunderts bis 1933)
Duration: 14.06.2017 bis 31.03.2020

Die Massenausbreitung von Turnen und Sport korrespondiert mit der Blüte der deutschen Stadtgeschichte zwischen 1870 und 1920, als sich die Bürgergemeinde endgültig zur Einwohnergemeinde erweitert hatte. In dieser Zeit erreichte die kommunale Selbstverwaltung ihre höchste politische Potenz und es kam zur Entfaltung der heutigen städtischen Infrastruktur. Die Stadt entwickelte sich zu einem multifunktionalen Dienstleistungszentrum mit einer öffentlichen Verwaltungstätigkeit, die immer umfassender der Daseinsvorsorge ihrer Einwohner diente. Dabei rückten aus gesundheits- und ordnungspolitischen sowie staatspolitischen Gründen auch Turnen und Sport verstärkt in den Fokus städtischer Verwaltungstätigkeit.
Der moderne Sport "als urbane Verhaltensform" (Nielsen 2002) wurde in Magdeburg nach 1918 ein Bestandteil der städtischen Leistungsverwaltung, als im Herbst 1919 eine gemischte Kommission namens "Städtischer Ausschuss für Leibesübungen" für die kommunale Sportförderung konstituiert wurde. Mit der Erweiterung dieser Kommission zu einem eigenen Verwaltungsamt mit eigenem Etat, dem "Stadtamt für Leibesübungen", entstand bis 1923/25 eine moderne Sportverwaltung in der preußischen Elbmetropole.
Warum war in Magdeburg nach dem Ersten Weltkrieg eine umfassende Sportverwaltung entstanden? Welche Folgen zeitigte hierfür das vierjährige Kriegsgeschehen und die politischen Umwälzungen von 1918/19? Spielten dabei und generell beim Aufkommen des Sports als neue Angebotsform kommunalpolitische Einflüsse eine Rolle? Oder hing dieser Prozess mit der übergroßen Einflussnahme die lokalen und überlokalen Verbände und Interessenvertretungen der Leibesübungen zusammen? Mit welchen kulturellen Bedeutungszuschreibungen von Turnen und Sport war dieser organisationsgeschichtliche Prozess verbunden?
In den vorgelegten Forschungsergebnissen werden die Vorgeschichte und die Ursachen für die Entstehung einer kommunalen Leistungsverwaltung in den Bereichen von Turnen und Sport thematisiert und in den Kontext bereits gewonnener Erkenntnisse über die Geschichte von Stadt und Sport in Deutschland gestellt und bewertet, wobei auch sportpraktische und kulturelle Veränderungen thematisiert werden.

Literatur
Nielsen, S. (2002). Sport und Großstadt 1870 bis 1930. Komparative Studien zur Entstehung bürgerlicher Freizeitkultur. Frankfurt am Main [u. a.]: Lang.
Thomas, M. (2017). Deutsche Turn- und Sportvereine an der "Heimatfront" des Ersten Weltkriegs (1914-1918). In A. Burkhardt & T. Unger (Hrsg.), Der Erste Weltkrieg. Interdisziplinäre Annäherungen (S. 103-124). Hannover: Wehrhahn.

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Wettkämpfe, Bewegungsspiele und Leibesübungen vom Mittelalter bis in die Frühe Neuzeit (Ende 5. bis Ende 18. jahrhundert) als Handbuchkapitel, in: A. Güllich & M. Krüger (Hrsg.), Grundlagen von Sport und Sportwissenschaft (Handbuch Sport und Sportwissenschaft, Bd. 1). Berlin, Heidelberg: Springer.
Duration: 14.11.2017 bis 03.02.2020

In dem Handbuchkapitel (ca. 80 Ms.) werden Forschungsstand, Quellen und die Entwicklungslinien der Wettkämpfe, Leibesübungen und Bewegungsspiele seit dem Ende der Spätantike bis Ende des 18. Jahrhunderts Thematisiert und zusammenfassend dargestellt.
Das Kapitel befindet sich z. Z. in der redaktionellen Bearbeitung.
Abstract
Bis in das 6./7. Jahrhundert hinein hatte das antike Wettkampfwesen (spectacula) in säkularisierter Form seine Fortsetzung gefunden. Nach seinem Verschwinden entwickelte sich im Hochmittelalter eine neue "Sportkultur", die gekennzeichnet war durch ständische Trennung, regionalen Charakter, hohes Gewaltniveau und männliche Dominanz. Seit dem 14. Jahrhundert und im Übergang zur Renaissance entstanden erste nachantike Sportstätten. Seit dem 15. Jahrhundert begann sich das sportive Bewegungsverhalten bei den adligen und städtischen Eliten zu zivilisieren. Die kraft- und gewaltaffinen Bewegungsspiele und Wettkämpfe des Volkes wurden zwischen 1550 und 1700 unter dem Druck von Konfessionalisierung und moderner Staatsbildung zurückgedrängt. Die sog. ritterlichen Exerzitien konnten wegen ihrer ständischen Exklusivität keine Breitenwirkung entfalten. Im Verlaufe des 18. Jahrhunderts entstand zuerst in England ein standesübergreifender Sport der gebildeten und reichen Bürger und Adligen, der als Unterhaltungsangebot für alle Schichten der Bevölkerung populär war und Züge von Modernität besaß.

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Leibesübung, Spiel und Wettkampf in Magdeburg im Zeitalter der Reformation
Duration: 15.01.2013 bis 17.03.2017

Aus Anlass des Reformationsjubiläums 2017 wurde langfristig ein Buchprojekt in zwei Bänden zur Geschichte der Reformation in der Stadt Magdeburg vorbereitet. Band 1 ist im Jahre 2016 erschienen. Mit der Drucklegung des 2. Bandes im März 2017 wird dieses Projekt abgeschlossen. Im Zusammenhang dieses Geschichtsprojekt wurde zum ersten Mal der Stand und die Entwicklung der "Sportaktivitäten" der Stadtbevölkerung im ausgehenden 15. bis zur Stadtkatastrophe von 1631 erforscht. Insbesondere ging es darum, den Einfluss von Reformation und Konfessionalisierung auf diesen kulturellen Sektor zu rekonstruieren und zu interpretieren.

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Studien über den Mitbegründer der deutschen Turnbewegung Friedrich Friesen (1784-1814)
Duration: 12.01.2011 bis 01.07.2015

Aus Anlass des 200jahrigen Jubiläums der deutschen Turnbewegung im Jahre 2011 wird die Biografie des in Magdeburg geborenen Friedrich Friesen, der zu den Mitgründern des Turnens in Berlin zählte, erforscht und unter der Perspektive neuer sportgeschichtlicher Fragestellungen zu den Anfängen des Turnens in Deutschland bewertet. Dabei sollen auch die Anfänge der Erinnenrungskultur in der Elbestadt und die Geschichte der Errichting des Friesendenkmals von 1893 rekonstruiert und ihr politischer Aussagegehalt entschlüsselt werden. Neben der geschichtswissenschaftlichen Bewertung der Person Friedrich Friesen steht die Erstrezeption seiner historischen Bedeutung in seiner Geburtsstadt Magdeburg.

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Männer-Turn-Verein von 1848 und der Erste Weltkrieg
Duration: 01.09.2012 bis 30.03.2015

In der Studie wird en detail der Einfluss des Ersten Weltkrieges auf den größten Turnverein der Stadt Magdeburg untersucht. In welcher Art und Weise prägte das große Kriegsereignis das Vereinsleben dieser großen freiwilligen Vereinigung, die als typischer Turnverein nationalpolitische bzw. patriotische Zielstellungen mit Leibesübungen und Sport verbunden hatte? Wie hat sich die Dauerhaftigkeit des Krieges auf das Verhalten der Mitglieder des Turnvereins, insbesondere auf Übung, Training und Wettkampf ausgewirkt? Zu welchen Beeinträchtigungen führte der langhaltende große Krieg? Welchen Beitrag leistete der Verein für die "Heimatfront"? Wie viele männliche Turner  des Vereins wurden zu Kriegsteilnehmern? Wie viele wurden an der Front getötet? Wie wirkten sich die Kriegserlebnisse der eingezogenen Vereinsmitglieder nach der Rückkehr auf ihr Vereinsengagement aus?

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Der Neuanfang des Sports in Magdeburg nach dem Zweiten Weltkrieg (1945-1949)
Duration: 05.10.2009 bis 01.11.2012

Im Rahmen der Vorbereitung der Ausstellung des Kulturhistorischen Museums Magdeburg "Magdeburg und die Stunde Null. Zusammnbruch und Neubeginn nach dem Zweiten Weltkrieg" wird dieses Projekt die Neugründung der Sportbewegung in Magdeburg nach 1945 rekonstruieren und erklären. Ziel ist es, die besondere Entwicklung des Sports in der Sowjetischen Besatzungszone am Beispiel der Stadt Magdeburg nachzuzeichnen und die strukturellen Voraussetzungen für den DDR-Sport zu kennzeichnen. Die Forschungsergebisse werden 2011 im Ausstellungskatalog veröffentlicht.

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Stumpftrainingsgerät mit Feedbacksystem für Amputationspatienten der unteren Extremität; Entwicklung Feedbacksystem und Evaluation des Gesamtsystems
Duration: 01.12.2013 bis 31.05.2015

Es soll ein Stumpftrainingsgerät mit Feedbacksystem entwickelt werden, das hilft die verbleibende Oberschenkelmuskulatur von Amputationspatienten (untere Extremität) optimal zu trainieren. Dieses Gerät wird anschließend evaluiert und die Trainingserfolge mittels Ganganalyse und MRT-Aufnahmen kontrolliert.

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Erhebung von Lastkollektiven an XXL-Fahrrad-Bauteilen im Feld und Überführung dieser Lasten auf bestehende Prüfstände
Duration: 01.07.2012 bis 31.03.2013

Ziel des Projekts ist die Ermittlung von Kräften am Fahrrad mit einen Gesamtgewicht von 170kg für die Ableitung mehrstufiger Prüfprogramme, die sich an der DIN 14764 anlehnen. Duchrgeführt werden Testfahrten mit E-Bikes mit und ohne Unterstützung durch den Elektromotor. Das Gewicht der Probanden soll zwischen 110kg und 150kg liegen.

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Beratung zur Entwicklung und Prüfung von Sportschuhen und Sportausrüstungen
Duration: 01.01.2008 bis 31.12.2012

Mit einem Industriepartner wird im Rahmen der Entwicklung neuer oder verbesserter Sportschuhe kooperiert. Es sind auch Fragestellungen die Interaktion der Schuhe mit Sportbelägen einbezogen.

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Entwicklung einer Auslöse-Snowboardbindung
Duration: 01.11.2009 bis 31.12.2012

Epidemiologische Studien zeigen, dass im Snowboardsport (sowohl im Breiten- als auch Leistungssport) ein hohes Verletzungsrisiko im Bereich der unteren Extremitäten vorliegt. Weiterhin verdeutlichen aktuelle Marktstudien, dass derzeitige Snowboardbindungen keine Lösung für diese "ausrüstungsbedingten" Verletzungen anbieten.
Ziel des Projektes ist es daher, eine Snowboard-Auslösebindung zu entwickeln, die verletzungsrelevante Kräfte im Falle eines Sturzes reduziert. Es soll somit zur Sicherheit im Snowboardsport beigetragen werden. Neben der reinen konstruktiven Entwicklung sind insbesondere die Evaluation der Auslösefunktion im Labor (mechanische Test, Simulation) und die Evaluation der Bindung in der realen Snowboardumgebung wichtige Bestandteile des Projektes.

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Biomechanical Modelling for Sports Shoe and Performance Apparel Development and Engineering
Duration: 01.01.2009 bis 31.12.2011

Anwendung der 3-D Bewegungsanalyse und verschiedener Verfahren der Modellbildung und Simulation im Hinblick auf die biomechanische Untersuchung von Athleten und deren Ausrüstung. Unter dem Aspekt der Produktentwicklung werden neue Verfahren und Methoden entwickelt und bestehende genutzt.

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Test von Spielkonsolen mit Bewegungssensoren
Duration: 01.12.2010 bis 31.03.2011

Im Rahmen des Projekts werden Spielkonsolen verschiedener Hersteller getestet. Hierbei wird zum Beispiel überprüft, inwiefern durch die Spiele ein physiologisch wirksamer Trainingsreiz ausgelöst wird, inwiefern Lernfortschritten im Bereich Koordination und Technik im Längsschnitt zu beobachten sind und wie die Spiele und Spielkonsolen für Personen unterschiedlicher Altersgruppen und unterschiedlichen Leistungsniveaus geeignet sind.

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Leistungsdiagnostische Begleitung der Kaderathlethen am Olympiastützpunkt Magdeburg
Duration: 01.01.2009 bis 31.12.2009

Es werden leistungsdiagnostische Maßnahmen mit den Athleten am Olympiastützpunkt Magdeburg im konditionellen Bereich sowie im Bereich Technik (Bewegungsanalysen) durchgeführt.Involviert sind vor allem die Sportarten Schwimmen, Leichtathletik, Rudern Kanu sowie Handball.

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Präventions- und leistungssteigerndes Bindungssystem für den Brettsport
Duration: 16.04.2007 bis 30.09.2009

Die detaillierten Ziele des Forschungsprojekts liegen in der Entwicklung einer neuen Snowboardbindung und eines neuen Snowboardstiefels, was zu einer deutlichen Leistungssteigerung führen soll. Diese wird erzielt durch eine verbesserte Fahrperformance im Sinne von optimierter Kraftübertragung auf die Kanten und eine feinere Abstimmung der Einheit Board-Bindung-Boot. Gleichzeitig wird ein großes Augenmerk auf die Prävention gelegt. Gerade bei hohenTrainingsumfängen und langen Fahrten muss der Fahrer sowohl im Boardercross- als auch im Freestyle-Bereich sehr viele kleine Schläge einstecken, die das Fußgelenk und den Bänder-/Muskelapparat enorm belasten. Umso stärker gilt dies bei nicht perfekt gestandenen Landungen, wo es häufig zum snowboarder`s ankle-syndrom (Fraktur des Sprunggelenkfortsatzes) kommt. Um die Unterschiede der neuen Bindung zu herkömmlichen Bindungen ermitteln und einordnen zu können, bedarf es eingehender biomechanischer Untersuchungen: Mittels eines Inertialmesssystems sollen relevante kinemetrische Parameter bestimmt werden und die Aktivität bewegungsrelevanter Muskulatur soll mittels Oberflächenelektromyographie erfasst werden.

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Beschlagsreduzierung optischer Ausrüstungsgegenstände im Rodeln
Duration: 01.12.2006 bis 01.03.2007

Ziel dieses Projektes ist es, die Beschlagsbildung an Visieren von Rodelhelmen zu verhindern bzw. zu reduzieren, indem das Wirken verschiedener Antibeschlagsmittel unter Feldbedingungen mit Kaderathleten erprobt wird. Dabei ist das Beschlagen an den Visieren unter zwei Problemstellungen zu betrachten: a) Beschlagen an der Innenseite und b) Beschlagen an der Außenseite.

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Optimierung und Fertigung eines Bogenmittelteils aus einer Magnesiumlegierung
Duration: 01.01.2005 bis 31.12.2006

Einleitung: Empirische Untersuchungen deuten darauf hin, dass geringeres Gewicht eines olympischen Recurve-Bogens zu einer höheren Trefferquote führt. Dies ist plausibel, da Schützen, die das Finale bei olympischen Spielen oder Weltmeisterschaften erreichen, mehr als 200 Pfeile an einem Tag schießen. Das Ziel des ist deshalb die Entwicklung eines Bogenmittelteils mit reduzierter Masse bei ungefähr gleicher Steifigkeit wie die bisher verwendeten Mittelteile. Methoden:Erstellung eines parametrischen CAD-Modells eines Bogenmittelteils, Optimierung der Parameter hinsichtlich des Ziels geringe Masse bei hoher Steifigkeit mittels Evolutionärer Algorithmen, spanende Fertigung eines optimierten Mittelteils aus einer Magnesiumlegierung

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Entwicklung neuartiger Einsatzmöglichkeiten von Messeinrichtungen im alpinen Skilauf
Duration: 01.10.2004 bis 30.09.2006

Die Zielsetzung des Projektes ist die Erforschung und Entwicklung einer Messeinrichtung für die Bestimmung sportspezifischer Parameter im (alpinen) Skilauf für Leistungssport, Sportwissenschaft und Breitensport.

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Beschlagsreduzierung optischer Ausrüstungsgegenstände durch nanotechnologische Verfahren - Haftverhinderung von Eis
Duration: 15.09.2005 bis 31.01.2006

In den Wintersportarten wie Bob, Rennrodeln und Skeleton tritt das Problem auf, dass der Sichtschutz der Helme häufig beschlägt und bei den niedrigen Außentemperaturen vereist. Dies führt zu erheblichen Sichteinschränkungen. Als Ursache für das Beschlagen wird die körperliche Beanspruchung in der Startphase und die daraus resultierende Exspiration gesehen. Die relativ geringen Umgebungstemperaturen führen zu einem Niederschlag der Feuchtigkeit aus der Atemluft, da in der Startphase kaum Fahrtwind auftritt. Betroffen sind hiervon insbesondere strömungsgünstige Helme mit Visieren. Deshalb werden von manchen Sportlern statt Visieren Skibrillen verwendet, was zu einem höheren Strömungswiderstand am Kopf während der Fahrt führt und somit bei Sportarten, bei denen es auf Tausendstel Sekunden ankommt, einen Nachteil darstellt. Ziel des Projektteiles Beschichtungen für optische Ausrüstungsgegenstände ist es deshalb, das Beschlagen und Vereisen von Visieren mit Hilfe von geeigneten Beschichtungen weitestgehend zu verhindern, so dass die strömungsgünstigen Helme im Wettkampf verwendet werden können.Durch die Reibung zwischen Kufen und Eis entsteht ein Abrieb in Form von zerstörtem Eis. Dieses bleibt teilweise an den Kufen haften und führt damit zu einer Erhöhung des Reibungswiderstandes. Betroffen ist hierbei besonders das Bobfahren.Ziel des Projektteiles Haftverminderung bzw. verhinderung von zerstörtem Eis an Kufen durch Beschichtungen ist es, mit Hilfe von geeigneten Beschichtungen das Anhanften von zerstörtem Eis an Kufen weitestgehend zu verhindern

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Komplexe biomechanische Leistungsdiagnostik zur Trainingssteuerung im Bogenschießen
Duration: 01.03.2005 bis 31.12.2005

Im Rahmen des Projektes werden bestimmt: 1. Die Bewegungstrajektorie des Zielpunktes im Bogenschießen bis zur Schussauslösung durch den Schützen: Am Bogen werden ein Infrarot-Sender und -Empfänger (Noptel®, Finnland) angebracht. Damit kann während des Zielens und beim Lösen des Schusses die Bewegung des Zielpunktes auf der Zielscheibe für den Schützen nicht sichtbar erfasst werden. Über einen Laser, der zusätzlich am Infrarot-Sender befestigt ist, gelingt die schnelle Justierung des Systems.2. Bestimmung der Konstanz der Auszugslänge: Mit Hilfe eines speziellen rückwirkungsfreien Messsystems wird der zeitliche Verlauf der Auszugslänge in den letzten 2 sec. unmittelbar vor der Schussauslösung gemessen und aufgezeichnet. Bei entsprechenden Fehlerbildern wird dem Schützen eine Rückmeldung gegeben. Weiterhin kann die intraindividuelle Konstanz des zeitlichen Verlaufs der Auszugslänge im Längsschnitt untersucht werden.

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Verbesserung von Oberflächen- bzw. Grenzflächeneigenschaften an Sportgeräten durch nanotechnologische Entwicklungen
Duration: 01.11.2003 bis 30.04.2005

Das Institut für Sportwissenschaft der Otto-von-Guericke Universität Magdeburg erstellt im Auftrag des Bundesinstituts für Sportwissenschaft eine Expertise über die verschiedenen Bereiche und Felder der Nanotechnologie zur Verbesserung von Oberflächen- bzw. Grenzflächeneigenschaften an Sportgeräten, in welchen eine Umsetzung für den Spitzensport möglich ist. Konkret soll die Expertise Möglichkeiten zur Verbesserung der Ober- bzw. Grenzflächeneigenschaften zwischen Festkörper und Luft (Aerodynamik), Festkörper und Wasser (Hydrodynamik) und der Tribologie in Bezug auf Anwendungen in Spitzensport anbieten. Ein Schwerpunkt der Expertise soll die Zusammenstellung von Oberflächen- und Grenzflächenanforderungen an Sportgeräte und Sportausrüstung vor allem in den olympischen Sportarten unter Beachtung des Regelwerkes mit einer zugehörigen Marktanalyse und Schutzrechtrecherchen beinhalten. Weiterhin sind Machbarkeitsstudien im Hinblick auf die Erzeugung nanotechnologischer Schichten auf den Grenzflächen der entsprechenden Sportgeräte und Ausrüstungen vorgesehen: Hier dürften besonders Beschichtungsverfahren im Niedertemperaturbereich (35°C bis 150°C) von Interesse sein: So ermöglichen diese Verfahren die Beschichtung von Polymeren und Faserverbundwerkstoffen sowie die Beschichtung von mittels Rapid-Prototyping-Verfahren hergestellter Modelle.

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Optimierung eines Bogenmittelteils
Duration: 01.04.2003 bis 31.12.2004

Einleitung: Empirische Untersuchungen deuten darauf hin, dass geringeres Gewicht eines olympischen Recurve-Bogens zu einer höheren Trefferquote führt. Dies ist plausibel, da Schützen, die das Finale bei olympischen Spielen oder Weltmeisterschaften erreichen, mehr als 200 Pfeile an einem Tag schießen. Das Ziel des Projekts war deshalb die Entwicklung eines Bogenmittelteils mit reduzierter Masse bei ungefähr gleicher Steifigkeit wie die bisher verwendeten Mittelteile. Methoden:Erstellung eines parametrischen CAD-Modells eines Bogenmittelteils, Optimierung der Parameter hinsichtlich des Ziels geringe Masse bei hoher Steifigkeit mittels Evolutionärer Algorithmen, spanende Fertigung eines optimierten Mittelteils aus einer vorgeschmiedeten Aluminiumlegierung.Ergebnisse: Das optimierte Bogenmittelteil ist mit 871g Masse bei vergleichbarter Steifigkeit fast 250g leichter als vergleichbare Mittelteile.Momentan wird das optimierte Mittelteil von der Deutschen Nationalmannschaft der Bogenschützen getestet.

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Sportliche Leistungsfähigkeit und zeitabhängige Frequenzanalysen von Oberflächen-Elektromyogrammen.
Duration: 01.03.2002 bis 31.12.2003

Qualitative und quantitative Analysen der sportlichen Leistungsfähigkeit zählen in der Sportwissenschaft zu den wichtigsten und auch komplexesten Aufgaben. Ein verbreitetes Verfahren zur Untersuchung inter- und intramuskulärer Koordination ist die Oberflächenelektromyografie, bei der mittels Quantifizierung des gemessenen elektrophysiologischen Signals Aussagen über neuromuskuläre Ansteuerungs-prozesse im Zusammenhang mit sportlicher Leistungsfähigkeit abgeschätzt werden. Herkömmliche Verfahren zur Frequenzanalyse oberflächenelektromyografischer Signale sind aus methodischer Sicht nur eingeschränkt auf sportwissenschaftliche Fragestellungen anwendbar, da biologische Signale die Voraussetzung der Stationarität nicht erfüllen.Die zeitvariante Spektralanalyse stellt ein dynamisches Verfahren für die Auswertung nichtstationärer biologischer Signale dar. Entsprechend der Zielsetzung des Projektes, das Verfahren der Zeitvarianten Spektralanalyse auf verschiedene Problemstellungen zu Wirkungen des Trainingsprozesses im Techniktraining und im Krafttraining sowie zu Fragen der Ermüdung anzuwenden, wurden folgende drei Untersuchungskomplexe bearbeitet:Komplex 1: Einfluss des Trainingsprozesses im Techniktraining von Willkürbewegungen auf das zeitliche Frequenzverhalten der EMG-Signale bewegungsrelevanter Muskeln am Beispiel des Bogenschießens,Komplex 2: Auswirkungen von Training auf das zeitliche EMG-Spektrum relevanter Muskeln bei maximaler isometrischer Belastung,Komplex 3: Einfluss der Ermüdung bei isokinetischer schwimmspezifischer Belastung auf das zeitliche EMG-Spektrum ausgewählter Muskeln.

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Modellierung und Prognose von Adaptation im Schwimmen mit Neuronalen Netzen
Duration: 01.01.2002 bis 31.12.2002

Mit Hilfe Neuronaler Netze können Prognosen von Wettkampfleistung von Schwimmern im Hochleistungsbereich erstellt werden.

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Production of sensor-based shot put balls for technique training
Duration: 01.07.2023 bis 31.12.2023

Im Rahmen dieses Transferprojekts sollen Kugelstoßkugeln mit Wettkampfabmessungen entwickelt werden,die den Sensor aufnehmen. Dabei soll das bauliche Defizit des ersten Prototyps vermieden werden. Dieser hatte ein bewegliches Innenteil, welches ein minimales mechanisches Spiel aufweist. Dadurch verkantetesich der Sensor, wodurch dieser beim Lösen bzw. auch beim Aufprall zerstört wurde. Außerdem wirdvermutet, dass dies möglicherweise die Ursache für die Ungenauigkeiten bei der Evaluation verantwortlich war.
Die dazugehörige Software muss abhängig von den Ergebnissen der Messungen Anpassungen erfahren.
Außerdem soll die App einen Namen und ein Logo bekommen, um sie im iOS-App-Store zur Verfügung
stellen zu können.
Die übergeordneten Ziele sind:
- verbesserte Kugelherstellung
- Produktion von mindestens 8 Kugeln
- Beschaffung / Produktion von 8 Sensoren inklusive Gehäuse
- Validierung der Messergebnisse
- etwaige Anpassung der Applikation
- Upload in den Appstore

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Biomechanische Analyse der Beschleunigungsphasen der Hammerwurfbewegung unter Berücksichtigung der Spezifika Geschlecht und Wurfgewicht
Duration: 01.01.2020 bis 30.06.2022

Das vorliegende Projekt greift eine grundlegende Fragestellung aus der Trainingspraxis des Hammerwurfes
auf, die wissenschaftlich zu bearbeiten ist. Ermittelt werden soll die Beschleunigung des Systems Athlet-
Hammer im zeitlichen Verlauf der Wurfbewegung unter Berücksichtigung der Aspekte Geschlecht und
Wurfgewicht. Aufgrund des Ziels der Geschwindigkeitsmaximierung im Hammerwurf ist die Problemfrage
elementar im Kontext der Leistungsdiagnostik der Wurfdisziplin. Bisher konnten keine Studien mit dem
Einsatz sensorbasierter Technologien Aufschluss über die vorliegende Fragestellung geben.
Durch Transferstrategien in Praxis und Wissenschaft soll die Nachhaltigkeit des Projektes gewährleistet
werden

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Mobility with dementia
Duration: 01.07.2020 bis 30.06.2022

Im Zuge des demografischen Wandels hat die Vorbeugung von altersbedingten Krankheiten und der allgemeine Leistungsabfall in der älter werdenden Bevölkerung eine steigende gesellschaftliche Relevanz. Deshalb nehmen Musik- und Bewegungsinterventionen einen wichtigen Stellenwert in der Prävention von Abbauprozesse mit zunehmendem Alter, aber auch in der Therapie degenerativer Erkrankungen, wie die Alzheimerdemenz, und der Sturzprophylaxe ein. Aufgrund dieser Tatsache wurden von der Projektleitung und KollegInnen verschiedene musikbasierte Bewegungsprogramme entwickelt und diese auf Ihre Umsetzbarkeit und Effektivität bei einer geringen Anzahl von DemenzpatientInnen getestet.
Im Rahmen des Vorhabens "Mobilität mit Demenz" soll ein Konzept erarbeitet und evaluiert werden, welches insbesondere das Handlungsfeld "körperliche Aktivität" für kognitiv eingeschränkte Pflegepersonen betrifft. Nachdem bereits kleinere von der Projektleitung und KollegInnen durchgeführte Projekte zeigten, dass spezielle musikbasierte Bewegungsprogramme körperliche und kognitive Fähigkeiten von älteren Menschen, insbesondere auch mit Demenz, positiv beeinflussen, sind für deren nachhaltige und langfristige Umsetzung weitere Impulse notwendig.

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Support for the technical training of German para-athletes in shot put
Duration: 01.08.2021 bis 30.04.2022

Das Ziel des Projektes ist die nachhaltige wissenschaftlich-technologische Betreuung deutscher TrainerInnen und AthletInnen des DBS in der Disziplin Kugelstoß. Mittels eines in der Kugel integrierten Sensors, soll ein Echtzeitfeedbacksystem mit synchroner Videodarstellung das Techniktraining unterstützen. Weiterhin werden die AthletInnen und TrainerInnen so geschult, dass sie die Messungen im täglichen Training selbstständig durchführen können. Das Training wird so gut wie nicht beeinträchtigt und es kann eine entsprechende Datenbank aufgebaut werden.

Durch die unmittelbare Überprüfung im Training können Leistungsparameter direkt zurückgemeldet und in den Trainingsprozess transferiert werden. Es ist weiterhin zu erwarten, dass durch die Messungen des Beschleunigungs-Zeit-Verlaufes der Kugel mit synchroner Videodarstellung es möglich ist, weitere wissenschaftlich fundierte Erkenntnisse über das Kugelstoßen zu erlangen.

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VR technology is being developed continuously and there are ever more applications in sports science, training and therapy. However, no studies were found concerning visual perception of own body, age, habituation effects, and transfer of training in VR to real world., The main aim of this research project is to get basic knowledge about self-perception of the own body, gaze behaviour, habituation effect, and influence of age to motor learning and sports training in VR. With these facts it should be possible to develop a theoretical approach of motor learning and sports training in VR. The objectives are as follows:, 1. Influence of age to orientation skills, habituation to VR conditions and motor learning in virtual reality, 2. Influence of visual perception of own body to orientation skills and process of motor learning, 3. Characterisation of gaze behaviour in VR comparing to reality, 4. Comparison between training in VR and training in reality taking account transfer effects, 5. Derivation conclusions to scientifically sound training in VR., We assume from our research findings new knowledge about theory formation in processes of motor learning and sports training in virtual reality by using expanded embodiment approach.
Duration: 01.10.2018 bis 31.12.2021

Obwohl VR vielfach für sportwissenschaftliche Untersuchungen und auch zu Trainingszwecken verwendet wird, ist bisher unklar, ob und wenn welche Transferleistungen von einem sportlichen Training in VR in die reale Welt bestehen.
Die Ursache hierfür liegt in nicht ausreichenden oder nicht bestehenden Studien zum sportlichen Training in VR unter Berücksichtigung der visuellen Wahrnehmung des eigenen Körpers, des Alters und von Gewöhnungseffekten. Weiterhin fehlen Untersuchungen zum Transfer der Leistung von VR in die Realität.
Das allgemeine Ziel des Forschungsvorhabens ist es, grundlegende Erkenntnisse zur Selbstwahrnehmung des eigenen Körpers, zum Blickverhalten, zur Gewöhnung und zum Einfluss des Alters auf das motorische Lernen und den Trainingsprozess in VR zu erlangen, die es ermöglichen, ein theoretisch fundiertes Training von sportlichen Bewegungen in VR zu konzipieren. Hierfür werden folgende Zielstellungen bearbeitet:
1. Einfluss des Alters auf die Orientierungsfähigkeit, die Gewöhnung an die VR-Bedingung und den motorischen Lernprozess in VR,
2. Einfluss der visuellen Wahrnehmung des eigenen Körpers auf die Orientierungsfähigkeit und den motorischen Lernprozess,
3. Charakteristik des Blickverhaltens in VR im Vergleich zu Realität,
4. Vergleich eines Trainings in VR zu einem Training in der Realität mit Untersuchung von Transfereffekten,
5. Ableitung von Schlussfolgerungen für ein wissenschaftlich-fundiertes Training in VR
Aus dem Forschungsvorhaben werden Erkenntnisse zur Theoriebildung des motorischen Lernprozesses und des Trainingsprozesses in der virtuellen Realität unter Verwendung eines erweiterten Embodiment-Ansatzes erwartet.

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SMART SPORT & Application No. 590457-EPP-1-2017-1-BG-SPO-SCP
Duration: 01.01.2018 bis 31.12.2019

Developing online educational courses for athletes and coaches;

In order to acquaint athletes and coaches with the new technologies the project foresees developing of online courses. All the coaches and athletes should be able to attend the courses independently from space and time. A team of professors and scientists will develop the courses content. Then participating institutions will organize target groups in each participating country to attend the online courses.

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Multifunktionales Diagnostikgerät für Amputationspatienten der unteren Extremitäten
Duration: 15.05.2017 bis 31.10.2019

Damit Amputationspatienten mit der richtigen Prothesentechnik und der optimalen Therapie versorgt werden, erfolgt eine bisweilen subjektive Einstufung in bestimmte Mobilitätsklassen vom Arzt in Zusammenarbeit mit dem Orthopädietechniker. Durch das zu entwickelnde multifunktionale Diagnostikgerät für Amputationspatienten der unteren Extremitäten kann die Einstufung von Patienten erstmalig durch objektive sensorbasierte Informationen belegt werden. Somit dient dieses Gerät zur Optimierung der vorhandenen Versorgung des Patienten und der eventuellen Empfehlung einer Neuversorgung. In weiterer Konsequenz wird die Lebensqualität der Patienten erhöht und Kosten für das Gesundheitswesen reduziert, indem die bewegungstechnischen Einschränkungen des Patienten verringert werden sowie weniger Sekundärerkrankungen und Arbeitsausfälle auftreten.

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Plantare Druckverteilung in unterschiedlichen Arten von Wanderschuhen
Duration: 15.03.2019 bis 31.10.2019

Untersuchung der plantaren Druckverteilung von Wanderschuhen mit unterschiedlicher Gestaltung der Außensohle bei verschiedenen Bedingungen:
a) auf dem Laufband (mit Anstieg, Abstieg und auf der Ebene) und
b) unter realen Bedingungen
Das Projekt wir mit Hilfe von Druckmessohlen bei individuell komfortablen Gehschwindigkeiten durchgeführt.

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Multifunktionales Diagnostikgerät für Amputationspatienten der unteren Extremitäten
Duration: 15.05.2017 bis 28.02.2019

Damit Amputationspatienten mit der richtigen Prothesentechnik und der optimalen Therapie versorgt werden, erfolgt eine bisweilen subjektive Einstufung in bestimmte Mobilitätsklassen vom Arzt in Zusammenarbeit mit dem Orthopädietechniker. Durch das zu entwickelnde multifunktionale Diagnostikgerät für Amputations­patienten der unteren Extremitäten kann die Einstufung von Patienten erstmalig durch objektive sensorbasierte Informationen belegt werden. Somit dient dieses Gerät zur Optimierung der vorhandenen Versorgung des Patienten und der eventuellen Empfehlung einer Neuversorgung. In weiterer Konsequenz wird die Lebensqualität der Patienten erhöht und Kosten für das Gesundheitswesen reduziert, indem die bewegungstechnischen Einschränkungen des Patienten verringert werden sowie weniger Sekundärerkrankungen und Arbeitsausfälle auftreten.

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Entwicklung eines autonom interagierenden Gegners in einer Virtual Reality-Umgebung zur Untersuchung der Antizipationsfähigkeit in den Kampfsportarten
Duration: 01.04.2014 bis 31.03.2016

Das Ziel des Forschungsvorhabens ist es, ein interaktives virtuelles Menschmodell zu entwickeln, das für wissenschaftliche Untersuchungen im Bereich der Antizipationsforschung beispielhaft in der Sportart Karate-Kumite genutzt werden kann. Zu diesem Zweck werden die Basisbewegungen (Angriffe) des Avatars zunächst aus einer Datenbank vorgegeben. Dabei muss der Avatar seine Bewegung automatisch an eine vorliegende Kampfsituation und an den realen Gegner (Athlet) und damit verbundene räumliche Bedingungen anpassen können. Hierzu gehört auch die Fähigkeit, autonom Entscheidungen über die Auswahl von Folgebewegungen zu treffen und somit situationsabhängig zu reagieren.

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Erprobung von Outdoor-Bewegungsgeräten bei Demenzpatienten
Duration: 20.04.2015 bis 31.10.2015

  • Erprobung von Outdoor-Bewegungsgeräten bei Demenzpatienten im Vitanas Demenz Centrum Am Schleinufer Magdeburg
  • Untersuchung des Einflusses des Trainings mit den Geräten auf die Lebensqualität der Bewohner

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Bewegung einmal anders - Sturzprophylaxe und Verbesserung von Lern- und Gedächtnisleistungen im Alter durch ostasiatische Kampfkunst
Duration: 01.08.2011 bis 31.12.2014

Zielstellung. Es wird untersucht, welchen Einfluss ein mehrmonatiges Training im Bereich der asiatischen Kampfkunst auf Verbesserungen der motorischen und kognitiven Fähigkeiten hat, um das Risiko des Stürzens zu verringern und Lern- sowie Gedächtnisleistungen zu verbessern.

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Trainingsbegleitende Leistungsdiagnostik des Reiters im Dressur- und Springreiten
Duration: 01.08.2014 bis 31.12.2014

Ziel des Vorhabens ist es, bei insgesamt sechs Kaderathleten in den Disziplinen Dressurreiten und Springreiten trainingsbegleitend die Muskelaktivitäten am Rumpf und Oberschenkel zu untersuchen. Dabei sollen muskuläre Dysbalancen bzw. Defizite bestimmt werden. Zusätzlich sollen durch Beschleunigungsmessungen Rückschlüsse zur Belastung auf den Reiter gezogen werden.

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Beratung zur Entwicklung und Prüfung von Sportschuhen und Sportausrüstungen
Duration: 01.01.2012 bis 31.12.2012

Mit einem Industriepartner wird im Rahmen der Entwicklung neuer oder verbesserter Sportschuhe kooperiert. Es sind auch Fragestellungen die Interaktion der Schuhe mit Sportbelägen einbezogen.
Gemeinsam werden unterschiedkliche Projekte bearbeitet, eine Promotion und Abschlussarbeiten betreut.

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Untersuchung von Antizipationsfähigkeit im Kampfsport unter Nutzung von VR dargestellt an der Sportart Karate-Kumite
Duration: 01.01.2012 bis 31.12.2012

Der Einsatz von Virtual-Reality-Technologien im Sport bietet sowohl die Möglichkeit den Sportler unter möglichst realitätsnahen Bedingungen zu untersuchen als auch den Vorteil der Variation von Experimentalbedingungen (bspw. räumliche und zeitliche Okklusionsaufgaben) bei gleichzeitiger  quantitativer Bestimmung der Reaktion des Athleten. Die Virtuelle Realität hat mittlerweile weiten Einzug in viele wissenschaftliche Bereiche erhalten. Hier wird der Vorteil, den Menschen mental und physisch in eine alternative Realität zu versetzen, genutzt. In der Sportwissenschaft wurden virtuelle Räume bislang wenig angewandt, obwohl sie potentiell viel- versprechende neue Möglichkeiten bieten. So kann festgestellt werden, dass die Möglichkeiten der VR-unterstützten Bewegungsanimation bisher kaum für das Testen der Antizipationsfähigkeit in den Kampfsportarten genutzt wurde, da VR-Technologien bisher mehr zu Simulationszwecken im Training eingesetzt wurden (vgl. Chuanjin, 2011). Im Allgemeinen ist über die Identifikation von Schlüsselreizen im Kampfsport als auch in den Spielsportarten nicht hinreichend viel bekannt. Es gibt wenige Untersuchungen, wie von Hermann, Scholz, Vieten & Kohloeffel (2008), die die Faktoren, die eine entscheidende Rolle für den Erfolg im Taekwondo-Wettkampf spielen, ermitteln. Die aktuell abgeschlossene Machbarkeitsstudie (IIA1-071504/10) Erstellung einer Machbarkeitsstudie zur Nutzung von VR- Technologie im Spitzensport (Analyse und Trainingsmöglichkeiten) , die einenMessplatz zur Analyse der Antizipationsfähigkeit von Sportlern in der Kampfsportart Karate entwickelt und erprobt hat, soll als Basis für ein weiteres Forschungsvorhaben genutzt werden. Wie die Studie zeigte, empfanden und reagierten die Probanden auf eine dreidimensionale Cave-Projektion realistischer als auf eine reine PC- oder Videoleinwandprojektion. Das Hauptziel des Forschungsvorhabens liegt einerseits in der Optimierung und Vervollkommnung des VR-Messplatzes und andererseits in seiner Anwendung zur Untersuchung der Antizipationsfähigkeit im Kampfsport, speziell im Karate und Taekwondo. Mit Hilfe dieses VR-Messplatzes werden für beide Kampfsportarten Untersuchungen zur Identifizierung von Schlüsselreizen unter zeitlichen und räumlichen Okklusionsbedingungen durchgeführt. Weiterhin sollen virtuelle Szenarien in ausgewählten Spielsportarten / Rückschlagspielen erstellt und beispielhaft erprobt werden.  

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Auswirkungen unterschiedlicher Federhärten beim Trampolin auf das Sprungverhalten von Kindern
Duration: 01.06.2012 bis 30.09.2012

Das Ziel des Projektes bestand darin, Gartentrampoline für Kinder zu evaluieren. Hierzu wurden sowohl biomechanische Untersuchungen und Modellierungen als auch Befragungen durchgeführt. Dem Hersteller konnte daraus Rückschlüsse für die Optimierung seiner Geräte ziehen.

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Bewegung einmal anders - Sturzprophylaxe und Erhalt bzw. Verbesserung von Lern- und Gedächtnisleistungen im Alter durch ostasiatische Kampfkunst
Duration: 01.08.2011 bis 30.08.2012

Es ist bekannt, dass sich ab dem 60. Lebensjahr sich das Sturzrisiko erhöht. Ursachen liegen in der abnehmenden Muskelmasse und zusätzlichen Risiken durch Osteoporose, Sehbehinderungen, Parkinson, Demenz, Depressionen. Daraus können Hüftfrakturen als auch Oberschenkelhalsbrüche resultieren. Weiterhin stellen sich im Alter zunehmende Leistungseinbußen bei Gedächtnisleistungen (insbesondere Kurzzeitgedächtnis). Es konnte gezeigt werden, dass durch Sport (insbesondere Ausdauer) diese Defizite verringert werden können.  Es wird unsererseits angenommen, dass insbesondere durch das Erlernen neuer Bewegungstechniken ebenfalls Verbesserungen in der Motorik als auch in den Gedächtnisleistungen verzeichnet werden können.  Dass Kampfsport, insbesondere Karate, auch von älteren Menschen betrieben wird, zeigen viele Länder Ostasiens. Aber auch in Sachsen-Anhalt wird vom Deutschen Karateverband (DKV) aktuell ein Jukuren-Projekt gefördert. Tai Chi & Qi Gong wird bspw. auch mit Demenz-Patienten praktiziert (http://www.djusu.de/judjusu-jitsu-karate-2011/index.html (Zugriff am 21.06.2011) Diesbezügliche Untersuchungen an Parkinson- und Alzheimer-Patienten von Klein (2008) belegen eine erhöhte Lebensfreude der Patienten. Dass auch die Kampfsportart Karate sich positiv auf Kognition auswirkt und das Sturzrisiko verringert, konnte von Wagner (2009) auf der Grundlage einer Studie mit älteren Erwachsenen ab 50 Jahren gezeigt werden.  Kral (2009) zeigt, dass sich durch Karatetraining auch das subjektiv empfundene Wohlfühlen verbessert. Inhalt der vorliegenden Studie ist es, durch das Neuerlernen und Üben von Bewegungstechniken aus der ostasiatischen Kampfsportbereich einerseits das statische und dynamische Gleichgewicht und andererseits Gedächtnisleistungen zu verbessern. Es ist demzufolge zu überprüfen, inwiefern es möglich ist, durch ein gezieltes und altersgerechtes Erlernen vom Kampfsportelementen (insbesondere aus dem Bereich Karate) einen Beitrag zur Sturzprophylaxe zu leisten und lern- und Gedächtnisleistungen zu verbessern. Als Vergleichsgruppen dienen eine Gruppe ohne Training (Kontrollgruppe) und eine Gruppe mit "normalem" Altersfitness-Training. Untersuchungen im Rahmen von Prä- und Posttests stellen motorische Tests, Ganguntersuchungen mit Dual-Tasks, Reaktionstests und lern- und Gedächtnistests dar.

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Entwicklung eines multimodalen Biofeedbacksystems zum Einsatz in Prävention, therapie, Ausbildung und Leistungssport
Duration: 01.06.2010 bis 31.05.2012

Ziel des Projektes ist es ein Gerät zu entwickel, das die Kräfte und deren Verteilung am Sattel sowie am Steigbügel und Knie des Reiters misst und diese für den Reiter als auch den Trainer in Echtzeit visualisiert.

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Biomechanical Modelling for Sports Shoe and Performance Apparel Development and Engineering
Duration: 01.01.2009 bis 31.12.2011

Anwendung der 3-D Bewegungsanalyse und verschiedener Verfahren der Modellbildung und Simulation im Hinblick auf die biomechanische Untersuchung von Athleten und deren Ausrüstung. Unter dem Aspekt der Produktentwicklung werden neue Verfahren und Methoden entwickelt und bestehende genutzt.

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Beratung zu Technologien und Messverfahren bzgl. der Entwicklung von Sportschuhen
Duration: 01.01.2008 bis 31.12.2010

Das Projekt beinhaltet folgende Aspekte: Beratung und gemeinsame Bearbeitung zu folgenden Schwerpunkten:

  • Optimierung und Entwicklung von Sportschuhen
  • biomechanische Bewegungsanalysen (Gang und Lauf)
  • Datenaufbereitung und Datenauswertung.
  • Evaluierung von Testgeräten

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Biomechanische Leistungsdiagnostik von leichtathletischen Wurf- und Stoßdisziplinen unter einsatz eines Inertialmesssystems zum Trainingsmonitoring
Duration: 01.01.2009 bis 31.12.2010

Das Ziel des Projektes bestand zunächst in einer Evaluierung eines Ganzkörper­inertial­messsystems (GIM) in Bezug auf die Aspekte Genauigkeit und Erfassung leistungsrelevanter Bewegungsparameter in den leichtathletischen Disziplinen Kugelstoß, Diskus- und Hammerwurf. Ein zweiter Aspekt bezog sich auf die praktische Eignung des GIM zur Technikdiagnostik im Hochleistungssport.
Im zweiten Antragsjahr werden aus den empirischen Daten Modelle erstellt, mit denen es möglich ist, Drehimpulse des gesamten Körpers zu berechnen und so die Möglichkeit einer Technikoptimierung zu schaffen.

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Erstellung einer Machbarkeitsstudie zur Nutzung von VR-Technologie im Spitzensport (Analyse und Trainingsmöglichkeiten)
Duration: 01.10.2010 bis 31.12.2010

Technologische Orientierung:

  • Darstellung des Forschungsstandes bezüglich technischer Gegebenheiten
  • Darstellung der technologischen Lösungen, insbesondere im Hinblick auf das Echtzeitproblem
  • Evaluierung des Verhaltens des Gesamtsystems mit Berechnung der Latenzen von Trackingsystem und Ausgabegerät
Wahrnehmungs- und antizipationstheoretische Orientierung:  
  • Darstellung des Forschungsstandes im Bereich der Wahrnehmungs- und Antizipationsforschung
  • Ausarbeitung der notwendigen Erprobung und vergleichender Untersuchungen
Außerdem: ·         Fragen und Probleme bei der Nutzung von VR-Technologie

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Biomechanische Leistungsdiagnostik von leicht-athletischen Wurf- und Stoßdisziplinen unter Ein-satz eines Inertialmesssystems zum Trainingsmonitoring
Duration: 01.01.2009 bis 31.12.2009

Das Ziel dieses Forschungsvorhabens ist es, unter Einsatz eines komplexen Messinstrumentariums auf der Basis eines Ganzkörperinertialmesssystems (Moven, Fa. Xsens) eine komplexe Technikdiagnostik in drei Wurf- und Stoßdisziplinen der Leichtathletik (Diskuswurf, Kugelstoßen und Hammerwurf) zu ermöglichen. Aus trainingswissenschaftlicher Sicht sollen dazu leistungsrelevante Parameter des Bewegungsablaufs in den verschiedenen Disziplinen identifiziert werden. Das Ziel aus trainingspraktischer Sicht ist das Verfügbarmachen der leistungsrelevanten Bewegungsparameter unter Einsatz eines Schnellinformationssystems im Rahmen der Technikdiagnostik. Diese sollen im Sinne eines Trainingsmonitorings erfasst werden und die Basis für direkte Interventionsmaßnahmen im Training bilden.

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Beschlagsreduzierung optischer Ausrüstungsgegenstände im Rodeln
Duration: 01.12.2006 bis 31.03.2007

Beschläge treten im Rodelsport sowohl an der Innen als auch an der Außernseite der Visiere auf. Zur Reduzierung dieser Effekte werden die Visiere mit hydrophilen bzw. hydrophoben Mitteln behandelt. Ziel dieser Studie war es, die Mittel durch objektive Messmethoden als auch durch subjektive Befragungen zu effektivieren.

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Prüfung und Evaluierung von Steppern
Duration: 01.10.2006 bis 31.12.2006

Es wird die Wechselwirkung zwischen Athlet und Sportgerät untersucht. Am Beispiel von verschiedenen Steppern war der Einsatz unterschiedlicher Museklen der unteren Extremitäten zu analysieren. Dies wurde mit Hilfe der Oberflächenelektromyografie realisiert. Im Ergebnis konnte festgestellt werden, dass verschiedene Steppertypen die Muskulatur unterschiedliche beanspruchen. Damit können konkrete Trainingshinweise gegeben werden.

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Entwicklung neuartiger Einsatzmöglichkeiten von Messeinrichtungen im alpinen Skilauf
Duration: 01.10.2004 bis 30.09.2006

Die Zielsetzung des Projektes ist daher die Erforschung und Entwicklung einer Messeinrichtung für die Bestimmung sportspezifischer Parameter im (alpinen) Skilauf für Leistungssport, Sportwissenschaft und Breitensport. Es sollen dem Skiläufer, dem Trainer oder dem Team interessante Informationen zur Verfügung gestellt werden, die es ermöglichen die sportliche Praxis besser zu verstehen, zu analysieren und die sportliche Leistung weiter zu verbessern bei gleichzeitiger Reduzierung der Rückwirkungen und der Kosten der Messeinrichtung.

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Beschlagsreduzierung optischer Ausrüstungsgegenstände durch nanotechnologische Verfahren - Haftverminderung von Eis
Duration: 15.09.2005 bis 31.12.2005

In den Wintersportarten wie Bob und Rennrodel treten häufig die Probleme auf, dass die Visiere der Sportler beschlagen und durch die Reibung zwischen Schlittenkufen und Eis ein Abrieb in Form von zerstörtem Eis entsteht, der an den Kufen haften bleibt. Folge dieser Probleme können Zeitverlust und Steigerung des Unfallrisikos sein.Ziel dieses Projektes ist es, die Beschlagsbildung an optischen Ausrüstungsgegenständen zu verhindern, indem das Wirken verschiedener Antibeschlagmittel und Beschichtungen unter verschiedenen Bedingungen erprobt werden. Ferner sollte die Haftverminderung von zerstörtem Eis durch Einsatz von verschiedenen Beschichtungen auf Metalloberflächen untersucht werden. Für beide Untersuchungsschwerpunkte stehen verschiedene Mittel zur Verfügung, wobei ein Antibeschlagmittel und zwei Antihaftmittel auf nanotechnologischer Basis wirken. Die Untersuchungen erfolgen auf der Grundlage von verschiedenen empirischen Tests, indem wettkampfspezifische Anforderungen der relevanten Sportarten (Rodeln und Bobfahren) simuliert werden.

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Entwicklung eines Verfahrens zur Quantifizierung der Fersengeometrie eines EVA-Laufschuhs mittels eines mechanischen Fußaufsatzes
Duration: 01.07.2005 bis 31.12.2005

Bei den durchzuführenden wissenschaftlichen Arbeiten soll ein Verfahren zur Quantifizierung der Fersengeometrie entwickelt werden. Die hierzu notwendigen empirischen und theoretischen Untersuchungen gehören zum Forschungsschwerpunkt des Lehrstuhls Bewegungswissenschaften bzw. des Bereiches Sport und Technik des Institutes für Sportwissenschaft. Im Rahmen des vorliegenden Forschungsauftrages werden auf Grund inhaltlicher und finanzieller Unterstützung durch den Auftraggeber wertvolle wissenschaftliche Erkenntnisse für den Forschungsbetrieb des o.g. Institutes erwartet.

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Evaluierung eines Trainingsgerätes (Cross-Trainer)
Duration: 01.07.2005 bis 31.12.2005

Ziel der Studie ist es herauszufinden, inwiefern eine mechanische Vibration das sportliche Training unterstützt. Auf der Grundlage erster Studien von Nazarov kann die Hypothese aufgestellt werden, dass mechanische Vibration sich positiv auf die Muskelaktivierung auswirkt. Darauf aufbauend sollen elektromyografische Untersuchungen durchgeführt werden, die den Nachweis erbringen, dass mechanische Vibration während eines Trainings zur Erhöhung der Muskelaktivität führen.

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Frequenzverhalten von Oberflächen-EMG-Signalen, leistungsdiagnostische Tests, Modellbildung und Adaptation
Duration: 01.01.2005 bis 31.12.2005

Die bisherigen Ergebnisse des Projektes Frequenzverhalten von Oberflächen-EMG-Signalen im Verlauf der Adaptation bei Schwimmern VF 04 07/05/72/2004 zeigen einen Zusammenhang der Frequenzen im EMG vortriebswirksamer Muskeln im Schwimmen mit der - durch die Trainingsbelastung determinierten - Testleistung auf der Schwimmbank im 30s Test. So äußern sich die ähnlichen zeitlichen Verläufe der mittleren mechanischen Testleistungen und der mittleren Medianfrequenzen in einem Korrelationskoeffizienten von r=0,52* (Signifikanz p=0,040) bei Athletin 1 und von r=0,7* (p=0,017) bei Athletin 2 (beide Olympiateilnehmer). Weiterhin zeigt sich für die beiden Schwimmerinnen ein deutlicher Zusammenhang im Veränderungsverhalten der beiden Kurven über der Zeit: So weisen die zeitlichen Ableitungen der Kurvenverläufe der Leistung und der mittleren Medianfrequenz einen Korrelationskoeffizienten von r=0,83** (Athletin 1) bzw. r=0,74**(Athletin 2) auf. Es scheint also das Frequenzverhalten der EMG-Signale bewegungsrelevanter Muskeln mit der sportlichen Leistungsfähigkeit, zumindest der Testleistung, zu korrespondieren!Das würde die Möglichkeit bieten, mit Hilfe des Frequenzverhaltens der Oberflächen-EMG-Signale den Zeitpunkt des optimalen Leistungsniveaus zu bestimmen. Zu Anwendung in der Trainingssteuerung oder Leistungsdiagnostik sollte jedoch noch eine umfassende Modellbildung, die Beanspruchungs- und Belastungsgrößen und Frequenzverhalten der Oberflächen-EMG-Signale in Betracht zieht, vorgenommen werden. Des Weiteren sollten die Ergebnisse gerade im Hochleistungsbereich über weitere empirische Untersuchungen verifiziert werden.Ziel der Fortsetzung des beantragten Forschungsvorhabens ist es deshalb, ein Modell zu entwickeln, das Prognosen über die sportliche Leistungsfähigkeit im Verlauf des Trainingsprozesses auf der Basis von Testdaten (mittlere mechanische Leistung und mittlere Medianfrequenz im EMG) und Trainingsdaten (Umfänge und Intensitäten) erlaubt. Dies soll sowohl auf Basis der bereits erhobenen Daten im Sportschwimmen (Kader- und Nachwuchsbereich) und im Radfahren (leistungssportorientierte Sportstudenten) erfolgen als auch im Rahmen weiterer Datenerhebungen im Bereich des Schwimmens. In diesem Forschungsvorhaben soll deshalb mit Hilfe künstlicher Neuronaler Netze und Neuro-Fuzzy-Methoden auf Basis einer quantitativen kategorialen Trainingsprotokollierung, der mittleren mechanischen Leistungen und der mittleren Medianfrequenzen aus den EMGs der bewegungsrelevanten Muskulatur aus den 30s-Tests sowie Wettkampfleistungen das Adaptationsverhalten modelliert werden.

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Untersuchungen zur Koordination der Interaktion im Ruderzweier ohne Steuermann
Duration: 01.01.2005 bis 31.12.2005

Die Notwendigkeit einer Differenzierung der einzubringenden Dynamik des Ruderschlags auf dem Bug- bzw. Schlagplatz im Zweier ohne Steuermann ist in der allgemeinen Lehrmeinung nahezu unstrittig. Die häufig registrierte "Sitzplatzcharakteristik" im Zweier o. Stm. weist neben biologisch-konditionellen Abweichungen entsprechende physikalisch begründete Differenzen aus. Durch die ständig sich ändernden äußeren und inneren Bedingungen unterliegen sowohl die Bewegungskoordinationen der Ruderer als auch die Gesamtbewegung des Bootes einer gewissen Variabilität. Dabei ist besonders interessant, inwiefern sich die Interaktion, unter der die interindividuelle Koordination der Ruderer verstanden wird, auf das Variabilitätsverhalten der Einzelbewegungen und das Gesamtbewegungsverhalten des Bootes auswirkt.Ziel dieses Forschungsvorhabens ist es, mit Hilfe eines synergetischen Ansatzes Erkenntnisse über die individuellen Strategien im Zweier o. Stm. zu erhalten. Dabei sollen insbesondere Verfahren der nichtlinearen Zeitreihenanalyse genutzt werden, um stabiles und variables Bewegungsverhalten des Bootes und der beiden Ruderer in Abhängigkeit von der Schlagfrequenz zu analysieren.Unter trainingsmethodischem Aspekt wäre so eine Möglichkeit gegeben, sowohl die Mannschaftsbesetzung zu optimieren als auch die Trainingssteuerung insbesondere aus der Sicht der Bewegungskoordination des einzelnen Ruderers zu verbessern.Die Untersuchungen beziehen sich sowohl auf bereits vorhandene Daten als auch auf Daten, die Verlauf des Forschungsvorhabens noch zu erheben sind (Kaderbereich).

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Evaluierung eines Trainingsgerätes (T-Wall) hinsichtlich der Effektivität des Ausdauertrainings
Duration: 01.11.2004 bis 31.03.2005

Im Rahmen des Forschungs- und Entwicklungsvertrages zwischen der Fa. Looxor GmbH und der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg wurde das vom Auftraggeber bereitgestellt Trainingsgerät T-Wall hinsichtlich der Möglichkeit des Ausdauertrainings zwecks Kalorienverbrauches für den Breitensport getestet.. Ein wesentlicher Teil der Studie bestand darin, den Kalorienverbrauch beim Training an der T-Wall zu bestimmen und diesen mit anderen Sportarten zu vergleichen. Für diese Aufgabe sollten Ausdauerprogramme für die T-Wall entwickelt werden, die speziell den Kalorienverbrauch im Bereich der Fettverbrennung unterstützen. Ein weiterer Schwerpunkt war das Vergleichen des Ausdauertrainings an der T-Wall mit dem Training an herkömmlichen Fitness- und Trainingsgeräten, wobei sich für ein Fahrradergometer entschieden wurde. Die Gründe dafür waren die gute Abstufbarkeit und Reproduzierbarkeit von Belastungen, die geringe Bedeutung der koordinativen Fähigkeiten bei dieser alltäglichen Bewegung sowie die störungsarme und im Vergleich zu anderen Ergometern leichtere Durchführbarkeit der Untersuchungen (insbesondere Laktatwertbestimmung). Außerdem wurde ein Fragebogen zur Einschätzung der subjektiven Bewertung des Trainings an der T-Wall erarbeitet und ausgewertet. Es hat sich gezeigt, dass ein Training an der T- Wall unter dem Gesichtspunkt des Kalorienverbrauchs prinzipiell möglich ist.

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Frequenzverhalten von Oberflächen-EMG-Signalen im Verlauf der Adaptation
Duration: 01.01.2004 bis 31.12.2004

Ein wesentliches Ziel des sportlichen Trainings im Leistungssport besteht im Auslösen von Anpassungsmechanismen, die zu einer Verbesserung der sportlichen Leistungsfähigkeit des Athleten führen. Ergebnisse im Rahmen des abgeschlossenen Forschungsprojektes Zeitabhängige Frequenzanalysen zum Schwimmen deuten darauf hin, dass es Zusammenhänge zwischen den Frequenzen oberflächenelektro-myographischer Signale und dem momentanen Leistungszustand eines Athleten gibt. So wird vermutet, dass die Frequenzen oberflächenelektromyographischer Signale leistungsrelevanter Muskeln dem Verlauf der sportlichen Leistungsfähigkeit während der Hochbelastungsphase und der Taperphase in der unmittelbaren Wettkampfvorbereitung folgen und somit intraindividuell der Zeitpunkt höchster Leistungsfähigkeit mit dem Zeitpunkt der höchsten mittleren Frequenz des EMG-Signals zusammenfällt. Ziel des Forschungsvorhabens ist es deshalb, dies im Rahmen von mehreren Längsschnittsanalysen mit einer hohen zeitlichen Testdichte nachzuweisen. Damit könnten im Rahmen der Trainingssteuerung durch die Bestimmung der EMG-Frequenzen individuell Aussagen über den Fortschritt des Adaptationsprozesses im Hinblick auf das Erreichen des Leistungsmaximums gemacht werden. Über einen Vergleich der EMG-Frequenzen mit in sportartspezifischen Tests erbrachten Leistungen könnten Rückschlüsse auf die maximal mögliche Testleistung und damit Wettkampfleistung gezogen werden.Geplant sind drei Untersuchungskomplexe: Im ersten Untersuchungskomplex werden Leistungsschwimmerinnen (u. a. 2 A-Kader) während und nach einem Trainingslager über einen Zeitraum von 8 Wochen untersucht. In einem zweiten Komplex werden leistungsorientierte Schwimmerinnen aus dem Nachwuchsbereich und in einem dritten Komplex leistungssportorientierte Sportstudierende erfasst. Im letzteren Komplex wird sich auf Radsport und Rudern konzentriert, da sich diesbezügliche Tests in einem hohen Maße standardisieren lassen. Die Datenerhebungen in den Komplexen 2 und 3 finden dreimal wöchentlich in einem Zeitraum von 10 Wochen statt. Somit kann ein relativ genauer zeitlicher Verlauf des sportlichen Leistungsvermögens und des Frequenzverhaltens erfasst und der Zeitpunkt des individuellen Leistungsmaximums bestimmt werden.

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Veränderungen der Muskelfunktion im Rahmen trainingstherapeutischer Interventionen nach Kniebandverletzungen im Leistungssport
Duration: 01.01.2004 bis 31.12.2004

Kniebandverletzungen, wie die Kreuzbandruptur führen neben den kurzfristigen, postoperativen Muskelfunktionsdefiziten trotz Fortschritten in der Diagnostik, der operativen Versorgung und verbesserter physio- bzw. trainingstherapeutischer Behandlung auch zu langfristigen Einschränkungen der individuellen Leistungsfähigkeit (vgl. Übersicht bei PFEIFER 1996, URBACH et al. 2001). Hier finden sich auch im Leistungssport immer wieder Beispiele einer verzögerten Wiedereingliederung in das Trainings- und Wettkampfgeschehen. Demgegenüber konfligiert die häufig gewünschte frühzeitige Rückkehr in Training und Wettkampf mit bestehen bleibenden Muskelfunktionsdefiziten, welches ein großes Risiko von Rezidiven oder Folgeverletzungen darstellt. Vielfach wird in der Literatur (z.B. BOOTH et al. 1973, SALE et al. 1982, DUCHATEAU & HAINAUT 1987) die Notwendigkeit von Untersuchungen, die die mittel- bis langfristigen Veränderungen der Muskelfunktion im Rehabilitationsverlauf zum Gegenstand haben, betont. Im Rahmen des vom Bundesinstitut für Sportwissenschaft geförderten und von den Antragstellern bearbeiteten Forschungsvorhabens Veränderungen der Muskelfunktion im Rahmen trainingstherapeutischer Interventionen nach Kniebandverletzungen im Leistungssport (VF 07/01/88/2004) werden zur Zeit kurzfristige postoperative Funktionsdefizite nach Kreuzbandersatz untersucht. Ziel der geplanten Studie ist es einerseits, aufbauend auf den Ergebnissen des Forschungsprojektes VF 07/01/88/2004, die Muskelfunktionskenngrößen in der Phase des sportartspezifischen Trainings und der Wiedereingliederung in den Wettkampfsport langfristig zu erfassen und zu analysieren. Andererseits ist die Hinzunahme zweier weiterer Patientengruppen zur bereits untersuchten (zehn männliche Probanden nach operativer Versorgung eine isolierten Ruptur des vorderen Kreuzbandes) vorgesehen: zehn männliche Patienten mit konservativer Versorgung des vorderen Kreuzbandrisses und zehn weibliche Patienten nach operativer Versorgung des isolierten vorderen Kreuzbandrisses.Erst durch die ausgeweitete Langzeitbeobachtung der Probanden (neun Monate) und eine größere Patientenstichprobe ist es möglich, valide Aussagen für die Adaptationsprozesse von Muskelfunktionen im Rehabilitationsverlauf von Leistungssportlern zu treffen.Die Untersuchungen erfolgen bilateral und setzen sich zusammen aus einer Maximalkraftmessung, der überlagernden Muskelstimulation zur Quantifizierung der willkürlichen Muskelaktivität, einem Reaktionstest zur Bestimmung der Latenzzeiten zwischen Startsignal, EMG-Signal und produzierter Kraft und einem isometrischen Kraftausdauertest mit Erfassung der neuromuskulären Ansteuerung (EMG).

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Erstellen einer Expertise zum Thema Verbesserung von Oberflächen- bzw. Grenzflächeneigenschaften an Sportgeräten durch nanotechnologische Entwicklungen
Duration: 01.10.2003 bis 30.04.2004

Die in der Ausschreibung festgelegten Zielsetzungen und erwarteten Leistungen wurden im Rahmen einer interdisziplinären Zusammenarbeit des Instituts für Sportwissenschaft, des Mikrostrukturzentrums, des Instituts für Werkstofftechnik und Werkstoffprüfung und des Kompetenzzentrums für Beschichtungstechnik der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg sowie der PT&B Plasmatechnologie und Beschichtungen GmbH bearbeitet. Schwerpunkte der Expertise waren: Zusammenstellung von Oberflächen- und Grenzflächenanforderungen an Sportgeräte und Sportausrüstung vor allem in den olympischen Sportarten unter Beachtung des Regelwerkes mit einer zugehörigen Marktanalyse und Schutzrechtrecherchen,Machbarkeitsstudien im Hinblick auf die Erzeugung nanotechnologischer Schichten auf den Grenzflächen der entsprechenden Sportgeräte und Ausrüstungen,Aufstellung von "best-practice-Modellen".

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Synergetische Modellansätze für die Beschreibung sportlicher Bewegungen
Duration: 01.05.1999 bis 30.04.2001

Die Untersuchungen des bisherigen Vorhabens vom Gehen zum Laufen weisen darauf hin, daß es mit Hilfe eines synergetischen Ansatzes möglich ist, die Bewegungskoordination des Menschen mit Hilfe eines synergetischen Ansatzes zu beschreiben. Das Hauptziel dieses Vorhabens ist es, die Modelle weiter zu verbessern und auf spezielle Problemstellungen anzuwenden. Die Modellierung des Phasenübergangs vom Gehen zum Laufen soll erweitert werden, indem auch der Einfluß einer äußeren Belastung berücksichtigt und außerdem der Hysterese-Effekt weiter analysiert wird. Gegenstand weiterer Untersuchungen ist es,der Frage nachzugehen, inwiefern es mit Methoden der Synergetik und allgemein der Nichtlinearen Dynamik möglich ist, Veränderungen in der Bewegungsstruktur des Gehens und Laufens zu finden, wie dies beispielsweise durch veränderte Voraussetzungen der Probanden im Leistungs-, Breiten- und Rehabilitationssport der Fall ist.

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Bertolt Brecht und Ernst Toller - Internationale wissenschaftliche Konferenz (20.-22. Juli 2022, Magdeburg) und wiss. Sammelband
Duration: 01.02.2021 bis 30.06.2024

Die internationale, von der DFG geförderte Konferenz "Bertolt Brecht und Ernst Toller" (zunächst für März 2022 geplant, wegen Covid-19 auf Juli 2022 verschoben) widmete sich vergleichend unter diversen ästhetischen, (kultur-)politischen und zum Teil auch biographischen Aspekten den beiden wichtigsten Dramenautoren der Weimarer Republik. Sowohl politisch gab es zu Lebzeiten zahlreiche Berührungspunkte zwischen beiden als auch hinsichtlich ihres ästhetisch avancierten Anspruchs mit experimentellen Impulsen keineswegs nur im Feld von Theater und Drama; dennoch lassen sich kaum Belege eines intensiveren Austauschs der Autoren finden. Auch haben sich nur in sehr geringem Umfang schriftliche Äußerungen über den jeweils anderen erhalten, obwohl beide mit ähnlichen Themen aktiv waren und es auch Überschneidungen bei weiteren Kontaktpersonen gibt; zum Beispiel arbeiteten beide phasenweise eng mit Erwin Piscator zusammen, einem der wichtigsten Theaterregisseure der Weimarer Republik.
Ein Blick in die Forschung erweckt den Eindruck, hier setze sich dieses Schweigen fort: Nur sehr wenige Untersuchungen nehmen Bertolt Brecht und Ernst Toller unter Spezialfragestellungen vergleichend in den Blick, und dann in der Regel als zwei Protagonisten in einer Reihe von mehreren Autoren. Eine Monographie oder eine Aufsatzsammlung, die sich dezidiert Brecht und Toller vergleichend widmen würde, gibt es nicht.
Es war das Ziel der internationalen Konferenz "Bertolt Brecht und Ernst Toller" (20.-22. Juli 2022 in Magdeburg), diesem Desiderat zu begegnen und in Vorträgen und in intensiven Diskussionen neue Perspektiven auf die beiden Autoren, deren Arbeitsweisen und Themen wie auch auf zeitpolitische, dramaturgische, theaterwissenschaftliche, kulturelle und gesellschaftliche Aspekte der Weimarer Republik und der Exilzeit zu eröffnen. Die Vorträge entwickelten neue Erkenntnisse zum unterschiedlichen Kanonisierungsstatus Brechts und Tollers, zur Medialität ihrer Theaterkonzepte und ihrem auf unterschiedliche Weise kritisch-ambivalenten Verhältnis zu audiovisuellen Medien, zum Vergleich ästhetischer und dramaturgischer Arbeits- und Verfahrensweisen, zur kulturpolitischen Arbeit und Theaterarbeit der beiden Autoren, zu wichtigen politischen, historischen und kulturellen Themen der Weimarer Republik wie Masse, Weltkrieg und Revolution, Judentum und Antisemitismus, Genderfragen sowie Körperlichkeit und Sport; im Blick auf das Spektrum literarischer Gattungen standen Drama und Theater im Vordergrund, aber auch bedeutende Gedichtsammlungen Brechts und Tollers wurden berücksichtigt.
Die Konferenzbeiträge sollen in überarbeiteter Form und ergänzt durch einige weitere Beiträge in einem Sammelband veröffentlicht werden den die Tagungsorganisatorinnen und -organisatoren herausgeben werden.

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"Katastrophenliteratur" (Kongresssektion und Ergebnisband)
Duration: 01.05.2019 bis 31.12.2022

Gibt es eigentlich reine Naturkatastrophen? Oder sind alle desaströsen Ereignisse, wenn sie die Menschheit betreffen, bereits durch kulturelle Faktoren mit verursacht? Katastrophenliteratur seit der Antike legt diese Vermutung nahe.
Diese Sektion auf dem IVG-Kongress in Palermo (ursprünglich geplant für den 26.07. bis 02.08.2020, wegen der Corona-Pandemie um ein Jahr aufgeschoben auf den 25.07. bis 01.08.2021) widmet sich der literarischen Gestaltung und Reflexion zum Beispiel von Sturmfluten, Erderschütterungen, Feuersbrünsten, Verschüttungen, Zugunglücken, Schiffshavarien und Technikversagen von der Frühen Neuzeit bis zur Gegenwart. In Humanismus und Barock begegnen katastrophische Elemente bis hin zu szenischen Ausgestaltungen der Sintflut sogar in Drama und Theater. Für die Aufklärungsperiode bilden Erdbeben das Paradigma, das in allen verfügbaren zeitgenössischen Medien (einschließlich der Musik und der bildenden Kunst) in vielfältiger Weise reflektiert wird. Im 19. Jahrhundert und in der Folge der Industrialisierung verschiebt sich der Fokus auf Katastrophen, die die Frage der Beherrschbarkeit neuer Technologien behandeln. In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts und bis zur Gegenwart spitzt sich diese Frage durch die militärische und zivile Nutzung von Kernspaltung und durch die zeitlich und räumlich kaum begrenzbare Auswirkung entsprechender katastrophischer Ereignisse zu. Klimawandel, Erderwärmung und Treibhauseffekt werden inzwischen als weltpolitische Aufgabe behandelt, was einmal mehr die globale Dimension des Katastrophischen unterstreicht. Uns interessieren der historische Wandel sowie ggf. überhistorische Konstanten des Diskurses über Katastrophentypen und deren Bewältigung im Hinblick auf das darin entfaltete Kräftespiel von Natur und Kultur. Welche Narrative lassen sich anhand von literarischen und filmischen Fallbeispielen ermitteln? Wie werden faktuale und fiktive Handlungselemente miteinander verbunden? Ziel ist es, Bausteine einer Geschichte der Katastrophenliteratur zusammenzutragen.

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Arbeit - Job - Beruf in Geschichte, Gegenwart und Zukunft (Ringvorlesung und Publikation eines Sammelbandes)
Duration: 01.01.2019 bis 28.02.2022

Im Zeichen von Digitalisierung und Globalisierung scheint die Arbeitswelt gegenwärtig in einem tiefgreifenden Wandel begriffen, von einer ‚vierten industriellen Revolution‘ ist die Rede. Die Änderungen betreffen alle Sektoren: Produktion, Handel, Dienstleistungen, auch die Kulturwirtschaft. Nicht nur Art, Struktur und Organisation der Arbeit selbst ändern sich, sondern auch Lebensweisen, das Verhältnis von Arbeits- und Privatleben, räumliche und zeitliche Arrangements des tätigen Lebens, Kommunikationsgepflogenheiten, Sozialstrukturen, gesundheitliche Belastungen durch Arbeit, Werthaltungen zu Erwerbsarbeit und Nicht-Arbeit und deren kulturelle Reflexion. Aber ist dies prinzipiell neu? Oder war es in den drei vorangegangenen ‚industriellen Revolutionen‘ im Grunde auch schon so? Beim homo laborans muss es nicht überraschen, wenn Veränderungen im Feld der Arbeit mit Veränderungen auch in anderen Bereichen des Lebens einhergehen. Können wir uns durch Bildung auf derartige Prozesse vorbereiten? Oder können wir sie allenfalls begleitend reflektieren und zu verstehen versuchen?
Die interdisziplinäre Ringvorlesung der Fakultät für Humanwissenschaften brachte im Sommersemester 2019 sozialwissenschaftliche, bildungswissenschaftliche, geschichtswissenschaftliche und kulturwissenschaftliche Perspektiven zusammen und ergänzte sie um Expertisen aus der Wirtschaftswissenschaft, der Rechtswissenschaft und den Ingenieurwissenschaften. Eine Auswahl der Beiträge ist in entsprechend überarbeiteter Form zur Publikation in einem Sammelband vorgesehen.

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Oskar Schönberg: Das unsterbliche Luderleben (Editionsprojekt)
Duration: 01.08.2017 bis 30.11.2020

Der Magdeburger Schriftsteller Oskar Schönberg (1892-1971) hat in der Weimarer Republik und in der DDR zahlreiche Gedichte und kleine Erzählungen (auch für Kinder) in regionalen Zeitschriften und Anthologien veröffentlicht. Unveröffentlicht blieben dagegen mehrere Romane, die sich in seinem Nachlass im Archiv des Literaturhauses Magdeburg finden. Für ein breites Publikum lesenswert ist davon der Roman "Das unsterbliche Luderleben", den Schönberg wohl schon in den frühen dreißiger Jahren begonnen und in einer ersten Fassung abgeschlossen hatte, ihn in der NS-Zeit aber nicht mehr veröffentlichen konnte. Nach dem Krieg als Verfolgter des Nazi-Regimes rehabilitiert und Mitglied des Schriftstellerverbandes der DDR, überarbeitete und erweiterte Schönberg den Roman im sozialistischen Sinne unter dem Titel "Ich bin einer von Vielen" und veranstaltete in Magdeburg öffentliche Lesungen daraus; eine Publikation, um die er sich in den fünfziger Jahren beim Verlag Volk und Welt bemühte, ließ sich gleichwohl nicht realisieren.
In den wenigen Veröffentlichungen über Schönberg wird "Das unsterbliche Luderleben" zuweilen als "Arbeitslosenroman" bezeichnet; bemerkenswert sind an dem Text aber gerade deutliche Unterschiede zu den vielen Arbeitslosenerzählungen der späten zwanziger und frühen dreißiger Jahre (z. B. zu Leonhard Franks "Von drei Millionen drei"). Der wichtigste Unterschied ist, dass Schönbergs Protagonist die meiste Zeit nicht deshalb arbeitslos ist, weil er keine Arbeit findet, sondern weil er einem Leben als Tippelbruder auf der Landstraße mehr abgewinnen kann als einer geregelten Erwerbstätigkeit in einem Betrieb. Darin berührt sich Schönbergs Roman mit der Vagabundenliteratur des frühen 20. Jahrhunderts und wird mit dem Thema der Arbeitsverweigerung zugleich für die Gegenwart des 21. Jahrhunderts anschlussfähig.
Projektiert wird eine Leseausgabe der frühen Fassung mit dem Titel "Das unsterbliche Luderleben". Dazu ist ein Nachwort vorgesehen, in dem der Roman literarhistorisch genauer kontextualisiert wird und auf der Basis einschlägigen Archivmaterials auch einige noch unbekannte biographische Informationen zu Oskar Schönberg und seinen schriftstellerischen Ambitionen unter den wechselnden politischen Rahmenbedingungen der deutschen Geschichte zusammengestellt werden, die in mancher Hinsicht symptomatisch sein mögen.
Diese projektierte Leseausgabe ist im November 2020 (schon mit dem eingedruckten Erscheinungsjahr 2021) im Mitteldeutschen Verlag Halle erschienen. Genaue bibliographische Angabe: Oskar Schönberg: Das unsterbliche Luderleben. Roman. Aus dem Nachlass mit einem Nachwort hrsg. v. Thorsten Unger. Halle: Mitteldeutscher Verlag, 2021.

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Buchreihen des Zweiten Weltkriegs (Ausstellung und Begleitkatalog)
Duration: 01.08.2017 bis 31.12.2019

Die Universitätsbibliothek Magdeburg beherbergt inzwischen rund 1.800 verschiedene Buchreihen der Ute und Wolfram Neumann Stiftung; davon sind etwa 300 Reihen in der Nazizeit und speziell in den Jahren des Zweiten Weltkriegs erschienen. Eine Auswahl von etwa 40 dieser Reihen wurde genauer untersucht und vom 16. September bis zum 15. November 2019 in einer Ausstellung in der Universitätsbibliothek Magdeburg gezeigt. Dazu erschien ein Begleitkatalog. Katalog und Ausstellung wurden zusammen mit einer studentischen Projektgruppe der Germanistikstudiengänge der Universität Magdeburg erarbeitet.
Ein großer Teil der berücksichtigten Reihen sind sogenannte "Feldpostreihen", ein besonderer Reihentyp, der vereinzelt schon im Ersten Weltkrieg begegnet, im Zweiten Weltkrieg aber politisch gefördert und von sehr vielen Verlagen herausgegeben wurde. Viele solcher Reihen waren bislang noch nicht im Blick der Forschung. In Katalog und Ausstellung werden die Profile der Reihen beschrieben. Dabei wird untersucht, welche belletristischen Zusammenstellungen unter den ideologischen Bedingungen der Nazi-Diktatur sich in den Reihen finden. Was wurde neben der erwartbaren Blut-und-Boden-Literatur an die Fronten geschickt? Finden sich noch Übersetzungen von Literatur aus den "Feindländern" Sind jüdische Autorinnen und Autoren vertreten? Gibt es Reihen, die sich als "gemäßigt" kennzeichnen lassen oder sogar in einem Spannungsverhältnis zur faschistischen Ideologie stehen?

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Der Erste Weltkrieg - The Great War (Ringvorlesung und Buchpublikation)
Duration: 01.03.2014 bis 31.12.2017

Die Ringvorlesung im Sommersemester 2014 bringt den Ersten Weltkrieg in dreizehn Vorträgen multiperspektivisch interdisziplinär in den Blick. Vorgestellt werden relevante Aspekte der Militärgeschichte, der Medizingeschichte, der Rechtsgeschichte, der Philosophiegeschichte, der Politikwissenschaft, der Medienbildung, der Slavistik, der Amerikanistik, der Anglistik und der germanistischen Linguistik und Literaturwissenschaft. Einige Beiträge werden anschließend in einem Sammelband veröffentlicht, der im Laufe des Jahres 2016 erscheinen wird.

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Der Erste Weltkrieg im kulturellen Gedächtnis Europas. Regionale und globale Dimensionen (Internat. Tagung und Buchpublikation)
Duration: 01.01.2014 bis 07.06.2017

Internationale Tagung an der Universität Torun, Polen, vom 1.-5.10.2014, konzipiert und organisiert in Kooperation mit Dr. habil. Malgorzata Klentak-Zablocka (Torun) und Dr. habil. Maria Gierlak (Torun).
2016 erscheint ein Tagungsband, hrsg. v. Maria Gierlak, Malgorzata Klentak-Zablocka und Thorsten Unger.

Der Ausbruch des Ersten Weltkrieges Anfang August 1914 gilt in der Geschichtsschreibung als das Ende des sogenannten langen 19. Jahrhunderts und als der Beginn einer neuen Ära der Ära von global ausgetragenen Waffenkonflikten und Totalitarismen, aber paradoxerweise auch einer Blütezeit der demokratischen Entwicklung im Westen. Überschattet von den Greueln, deren Schauplatz Europa in den Jahren 1939-1945 wurde, trat die Erfahrung des Ersten Weltkrieges im öffentlichen Gedächtnis in Polen und Deutschland in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts in den Hintergrund - für die Zeitgenossen stellte sie indes ein Schockerlebnis dar.
Nicht zu vergessen ist, dass es gerade Mittel- und Osteuropa war, wo der Krieg eine Umwälzung größten Ausmaßes bewirkte. Der Zerfall der Österreich-Ungarischen Monarchie, des Deutschen Reiches, des Zarenreiches und des Osmanischen Imperiums führte hier zu einer völligen Veränderung der politischen Landkarte. Neben dem Positionskrieg im Westen spielte sich ein großer Teil der militärischen Operationen auf den Gebieten der einstigen polnisch-litauischen Ersten Republik ab. Zu der spezifischen lokalen Erfahrung der hier lebenden Nationen gehörte, dass sie oft zwischen den Fronten standen oder zu lavieren gezwungen waren und nicht zuletzt als Soldaten bei den verfeindeten Truppen eingezogen wurden.

Die Tagung richtet besondere Aufmerksamkeit auf die regionalen Aspekte in der Betrachtung des Ersten Weltkrieges sowie der Auseinandersetzung mit ihm. Sie bringt sowohl die Rolle unterschiedlicher Regionen Europas als Schauplätze des Krieges wie auch das Regionalspezifische im öffentlichen und privaten Gedächtnis in den Blick. Inwiefern gehört der Erste Weltkrieg zu der Geschichte und der Gedächtniskultur von Torun/Thorn, Ostpreußen, Pomerellen, Galizien, Litauen, Großpolen, aber auch bestimmter Regionen Frankreichs (Elsass, Lothringen), des Balkans, Russlands oder anderer Länder? Welche Vertextualisierungen und Medialisierungen des Krieges stehen zur Verfügung (Dokumente, Erinnerungen, Belletristik, Dichtung, Fotografien (z.B. Feldpostkarten), Historiographie) und inwiefern kommt in ihnen der regionale Blickwinkel zum Ausdruck? Was war/ist für eine bestimmte Region spezifisch in der Wahrnehmung des Krieges oder als Bestandteil der Erinnerungskultur? Welche Unterschiede kommen zwischen verschiedenen Regionen oder zwischen Ost- und Westeuropa zum Ausdruck?

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Work and Idleness in the Period of Romanticism
Duration: 01.05.2012 bis 30.04.2017

Projektiert wird eine wissenschaftliche Konferenz vom 20. bis 22. Juni 2013 in Magdeburg zum Thema Arbeit und Müßiggang in der Romantik sowie die anschließende Herausgabe eines Sammelbandes zu diesem Thema.
Die Zeit von der Mitte des 18. bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts ist für die Entwicklung des modernen Arbeitsbegriffs in Europa und Amerika von außerordentlicher Relevanz. Die Romantik erweist sich dabei als eine besonders interessante Etappe innerhalb dieser Entwicklung, insofern sie sich nicht auf die - von der Aufklärung etablierte - Gegenüberstellung von (positiv bewerteter) "Arbeit" und (negativ bewerteter) "Muße" bzw. "Müßiggang" reduzieren lässt. Vielmehr werten die Texte der Romantik die Muße und den Müßiggang einerseits auf und operieren andererseits wiederholt mit Überblendungen zwischen Arbeit und Muße.
Die internationale und interdisziplinäre Tagung Arbeit und Müßiggang in der Romantik geht den unterschiedlichen Facetten dieses Themenfeldes nach. Ziel der Tagung ist es, angeregt von neueren Ansätzen in der literatur- und kulturwissenschaftlichen Forschung, die u. a. die Austauschbeziehungen zwischen Literatur und Ökonomie aufgezeigt haben (Vogl, Hörisch, New Economic Criticism), die kultur-, sozial- und ästhetikgeschichtlichen Dimensionen von Arbeit und Müßiggang in der Romantik in ihren Wechselwirkungen zwischen Literatur, bildender Kunst und zeitgenössischen philosophischen und ökonomischen Schriften genauer zu erforschen.

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Magdeburger Literaten von der Frühen Neuzeit bis zur Gegenwart (Ringvorlesung und Buchpublikation)
Duration: 01.11.2012 bis 31.12.2015

So tiefgreifend waren die Zerstörungen der Stadt Magdeburg im Dreißigjährigen Krieg, dass es so scheint, als habe sich ihre kulturelle Infrastruktur nie davon erholt. In der späteren preußischen Festung oder der Hochburg des Schwermaschinenbaus im 19. und 20. Jahrhundert scheinen Kunst und Literatur tatsächlich nicht solche Rolle gespielt zu haben wie vordem. Auf den zweiten Blick aber erweist sich zum Beispiel die Preußische Festung als guter Nährboden für kulturelles Leben, wenn etwa der preußische Hof in Kriegszeiten dort sein Quartier aufschlägt, und der Reichtum der Industriestadt beförderte nachdrücklich die Kultur- und Kunstszene. So gab es in Magdeburg nicht nur in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts ein vielschichtiges literarisches Leben um literarische Gesellschaften und Zeitschriften, sondern seither auch eine rege Theaterszene mit dem Höhepunkt der Deutschen Theaterausstellung 1927 in Magdeburg. Das Domizil des Forum Gestaltung in der Brandenburger Straße ist Teil der ehemaligen Kunstgewerbe- und Handwerkerschule, seit Ende des 18. Jahrhunderts (und bis in die 1960er Jahre) eines der Kunst- und Künstler-Zentren der Stadt. Ein anderes war zwischen 1919 und 1923 die berühmte Vereinigung von Künstlern und Literaten Die Kugel . So zog Magdeburg immer wieder Kulturschaffende aus anderen Regionen an, wie es zugleich Geburtsstadt oder (mit seinen traditionsreichen Gymnasien) Bildungsstätte bedeutender Schriftsteller war. Aus Magdeburg kamen beispielsweise Friedrich von Koepken, Johann Heinrich Zschokke, Carl Immermann, Friedrich Spielhagen, Georg Kaiser, Erich Weinert, Robert Stemmle und Nomi Rubel, und in der Stadt wirkten Johann Samuel Patzke, Johann Gottlieb Schummel, Kurt Pinthus, Johannes Schlaf, Otto Bernhard Wendler, Heinz Kruschel, Christa Johannsen sowie Günter und Johanna Braun. Die Ringvorlesung im Sommersemester 2013 stellt eine Auswahl dieser Literaten in ihrem jeweiligen historischen Magdeburger Kontext vor und erinnert dabei auch an bedeutende literarische und kulturelle Erscheinungen und Institutionen in Stadt und Region. Die Beiträge der Ringvorlesung werden in überarbeiteter Form in einem Sammelband publiziert.

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Buchreihen des Ersten Weltkriegs (Ausstellung und Begleitkatalog)
Duration: 01.08.2013 bis 28.02.2015

Aus den inzwischen 1.270 Buchreihen der Ute und Wolfram Neumann Stiftung wurden 42 Reihen ausgewählt, die ganz oder teilweise in der Zeit des Ersten Weltkriegs, also in den Jahren 1914 bis 1918 erschienen sind. Aus dem Bestand dieser Reihen wird eine Ausstellung vorbereitet, die vom 1.12.2014 bis zum 31.01.2015 in den Räumen der Universitätsbibliothek Magdeburg gezeigt werden soll. Die Ausstellung geht der Frage nach, ob und wie der Weltkrieg im Medium von Buchreihen seinen Niederschlag gefunden hat. Ändern bestehende Buchreihen erkennbar ihr Programm, um kriegsrelevante Themen unterzubringen? Gibt es Programmänderungen bei Reihen, die sich mit der Verbreitung ausländischer Literatur befassen? Sind Positionsnahmen im Spektrum zwischen kriegstreibend und pazifistisch erkennbar? Welche Literatur wird für Buchreihen ausgewählt, die speziell für den Tornister des Frontsoldaten herausgegeben werden? Dies sind einige Fragen, denen die Ausstellung nachgehen wird.
Zur Ausstellungseröffnung erscheint im Wehrhahn Verlag Hannover ein Katalog (229 S.).
Katalog und Ausstellung werden mit einer studentischen Projektgruppe des Masterstudiengangs Germanistik der Universität Magdeburg erarbeitet.

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Kritische Ausgabe der Werke Ernst Tollers
Duration: 01.01.2010 bis 31.12.2014

Ernst Toller (1893-1939) gilt neben Bertolt Brecht als literarisch wie auch politisch wichtigster deutschsprachiger Dramatiker der Weimarer Republik. Nach seinem Selbstmord geriet er beim Lesepublikum in Vergessenheit, eine Entwicklung, die durch die Politik der Säuberung der Literatur durch die NS-Regierung schon lange vorher eingeleitet worden war und, aus verschiedenen Gründen, nach 1945 andauerte. Erst die in den 1970er Jahren erschienene fünfbändige Leseausgabe von Wolfgang Frühwald und John M. Spalek machte eine Vielzahl der verstreut veröffentlichten Texte wieder zugänglich. Seither sind aber weitere Fassungen und in der Ausgabe nicht berücksichtigte Texte wieder oder neu entdeckt worden. Im vorliegenden Projekt wird daher eine erweiterte und revidierte, kritische Studienausgabe vorbereitet, die erstmals alle Texte Tollers enthalten wird. In vielfacher Hinsicht wird das Gesamtbild des Autors durch die neue Ausgabe differenziert. Für Konzept und Ausführung hat sich ein internationales Herausgeberteam zusammengefunden, dem eine mit Drittmitteln des Österreichischen Wissenschaftsfonds (FWF) finanzierte Toller-Arbeitsstelle an der Universität Innsbruck zuarbeitet. Die Magdeburger Literaturwissenschaft ist gemeinsam mit Kollegen aus Frankfurt am Main und aus Halden, Norwegen, für den Band Stücke I verantwortlich.
Notiz vom 12.12.2014: Die Ausgabe ist im November 2014 im Wallstein Verlag Göttingen erschienen. Sie umfasst ca. 4.300 Seiten.

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Natur- und Kulturraum Elbe (Ringvorlesung und Buchpublikation)
Duration: 01.04.2012 bis 28.02.2014

Ein Strom wie die Elbe zählt zu den landschaftlichen Gegebenheiten, mit denen sich Menschen, die in seiner Umgebung lebten, schon immer gestaltend auseinanderzusetzen hatten. Der Fluss als natürlicher Handelsweg, als Wasser- und Energielieferant sowie als Entsorgungsmöglichkeit, der Fluss als natürlicher Schutz für daran gelegene Städte, aber auch als Gefährdung durch seine Hochwasserphasen, der Fluss als natürliche Grenze wie als natürliche Verbindung von Regionen, der Fluss und seine Umgebung als Biotope, die es zu begreifen und zu schützen gilt; dies sind einige Aspekte, für die Techniken und Praktiken, aber zum Beispiel auch rechtliche Normen zu entwickeln und politische Entscheidungen zu treffen waren und sind. Zugleich griffen die Künste Flussmotive auf; in den bildenden Künsten wie in der Literatur spielt die Elbe nicht nur als je historischer landschaftlicher Bezugspunkt eine Rolle, sondern in einem stärkeren Sinne auch als Thema. Es prägen sich Ikonographien sowie poetische und kulturelle Semantisierungen des Flusses aus. Außerdem ist die Gestaltung der Flusslandschaft selbst nicht zuletzt als Erholungs- oder sogar als Kunstraum ein kulturelles Thema. Im Zuge einer neuen Aufmerksamkeit für Orte und Räume haben sich in jüngster Zeit daher auch die Kulturwissenschaften mit dem Themenkomplex ‚Fluss‘ befasst.
Die damit skizzierten Facetten des Natur- und Kulturraums Elbe lassen sich nur multiperspektivisch durch eine Zusammenarbeit verschiedener natur-, kultur- und ingenieurwissenschaftlicher Disziplinen in den Blick bringen. Dies versucht im Sommersemester 2012 eine Ringvorlesung mit 14 Vorträge von Expertinnen und Experten aus folgenden Fächern: Geologie, Archäologie, Hydrobiologie und Gewässerökologie, Naturgeschichte, Umweltgeschichte, Gartenbau, Wasserbau, Geschichte des Mittelalters, literaturwissenschaftliche Mediävistik, Sprachgeschichte, Neuere deutsche Literaturwissenschaft, Maschinenbau, Kunstgeschichte und Kulturwissenschaft.
Die Beiträge werden für eine Publikation in einem Sammelband überarbeitet, der im Februar 2014 im Mitteldeutschen Verlag Halle erscheinen soll.

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Buchreihen des 20. Jahrhunderts Vorarbeiten zu einer Typologie
Duration: 01.08.2011 bis 31.07.2013

Die in der Universitätsbibliothek Magdeburg aufgestellte Ute und Wolfram Neumann Stiftung umfasst derzeit rund 800 verschiedene Buchreihen des 20. Jahrhunderts; sie wird in den nächsten Jahren noch um weitere 500 Reihen ergänzt werden. Damit beherbergt die Bibliothek eine einzigartige Sammlung von Buchreihen, wie sie in dieser Vollständigkeit in keiner anderen Bibliothek vorhanden sind. Die Einzelbände der Reihen sind bibliothekarisch erschlossen und im OPAC ermittelbar. Um aber nicht nur einzelne Bände oder einzelne Highlights unter den Reihen herauszugreifen, sondern die Sammlung als Materialbasis einer Buchreihen-Forschung insgesamt einsetzen zu können, sind weitergehende Erschließungsarbeiten erforderlich, die neben den Katalogmerkmalen zusätzliche Aspekte berücksichtigen. Im Sinne von Vorarbeiten zu einer Typologie von Buchreihen des 20. Jahrhunderts werden im vorliegenden Projekt beispielsweise Informationen zum Konzept solcher Reihen, zu ihrer inhaltlichen Eingrenzung, zu ihrer Zielgruppe, zur ästhetischen Gestaltung und Ausstattung der Bände sowie zu den Reihenherausgebern und Verlegern erhoben. Perspektivisch sollen diese Vorstudien in ein längerfristiges Forschungsprojekt zu den Buchreihen münden, das Fragen der Auswahl, der Distribution und der reihenspezifischen Rezeption von Literatur in den verschiedenen historischen Kontexten des 20. Jahrhunderts nachgehen wird.

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Autonome opake Systeme künstlicher Intelligenz und moralische Verantwortung
Duration: 01.01.2021 bis 15.10.2022

Der Einsatz autonomer opaker Systeme künstlicher Intelligenz ruft neuartige ethische Probleme hervor. Solche Systeme sind autonom, sie "handeln" und sie sind aufgrund ihrer Opazität von moralischen Subjekten (bspw. Entwicklern und Gutachtern) nicht zu "durchschauen": Die Subjekte wissen nicht, was diese Systeme tun werden und warum sie tun werden, was sie tun werden. Als Artefakte sind diese Systeme Menschengemachtes. Selbst sind sie keine moralischen Subjekte. Allerdings sind ihre Taten von moralischer Relevanz. In dem mit Carlos Zednik (Eindhoven University of Technology) initiierten Forschungs- und Publikationsprojekt soll u.a. untersucht werden, ob in den Fällen, in denen solche Systeme in moralisch relevanter Weise "handeln", Verantwortungslücken (responsibility gaps) entstehen, und ob auftretenden Verantwortungsproblemen mit explainable AI zu begegnen ist.

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Menschenrechte und humanitäre Interventionen
Duration: 01.10.2016 bis 30.09.2020

Humanitäre Interventionen werden mit dem Verweis auf die Sicherung der Menschenrechte gerechtfertigt. Auch eingedenk dieses Verweises erachten manche Autorinnen und Autoren humanitäre Interventionen als kategorisch moralisch falsch, während andere Autorinnen und Autoren humanitäre Interventionen unter bestimmten Bedingungen als moralisch richtig bestimmen. Im Rahmen des Forschungsprojekts soll untersucht werden, ob die Rechtfertigung von humanitären Interventionen mit dem Verweis auf die Sicherung der Menschenrechte wohlbegründet ist oder nicht.

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Cassirers Leibniz und die Begründung der Menschenrechte
Duration: 01.04.2010 bis 10.09.2015

Angesichts eines ideengeschichtlichen Hinweises von Ernst Cassirer wurde im Rahmen des von der Universität Potsdam mit einem Promotionsstipendium geförderten Dissertationsprojektes untersucht, ob sich im Anschluss an Ideen von Gottfried Wilhelm Leibniz eine Begründung der Menschenrechte formulieren lässt. Cassirer hat diese Option in diversen Studien, Reden und in nachgelassenen Fragmenten angedeutet. In seiner Weimarer Verfassungsrede von 1928 ("Die Idee der republikanischen Verfassung", u.a. abgedruckt in ECW 17) bemerkt Cassirer ausdrücklich, dass der in der Ideengeschichte der Menschenrechte eher wenig beachtete Leibniz der "erste unter den großen europäischen Denkern" gewesen sei, der "mit aller Entschiedenheit das Prinzip der unveräußerlichen Grundrechte des Individuums vertreten" habe. Neben Texten des Polyhistors Leibniz und solchen der Leibniz-Forschung standen insbesondere zwischen 1902 und 1934 erschienene Studien des Philosophen Ernst Cassirer im Fokus.

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Erarbeitung eines Prüfungsdossiers für das Fach Deutsch als Fremdsprache im Rahmen eines internationalen Projektes
Duration: 01.11.2006 bis 01.11.2011

Das im Rahmen eines internationalen Projektes erarbeitete Prüfungsdossier Deutsch als Fremdsprache beinhaltet Materialien zur Überprüfung des Hör- und Leseverstehens, der Kenntnisse sprachlicher, insbesondere wissenschaftssprachlicher Strukturen sowie Materialien zur Überprüfung der schriftlichen Ausdrucksfähigkeit. Die Prüfungsmaterialien orientieren sich an den Anforderungen des Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens für Sprachen für die in diesem Dokument festgelegten Niveaustufen A1 C2. Allen erarbeiteten Materialien liegen neueste Erkenntnisse der Fremdsprachendidaktik zugrunde. Ziel der Erstellung des Prüfungsdossiers ist die Vergleichbarkeit der Prüfungsanforderungen im Fach Deutsch als
Fremdsprache und damit die Entwicklung vergleichbarer Curricula am Sprachenzentrum der Otto-von-Guericke-Universität und seinen ausländischen Partnereinrichtungen in der Ukraine, Polen und Ungarn. Die Studierenden der ausländischen Partnereinrichtungen beginnen in der Regel ihre Deutschausbildung an den Heimatuniversitäten und setzen diese an der Universität Magdeburg fort. Mit der Angleichung der Curricula und der Prüfungsanforderungen wird eine gleichbleibende Kontinuität der Ausbildung gewährleistet.

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Methoden der Korpuslinguistik
Duration: 01.10.2003 bis 30.09.2008

Unter der heutigen Korpuslinguistik wird allgemein die Untersuchung von Sprache auf der Grundlage von computerlesbaren Korpora verstanden. Solche computerlesbaren Korpora sind Sammlungen von natürlichem Sprachmaterial, d.h. von Texten, die in einem wirklichen sozialen Kontext und ohne Eingriff des Linguisten schriftlich oder mündlich geäußert worden sind. Das Projekt untersucht Anwendungsmöglichkeiten der Korpuslinguistik in unterschiedlichen Bereichen, wie Lexikographie, Grammatik, Sprachvarietätenforschung und Semantik.

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Appellative Patterns in English "Letters to the Editor": a corpus-based study of British and Indian letters
Duration: 01.01.2003 bis 31.12.2006

Die Textsorte "Leserbrief" ist nicht in Isolation von anderen Texten als auch situellen und kulturellen Kontexten zu sehen, sondern muss in Relation zu diesen Kategorien gesetzt werden, um linguistische Merkmale adäquat beschreiben und analysieren zu können. Das Projekt zu englischsprachigen Leserbriefen in England und Indien untersucht die Versprachlichung der Aufforderungshandlung als einen wichtigen Aspekt der ausgewählten Textsorte in den beiden genannten Ländern, und zeigt die Kulturspezifik der verwendeten appellativen Muster auf. Anhand dieser sprachlichen Muster eröffnen sich folgende Perspektiven für die Diskursanalyse und interkulturelle Kommunikation einerseits, als auch für den Bereich Medien und journalistische Genres (mit dem Schwerpunkt "Leserbrief") im jeweiligen Kulturraum andererseits.

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Corporate Discourses on Identity: A Linguistic Study of Communicative Interaction in Corporate Environments.
Duration: 01.01.2002 bis 31.12.2006

Das Dissertationsprojekt beschäftigt sich mit Texten der externen Unternehmenskommunikation. Am Beispiel von Internetauftritten soll gezeigt werden, wie Unternehmen mit externen Interessengruppen in Interaktion treten.

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Diskurslinguistische Untersuchungen zu traditionellen und neuen Textsorten
Duration: 01.07.2002 bis 31.12.2006

Im Rahmen des Projekts werden linguistische Parameter zur Beschreibung von Textsorten in unterschiedlichen Bereichen der Wirtschaft (z. B. Pressetexte, Texte in der betrieblichen Kommunikation) untersucht. Die Beschreibung richtet sich sowohl auf traditionelle Textmuster und -formen als auch auf Textsorten, die sich im Zusammenhang mit den neuen Medien entwickeln. Zu den zentralen Analysekategorien gehören sprachliche Mittel zum Ausdruck von Kulturspezifik, Identität und Firmenimage.

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Fundamentalism in English Literature
Duration: 01.03.2013 bis 22.12.2015

Das Projekt geht der Frage nach, inwiefern Literatur in einem der Hauptkonflikte der heutigen Zeit eine vermittelnde Role einnehmen kann und unterscheidet dabei solche auf Englisch publizierende Autoren, die entweder aus einem muslimischen oder aus einem nichtmuslimischen Hintergrund stammen im Hinblick auf ihre Würdigung der Motivation, die zum Fundamentalismus führen kann.

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Norms of Explainable Artificial Intelligence
Duration: 01.10.2018 bis 30.09.2019

Explainable AI is dedicated to solving the so-called Black Box Problem in AI: the problem that arises because the computing systems developed for artificial intelligence are increasingly opaque. Although such systems may be capable of solving many complex problems in AI, it is often unclear why they do what they do or how they work. Explainable AI is dedicated to solving the Black Box Problem by rendering such opaque systems transparent. But how should Explainable AI explain? What are the explanatory norms that should be satisfied by current XAI methods?

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Machine Learning and the Mind
Duration: 01.07.2017 bis 01.07.2019

Aktuelle Methoden des maschinellen Lernens haben in der näheren Vergangenheit zur Entwicklung revolutionärer Technologien beigetragen. Was aber sind ihre philosophischen Konsequenzen? Inwiefern soll man davon ausgehen, dass maschinelles Lernen zur maschinellen Intelligenz führen wird? Dieses Projekt widmet sich der Urfrage der künstlichen Intelligenz–können Maschinen denken?–im Lichte gegenwärtiger Technologien wie Deep Learning in künstlichen neuronalen Netzwerken.

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Models of Mechanisms in Computational Neuroscience
Duration: 01.04.2017 bis 31.10.2018

A philosophical investigation of the norms of model-development, model-integration and model-selection in cognitive and computational neuroscience. International collaboration between researchers in Magdeburg, Witten, and Warsaw.

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A Mechanistic Reading of Marr's Levels
Duration: 01.10.2015 bis 30.09.2017

David Marrs Erklärungsmodell, welches zwischen Rechen-, Algorithmischer-, und Implementationsebene unterscheidet, ist und bleibt das meistzitierte Erklärungsmodell in der Kognitionswissenschaft. Dennoch ist unklar, wie sich dieses Erklärungsmodell von denen unterscheidet, die in der Wissenschaftstheorie besprochen werden. In diesem Forschungsprojekt geht es darum, Marr's Erklärungsmodell mit den Prinzipien der mechanistischen Erklärung, wie sie vor allem in der Biologie und Neurowissenschaft angewendet werden, zu vergleichen.

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Models and Mechanisms in Network Neuroscience
Duration: 01.08.2014 bis 01.08.2017

Die Netzwerkneurowissenschaft befasst sich mit Netzwerkstrukturen auf mehreren Gehirnebenen, und versucht, kognitive Phänomene durch die Darstellung und Modellierung dieser Strukturen zu erklären. Welche Erklärungsmuster werden hier angewendet? Unterscheiden sich diese von den Erklärungsmustern, die z.B. in der molekularen und kognitiven Neurowissenschaft angewendet werden?

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Computational Cognitive Neuroscience
Duration: 01.01.2016 bis 31.12.2016

Top-down und Bottom-up strategien in den kognitiven Neurowissenschaften: Wie funktionieren sie, und wie unterscheiden sie sich? Wie werden methoden aus KI, Mathematik, und Informatik verwendet, um neurowissenschaftliche Theorien zu formulieren und zu testen?

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Bayesian Reverse-Engineering
Duration: 01.10.2013 bis 01.12.2016

Bayesianische Modelle werden in der Kognitionswissenschaft verwendet, um Kognition und Verhalten auf der Marrschen "Rechenebene" zu beschreiben. Inwiefern diese Modelle aber auch dazu dienen, auf die Struktur und Funktion neuronaler Mechanismen zu schließen, ist unklar. In diesem interdisziplinären Forschungsprojekt geht es darum, die Methode des "Bayesian Reverse-Engineering" anhand aktueller wissenschaftlicher Beispiele aufzudecken und darzustellen.

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Sensomotorische Grundlagen der Sprache und Mathematik
Duration: 01.12.2008 bis 28.11.2013

Linguistische und mathematische Fähigkeiten werden oft als höherstufige kognitive Fähigkeiten gesehen, die sich von niegerstufigen sensomotorischen Fahigkeiten unterscheiden. Dieses Projekt hinterfragt diese Unterscheidung, und versucht, sogenannte symbolische Fahigkeiten sensomotorisch zu begründen. Eine wichtige Rolle spielen hierbei Prozesse der räumlichen Vorstellung sowie der visuellen Formerkennung.

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Arbeitsmaterial zum einsprachigen Wörterbuch
Duration: 01.01.2001 bis 31.07.2002

1) Bestimmung und Beschreibung von didaktisch-methodischen Funktionen einsprachiger erklärender Wörterbücher in einem kommunikativ orientierten Russischunterricht 2) Entwicklung eines auf theoretischer Grundlage basierenden Übungsangebots zur Arbeit mit dem einsprachigen erklärenden Wörterbuch 3) Erarbeitung von Positionen für eine schwierigkeitsgestufte Progression für Wörterbucharbeit im Russischunterricht 4) Exemplifizierung der Arbeitspositionen über Arbeitsblätter und Textbeispiele

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Philosophische Grundlagen einer Ethik der Demenz: Personalität und Autonomie
Duration: 01.12.2015 bis 30.11.2018

Ziel des Projektes ist es, unter Berücksichtigung zentraler philosophischer und psychologischer Positionen in der Demenz-Forschung eine moralphilosophische Analyse ausgewählter Begrifflichkeiten der Demenzethik zu leisten und Fundamente einer Ethik der Demenz zu erarbeiten, die der Komplexität der Begrifflichkeiten und der Situation der Betroffenen gleichermaßen gerecht werden kann. Vor allem die Aspekte der Personalität und der Autonomie von Demenzpatienten eröffnen hier Grundlagen für eine Untersuchung, die die Zusammenhänge zwischen konzeptionellen und angewandten Problemen der Demenz-Ethik verdeutlicht. So haben Untersuchungen z.B. über den personalen Status Demenzkranker unmittelbare Auswirkungen auf Grundlagen der Patientenautonomie der Betroffenen, während zugleich die zwar abnehmenden, aber dennoch vorhandenen Fähigkeiten zur Artikulation von Präferenzen und Handlungsoptionen Rückschlüsse über die personalen Eigenschaften Demenzkranker ermöglichen. Durch Analyse dieses Spannungsfeldes zwischen grundlegenden und angewandten Problemstellungen soll der konzeptionelle und praktische Gehalt einer Position skizziert werden, die die Fähigkeiten Demenzbetroffener in den Vordergrund stellt und über Aspekte der Fürsorge hinaus zentrale Elemente einer Ethik der Demenz benennt.

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Denken des Dazwischen, Poetik des Medialen
Duration: 01.01.2021 bis 31.10.2022

Denken des Dazwischen, Poetik des Medialen.
Kooperationspartner: Prof. Dr. Anke Haarmann HAW Hamburg und PD Dr. Jörg Sternagel, Uni Passau

Abstract

Als Mitte und Mittelndes befinden Medien sich in einem Zwischenbereich, der systematisch geeignet ist, den falschen Gegensätzen zu entkommen: Anstelle von Dichotomien wie Mensch und Maschine, Subjekt und Objekt oder Dichtung und Wahrheit kann ein spannungsreiches Sowohl-als-auch in Erscheinung treten, das sich allerdings manchmal nur als Weder-Noch beschreiben lässt. Ob und wenn ja, inwiefern sich dadurch auch eine Poetik des Medialen entfalten lässt, soll Gegenstand des nächsten Workshops der AG Medienphilosophie werden. Wie können die Erscheinungsweisen und den Gestaltungsmitteln des Dazwischen, wovon und wodurch jede Begebenheit ausgeht, erforscht und entfaltet werden? Könnte im mittelnden Vermögen der Einbildungskraft das entscheidende Potential, das in Dichtung und Poesie für produktive Sichtweisen sorgt, liegen?
Gegenüber einem vermittlungs- und formvergessenen Denken gilt es die Bedeutung des Dazwischen hervorzuheben, durch die die Gegenstände geistiger Bezugnahme erst zu dem werden, was sie sind. Die Unterschiede weder zu entdifferenzieren, noch sie zu hypostasieren, sondern stattdessen die Übergänge und Zwischenräume zu ermessen, ist Ziel dieses Workshops, der am 11. und 12. April an der HAW Hamburg stattfinden soll.

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Ästhetik des Rechts.
Duration: 01.10.2017 bis 30.09.2022

Wie und wodurch entsteht Recht? Wie zeigt es sich, wird wahrgenommen und dargestellt? Performative Legitimierungsprozesse und Vermittlungsformen sind vom Recht in Theorie und Praxis nicht wegzudenken. Während die Rechtsrhetorik sich den sprachlichen Vermittlungsbedingungen früh schon widmete, sind es heute auch andere Vermittlungsmedien, die an Rechtswahrnehmung, Rechtsempfindung und Rechtsfortbildung beteiligt sind. Durch derartige Vermittlungsprozesse wird dem Recht normative Kraft verliehen bzw. wird es ‚attraktiv’ gemacht. Die Ästhetik des Rechts erforscht die Entstehung, Darstellung und Wahrnehmung des Rechts jenseits seiner rationalen Grundlagen.

Erste Forschungsergebnisse, die als Auftakt zu weiteren Vertiefungen und Kooperationen dienten, wurden im Rahmen des Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Ästhetik im Februar 2018 in einem Workshop mit dem Titel ‚Recht als Gegenstand der Ästhetik’ vorgestellt.

Weiterführende Ergebnisse und Anschlüsse bildeten die Grundlage für die im März 2019 in Magdeburg veranstaltete interdisziplinäre Tagung ‚Rechtsästhetik als Ästhetik in rechtsphilosophischer Absicht’.

Die daraus gewonnenen Erkenntnisse werden nun in einem Sammelband zusammengestellt und in Verbindung zu Projekten des Feldes gebracht. Die Publikation fnden Sie hier:
Eva Schürmann und Levno von Plato (Hrsg), Rechtsästhetik in rechtsphilosophischer Absicht. Untersuchungen zu Formen und Wahrnehmungen des Rechts, Nomos Verlag, Baden-Baden, 2020.
https://www.nomos-shop.de/nomos/titel/rechtsaesthetik-in-rechtsphilosophischer-absicht-id-87772/

Dies wird die Basis für eine klare Ausformulierung der unterschiedlichen Kernthesen und Richtungen des Feldes bieten, um systematisch angelegte Forschungskooperationen über benachbarte Disziplinen zu ermöglichen. Denn es wird immer ersichtlicher, dass das interdisziplinäre Vorgehen bei diesem Thema, disziplin-interne Selbstverständlichkeiten sehr produktiv hinterfragt. Philosophie, Rechtswissenschaften, Rechtspraxis, Politikwissenschaften, Medienwissenschaften, Sprachwissenschaften, Kunstwissenschaften und weitere Sozial- und Geisteswissenschaften kommen bei der Thematik unabdingbar zusammen. Um Aussagen zum Recht machen zu können, die mehr sein wollen als reine Theorie, müssen die offenkundig stark divergierenden Verständnisse von Recht, Rechtsgefühl, Narrativität, Genesis und Geltung oder ihre mediale Darstellungen miteinander in Beziehung gesetzt werden, anstatt sie lediglich in einzelwissenschaftlichen Kontexten auszuformulieren. Diese Erkenntnis wird die weitere Forschung und interdisziplinären Kooperationen zur Rechtsästhetik prägen und dem Feld klare Konturen verleihen.

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Eine anthropologische Theorie des Darstellens (Monographie)
Duration: 01.01.2012 bis 31.12.2016

Das geplante Buch widmet sich der Tätigkeit des Darstellens als einem anthropologischen Existential. Gezeigt wird eine ubiquitäre Fundierung menschlicher Selbst- und Weltverhältnisse in Prozessen des Erzählens, Darlegens, Bildermachens. Ziel ist die Herausbildung einer medienkritischen Kompetenz im Umgang mit der Frage, wer, was, wann, wem wozu darstellt.

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Media Anthropology
Duration: 01.01.2012 bis 31.12.2016

Das Projekt Medienanthropologie hat sich - initiiert von Prof. Dr. Christiane Voss (Bauhaus Universität Weimar) - als Forschungsverbund von Philosophen, Theologen, Historikern, Medien- und Filmwissenschaftlern aus Deutschland konstituiert. Ein Antrag auf eine ortsverteilte Forschergruppe bei der DFG ist in Bearbeitung. Medienanthropologisch verstanden sind Menschen Wesen, die sich in Medienpraktiken und -techniken artikulieren, wahrnehmen und wahrnehmbar machen, weil sie etwas darstellen und sich ihnen etwas darstellt. Medienanthropologie der diskursive Ort ist, innerhalb dessen es möglich wird, mit dem Menschen über den Menschen hinaus zu denken, um zu den Techniken und Dispositiven zu gelangen, die konstitutiv sind für die mediale Logik von praktisch und politisch wirksamen Interpretationen, wie sie bspw. der Theoriegeladenheit wissenschaftlicher Welterklärungen oder den Entscheidungen im Anwendungsbereich von Medizintechniken zugrunde liegen. Menschen werden als animal mediale , Medien-gebrauchende und sich in Medien bewegende Lebewesen konzipiert, wobei unter Medien sowohl technische Mittel als auch symbolische Formen wie Sprache und Bilder als auch Bewusstseinsprozesse wie Wahrnehmung, Erwartung und Erinnerung zu begreifen sind. Medialität bildet die Grundlage aller Artikulationen und Transformationen unserer Welt- und Selbstverhältnisse

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Das Recht und seine Darstellung
Duration: 01.10.2014 bis 30.09.2015

Die kulturelle Praxis lebt in einer Spannung von Faktizität und Deutung. In konkurrierenden Deutungen und ihren Darstellungen stoßen kontroverse Geltungsansprüche aufeinander. Dass auch Fragen von Recht und Unrecht abhängig von Auslegungsprozessen und Darstellungen sind, wurde als Interpretativität und Narrativität des Rechts erforscht. Das Projekt einer darstellungstheoretischen Untersuchung der Rechtsprechung und Rechtspraxis zielt auf eine Analyse der in Darstellungen greifbaren Deutungsschemata und untersucht die Hergestelltheit von Darstellungen.
Die Bearbeitung des Projektes erfolgt im Rahmen eines Fellowship am Käte-Hamburger-Kolleg Recht als Kultur der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn.

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Mitarbeit im DFG Forscher-Netzwerk Bildphilosophie
Duration: 01.01.2009 bis 31.03.2012

Zielsetzung des von Klaus Sachs-Hombach / Universität Tübingen geleiteten DFG-Netzwerkes "Bildphilosophie", in dem Eva Schürmann und Rainer Totzke von der Universität Magdeburg mitarbeiteten, war die (fach-)philosophische Bearbeitung des Phänomens Bild und die Klärung des Bildbegriffs im Kontext allgemeiner medienphilosophischer Überlegungen. Zentrales Anliegen einer Philosophie des Bildes ist dabei erstens zu untersuchen, was es grundsätzlich bedeutet, mit Bildern umgehen zu können und dabei zugleich die Frage zu beantworten, welchen Begriff wir uns von Wesen machen müssen, die über Bildfähigkeit verfügen. Vor dem Hintergrund dieser prinzipiellen, anthropologischen Klärungen geht es dem Netzwerk dann zweitens um eine methodologische Reflexion des breiten Spektrums bild(er)wissenschaftlicher Forschungen, die in den letzten Jahren in den unterschiedlichen Wissenschaftsdisziplinen unternommen worden sind und die noch immer unternommen werden. Bildphilosophie soll einen Beitrag zur Systematisierung der Arbeit verschiedener bildwissenschaftlicher Disziplinen leisten, insbesondere indem methodologische Hilfestellung bei der inter- bzw. transdisziplinären Bezugnahme angeboten wird. Als Reflexion auf die Medialität und Materialität des Denkens wird das Projekt Bildphilosophie darüber hinaus aber drittens auch zur medialen und methodologischen Selbstvergewisserung von Philosophie beitragen. Die Ergebnisse der Netzwerkarbeit werden in Form dreier Sammelbände publiziert, die zugleich in Form einer virtuellen Bibliothek online zugänglich gemacht werden sollen. Herausgabe und Co-Autorschaft eines web-gestützten Glossars zum Thema interdisziplinäre Bildtheorie

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Sprache und Denken: Philosophie der Sprache in der Philosophie des Geistes
Duration: 01.10.2010 bis 30.09.2013

Fernziel ist das zuerst von Leibniz formulierte, von Humboldt im Rahmen der Sprachwissenschaften weitergeführte Programm einer Philosophie der Sprache als Philosophie des Geistes.

Erste Etappe: Die sog. "Ordinary Language Philosophy" im Streit um eine adäquate Philosophie des "Geistes" (richtiger: der Neurowissenschaften).

Erster Schritt: Peter Frederick STRAWSONs Variante der O.L.P. im Streit zwischen Bennett/Hacker auf der einen und Dennett und Searle auf der andren "Seite".

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Structural Models of Phenomenality
Duration: 01.04.2019 bis 30.09.2023

According to the classical understanding, phenomenal properties are intrinsic and qualitative, while science captures relational or structural properties only. In the scientific study of consciousness, however, methods are used that aim to model and discriminate individual experiences, including their phenomenal character, by structural features (typical examples comprise quality spaces and the methods and measures of psychophysics). The project shall investigate the methodological and ontological implications of structural models of phenomenality from the perspective of philosophy of science. It will explore how objective third-person models of subjective first-person experience and consciousness should be set up and what their promises and possible limitations are.

Questions of interest include:
(1) What is the connection between the intrinsic/structural distinction and the introspective/extrospective distinction?
(2) What general modeling types, techniques, formalisms, tools and (representational) formats are used in consciousness studies? (This includes a close look to some of the empirical projects of the RTG.)
(3) What are the limits of structural modeling approaches and how does this relate to "qualia inversion” scenarios?
(4) What are the metaphysical implications of structural models of phenomenality (e.g. in view of a structural realism about qualia or Russellian monism)?

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GeSiMEx: Generalizability and Simplicity in Mechanistic Explanations
Duration: 01.10.2020 bis 30.04.2022

Explanations in neuroscience are often delivered by models of mechanisms. However, many brain mechanisms contain a large number of distinct components and span several levels of organization. As a consequence, neuroscientists often face a choice problem: Which components and levels should be included in a model? Or simply: Which model is the best one among a set of rival multi-level mechanistic models?

In order to resolve such choice problems, neuroscientists use more or less explicit simplicity and generalizability measures, among other criteria. Simplicity targets questions such as: How many levels should be included in order to mechanistically explain a particular behavioral or cognitive phenomenon? How precisely should the components and interactions of these various levels be described? Simplicity considerations of this kind are of a very different nature than classical curve-fitting procedures. Generalizability concerns questions such as: To how many phenomena should a particular model apply, and over how many individuals and species should it generalize? Balancing the sometimes conflicting dual criteria of simplicity and generalizability is of paramount importance when developing models of multi-level brain mechanisms.

The overall research question of this project concerns the norms and practices by which simplicity and generalizability are applied as criteria for the development of models of multi-level mechanisms in neuroscience. By determining on the basis of several in-depth case studies how these criteria are, and should be, applied in current neuroscientific research, this project aims to clarify how the best multi-level mechanistic explanations are developed and selected. Thus, it is expected to not only contribute to an improved philosophical conception of mechanistic explanation in neuroscience, but to also deliver normative guidelines for current scientific research.

More concretely, the aims of this project are fourfold: (1) Generally, to develop an improved philosophical account of multi-level mechanistic explanation in neuroscience, with an emphasis on simplicity and generalizability as criteria of explanatory adequacy. (2) To articulate an account of simplicity as a criterion for assessing the explanatory adequacy of multi-level mechanistic explanations. (3) To articulate an improved understanding of generalizability in mechanistic explanatory practice. (4) Finally, a scientific objective is to articulate normative guidelines for model-development and model-selection to be used in future neuroscientific research.

The project will consist of two closely inter-locked subprojects, carried out by two research teams at Witten/Herdecke University and the University of Magdeburg.

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Philosophy of Cognitive Neuroscience
Duration: 01.12.2014 bis 30.11.2019

Die kognitiven Neurowissenschaften besitzen Leuchtturm- und Leitdisziplins-Charakter für die Wissenschaft des 21. Jahrhunderts, eine umfassende Aufarbeitung und Darstellung der wissenschaftstheoretischen Fragestellungen der kognitiven Neurowissenschaften in ihrer ganzen Breite stellt aber bislang ein Forschungsdesiderat dar. Zwar gibt es mittlerweile zahlreiche elaborierte wissenschaftstheoretische Forschungsfelder wie etwa die Debatte um mechanistische Erklärungen, die Theoriebildung in den sozialen Neurowissenschaften oder Methodenfragen bildgebender Verfahren, um nur einige wenige zu nennen, ein Überblick über das gesamte Feld der Wissenschaftstheorie der kognitiven Neurowissenschaften existiert jedoch nicht, weder im deutschsprachigen noch im angelsächsischen Raum. Das auf fünf Jahre angelegte Projekt strebt den Versuch eines derartigen Überblicks in Buchform an.

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Funktionale-Rollen-Semantik und soziale Kognition
Duration: 01.01.2014 bis 31.12.2018

Das Projekt behandelt die Frage, inwieweit eine internalistisch konzipierte Semantik funktionaler Rollen kognitiver Zustände mit einer externalistisch konzipierten, sozial-kognitiven Semantik auf Grundlage einer Gebrauchstheorie der Bedeutung zusammengebracht werden kann.

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Erweiterte Kognition und mentaler Externalismus
Duration: 01.01.2012 bis 31.12.2016

Die These der erweiterten Kognition besagt, dass kognitive Systeme nicht auf das neuronale System beschränkt sind, sondern sich über die traditionellen Systemgrenzen hinaus in die Welt erstrecken. Eine derartige Erweiterung der kognitiven Vehikel führt zugleich auf einen neuartigen Gehalts-Externalismus, den man als aktiven Externalismus bezeichnen kann. Der Projekt verfolgt das Ziel, die Thesen der erweiterten Kognition und des aktiven Externalismus zu präzisieren und den aktiven Externalismus von seinen verschiedenen passiv-externalistischen Vorläufern in Form des physikalischen, historischen und sozialen Externalismus zu unterscheiden und in seinen Besonderheiten zu untersuchen.

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Technische Agentenschaft Eine minimale Theory of Mind
Duration: 01.01.2010 bis 31.12.2013

1. Es soll eine Typologie von Handlungserklärungen entwickelt und auf Erklärungskonflikte und Erklärungsreichweiten hin untersucht werden.2. Schwerpunktmäßig soll systematisch eine minimale Theory of Mind für nicht-ideale Agenten entwickelt werden. Dafür ist eine Agentenkonstruktionsmethode der philosophischen Agency-Debatte und Theory of Mind-Forschung aufzugreifen und weiterzuentwickeln.3. Die entwickelte Theorie soll gezielt auf eine Modellsituation aus der Mensch-Maschine-Systemforschung angewendet werden. Durch die Kooperation mit einemTeilprojekt des SFB TRR 62, das Bildgebungsstudien durchführt, soll folgende Hypothese getestet werden: Können technische Agenten mit minimaler Theory ofMind und expliziten kognitiven Architekturen für Menschen so erscheinen, als hätten sie eine starke Theory of Mind?

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Ontologische und epistemologische Analyse des Higgs-Mechanismus im minimalen Standardmodell
Duration: 01.07.2008 bis 30.06.2013

Eines der herausragenden Ziele der Forschung am LHC ist es, den Ursprung der Teilchenmassen zu erklären. Seit vielen Jahren nimmt der Higgs-Mechanismus unter den entsprechenden theoretischen Modellen eine herausragende Stellung ein. Mit einem einzigen, noch unbekannten neuen Parameter, der Higgs-Masse, sichert er nicht nur die innere Konsistenz der Theorie, sondern hält bislang auch allen experimentellen Tests stand. Eine stichhaltige Bestätigung des Higgs-Mechanismus erfordert jedoch den Nachweis eines neuen physikalischen Teilchens, des so genannten Higgs-Bosons. Doch trotz seiner Einfachheit, Flexibilität und Vereinbarkeit mit den experimentellen Befunden steht eine große Zahl von Physikern dem Higgs-Mechanismus sehr skeptisch gegenüber. Die Gründe dafür sind zahlreich und auch vielfach in der physikalischen Literatur dokumentiert. Sie haben im Laufe der Jahre zu einer Fülle von alternativen Theorien geführt, von denen jedoch keine den Higgs-Mechanismus verdrängen konnte. 
Ziel des Projekts ist es, dieses überraschende Dilemma einer Theorie bzw. eines zentralen Bestandteils einer in wesentlichen Aspekten bestätigten Rahmentheorie, nämlich einerseits einfach und experimentell viel versprechend, andererseits aber theoretisch nur schwer motivierbar zu sein, unter ontologischen und epistemologischen Gesichtspunkten zu beleuchten. IIn ontologischer Hinsicht geht es um den Status des Higgs-Teilchens im Vergleich zu anderen Elementarteilchen der Rahmentheorie und die generelle Frage, wie (gebrochene) Eichsymmetrien und die sich aus ihnen ergebenden Entitäten realistisch zu interpretieren sind. Epistemologisch gesehen geht es um die Interaktion der verschiedenen Teile des Higgs-Mechanismus (Lagrangefunktion, spontane Symmetriebrechnung, Quantisierung), den Vorwurf, eine ad-hoc-Lösung eines Problems im Standardmodell zu sein, und die genauere Bestimmung seiner Einfachheit.

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Strukturenrealismus und humeanische Metaphysik
Duration: 01.07.2008 bis 30.06.2013

Unter Strukturenrealismus (SR) versteht man die These, dass unser Wissen über die theoretischen Entitäten unserer reifsten wissenschaftlichen Theorien vorzugsweise oder ausschließlich struktureller und nicht gegenständlicher Natur ist. SR ist somit als eine moderate Variante des wissenschaftlichen Realismus ansehbar. Das Projekt untersucht die Frage, ob und in welcher Weise eine humeanisch und nominalistisch motivierte Metaphysik, speziell humeanische Konzeptionen von Naturgesetzen, mit der Position des SR vereinbar sind.

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Kooperativer Kommentar zu Kants Prolegomena
Duration: 01.10.2009 bis 30.09.2012

Immanuel Kants "Prolegomena zu einer jeden künftigen Metaphysik, die als Wissenschaft wird auftreten können" bieten einerseits einen hervorragenden Einstieg in die kantische Transzendentalphilosophie, setzen gegenüber der "Kritik der reinen Vernunft" aber zugleich auch eigene und originelle thematische Akzente. Es ist daher ein verwunderliches Desiderat der Forschung, dass kein umfänglicher zeitgenössischer Kommentar der Prolegomena existiert. Das Projekt sucht diese Lücke zu schließen, indem es die Organisation und Durchführung eines "kooperativen Kommentars" zu Kants Prolegomena anstrebt, bei dem der Text schrittweise von international anerkannten Kant-Fachleuten analysiert und kommentiert wird.

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Extended Mind-Konferenz
Duration: 01.01.2009 bis 31.12.2009

Internationale Konferenz
"The Extended Mind Thesis in Theory and Applications"
Zentrum für interdisziplinäre Forschung (ZiF), Bielefeld
23.-25. November 2009
Die Kognitions- und Neurowissenschaften erleben spätestens seit den späten neunziger Jahren einen enormen programmatischen und paradigmatischen Richtungsschub, der sich in den Schlagworten Embodiment, Situated Cognition und Dynamizismus manifestiert. Im Kern dieser Entwicklung steht die Einsicht, dass sich die in einem kognitiven System ablaufenden Prozesse nicht losgelöst von den körperlichen Gegebenheiten des Systems, seiner situativen Einbettung in eine Umgebung und seine dynamische Interaktion mit der Umgebung verstehen lassen. In Folge dessen verschwimmt die intuitiv einleuchtende Grenzziehung zwischen dem ?Innen? und dem ?Außen? eines kognitiven Systems, zwischen dem, was sich im ?Geist? abspielt, und dem, was sich vermeintlich außerhalb der Grenzen des Geistes im Körper und der Umwelt abspielt. Aus diesem Grund haben in der einschlägigen philosophischen Debatte anknüpfend an die Strömungen des Embodiment, der Situated Cognition und des Dynamizismus einige Autoren dafür argumentiert, dass kognitive Prozesse nicht nur auf den lokalen Verarbeitungsapparat, die neuronale Maschinerie, eines kognitiven Systems beschränkt sind, sondern sich in die Umgebung, in externe kognitive Werkzeuge und in soziale Gemeinschaften hinein erstrecken. Diese Extended Mind Thesis (EMT) wurde vor allem durch einen Aufsatz von Andy Clark und David Chalmers (1998) prominent gemacht und seither in der angelsächsischen Debatte prominent dikutiert.
Demgegenüber ist der EMT in der entsprechenden deutschsprachigen Forschungslandschaft bislang kaum Beachtung geschenkt worden, und zwar weder von philosophischer Seite noch aus der Perspektive der empirisch arbeitenden Kognitions- und Neurowissenschaften. Vorrangiges Ziel der Tagung ist es, diese Lücke zu schließen, indem einerseits das Bewusstsein für eine philosophische Auseinandersetzung mit der EMT auch im deutschsprachigen Raum geschärft werden soll und andererseits in enger Zusammenarbeit mit Kognitions- und Neurowissenschaftlern geklärt werden soll, inwieweit in deren alltäglicher Arbeits- und Forschungspraxis die EMT implizit vorausgesetzt oder gar aktiv betrieben wird.

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Frühe Neuzeit in Deutschland 1520- 1620. Literaturwissenschaftliches Verfasserlexikon (VL 16)
Duration: 16.05.2012 bis 31.12.2016

Das Verfasserlexikon soll den Zeitraum zwischen Reformation und Dreißigjährigem Krieg, in den Autoren wie Johann Fischart, Nicodemus Frischlin, Konrad Gesner, Paulus Melissus Schede, Hans Sachs oder Jörg Wickram gehören, durch Artikel über alle Autoren, die führend am literarischen Leben der Zeit beteiligt sind, sowie über anonyme Werke oder Werkgruppen, die Bedeutung für das literarische Leben der Zeit haben (Faustbuch, Lalebuch, Flugschriften, Rätselbücher, Teufelbücher, Turnierbücher etc.) erstmals als Ganzes gleichmäßig und verlässlich zugänglich machen. Mit einer Zahl von ca. 800 Artikeln und mehreren Registern wird es das literarische, wissenschaftliche und konfessionelle Netz der Epoche in Deutschland erfassen und die verstreute Spezialforschung zusammenführen, revidieren und fortschreiben. Das Werk knüpft an das 1978 bis 2000 erarbeitete Verfasserlexikon zur deutschen Literatur des Mittelalters und an das entstehende Verfasserlexikon zum Deutschen Humanismus 1480 bis 1520 an, trägt aber den veränderten bildungsgeschichtlichen und medialen Bedingungen Rechnung. Angesichts der vermehrten Schriftlichkeit, die gerade am Beginn des Zeitraums erstmals zu einer breiten öffentlichen Kommunikation führt und bis zum Ende des 16. Jahrhunderts nahezu flächendeckend den deutschen Sprachraum erfasst hat, ist Vollständigkeit nicht zu erreichen; dem Lexikon liegt jedoch eine Lemmaliste von ca. 800 Autoren zugrunde, die unter dem Gesichtspunkt der Bedeutung und Repräsentativität ihres uvres, seines Umfangs sowie seiner Wirkung ausgewählt wurden und dabei möglichst viele Strömungen und Schrifttumstypen der Zeit vertreten.   Das Werk wird in fünf Bänden im Verlag Walter de Gruyter (Berlin, New York) erscheinen. Das Projekt wird gefördert von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG).

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Die Stadt und ihre Medien. Magdeburg als Druck- und Verlagsort in der Frühen Neuzeit (1500-1631)
Duration: 01.04.2006 bis 31.03.2008

Magdeburg war im 16. Jahrhundert bis zur Zerstörung der Stadt 1631eines der wichtigsten Druckzentren im deutschpsrachigen Raum. Dabeiüberwogen die deutschsprachigen Drucke, die bis zu 10% der gesamtenDruckerzeugnisse im deutschsprachigen Raum ausmachen konnten. ImProjekt wird ein Katalog der in Magdeburg gedruckten Texte erstellt,der dann als Datenbank benutzt werden kann. Ferner soll untersuchtwerden, welches Bild Magdeburgs gerade auch im Hinblick auf dieAußenwirkung der Stadt durch diese Drucke in der Frühen Neuzeitentsteht. Der rege Druckbetrieb hat den Effekt einer gewaltigenImagekampagne, durch die die Stadt bekannt wird.

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A Measurement Theory of Propositional Attitudes
Duration: 01.03.2013 bis 30.09.2017

Dieses Forschungsprojekt beschäftigt sich mit Frage, was eine Messtheorie propositionaler Einstellungen ist und ob sich eine solche Theorie in Reichweite befindet. Letztlich soll die Frage beantwortet werden, welche Rückschlüsse von Zuschreibungen propositionaler Einstellungen auf die Struktur mentaler Phänomene gezogen werden können. Die zentrale Idee, die bereits bei Autoren wie Field, Churchland und Davidson auftaucht, bezieht sich auf die semantische Struktur von Zuschreibungen propositionaler Einstellungen. Anstatt Sätze der Form S glaubt, dass p so zu verstehen, dass ein Subjekt S als in der glaubt, dass -Relation zur Proposition p steht, wird die Möglichkeit in Betracht gezogen, dass glaubt, dass p wie ein Prädikat funktioniert. Diese Idee wird dadurch plausibilisiert, dass es Redeweisen gibt, in denen eine oberflächlich relationale Struktur dazu verwendet wird, eine nicht-relationale Eigenschaft zuzuschreiben, nämlich Messaussagen wie z.B. Die Tasche wiegt 5 kg . Messaussagen besagen nicht, dass sich ein Gegenstand z.B. in einer wiegt-kg-Relation zur 5 befindet. Zahlen können dazu verwendet werden, gemessene Eigenschaften von Gegenständen zu identifizieren, weil ihre relative Position zu anderen Zahlen auf der verwendeten Skala der Position des Gegenstands hinsichtlich der gemessenen Eigenschaft relativ zu anderen Gegenständen entspricht. Messrepräsentationen von Eigenschaften sind holistisch. Im Falle gewöhnlicher Messungen erhalten die Messwerte ihre Signifikanz durch die bestehende strukturelle Beziehung zwischen gemessener Eigenschaft und verwendeter Skala. Diese strukturelle Ähnlichkeit kann im Rahmen einer Messtheorie explizit gemacht werden. Die Messtheorie beschreibt den zwischen dem Gegenstandsbereich und der Skala bestehenden Homomorphismus, sodass klar ist, welche Rückschlüsse Messaussagen auf dem Gegenstandsbereich zulassen. Versteht man Zuschreibungen propositionaler Zuschreibungen tatsächlich als Messungen und will man sie dazu verwenden, Rückschlüsse auf den Gegenstandsbereich, d.h. das Mentale selbst, zu ziehen, scheint man eine solche Messtheorie formulieren zu müssen. Anderenfalls bleibt die These, Zuschreibungen propositionaler Einstellungen seien Messungen bloß eine Analogie, und es bleibt unklar, ob und welche Rückschlüsse auf die Struktur des Mentalen gezogen werden können. In jüngerer Zeit hat Robert Matthews die Skizze einer solchen Messtheorie propositionaler Einstellungen vorgelegt, die jedoch starker Kritik ausgesetzt ist. Jetzt gilt es in einem ersten Schritt zu bewerten, ob die Kritik stichhaltig ist. Dann gilt es die Bedingungen zu formulieren, die für die Formulierung einer echten Messtheorie propositionaler Einstellungen erfüllt sein müssen. Sollte sich herausstellen, dass eine solche Theorie nicht in Reichweite ist, müsste geklärt werden, welche (semantische, explanatorische, heuristische oder normative) Funktion Zuschreibungen propositionaler Einstellungen haben, um dann klären zu können, ob sie dazu dienen können, die Struktur mentaler Phänomene zu bestimmen.

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Natürliche Voraussetzungen kognitiver und sozialer Fähigkeiten (Teilprojekt)
Duration: 01.10.2008 bis 31.12.2010

Im Gesamtprojekt wird die These vertreten, dass verschiedene kognitive Repräsentationsformate konfligieren können und so zu Einbußen in kognitiven Leistungen führen können. Eine Erforschung der Aneignungs- und Anwendungsbedingungen, unter denen Repräsentationen in verschiedenen Formaten angelegt werden, ist lohnenswet, da mithilfe dieses Wissens z.B. Lernansätze entwickelt werden können, die solche möglichen Konflikte zu vermeiden helfen.

In meinem Teilprojekt geht darum, die wissenschaftstheoretischen Grundlagen zu erarbeiten, mit denen solche Konflikte zwischen Repräsentationsformaten beschrieben werden können. Meine Annahme ist, dass Repräsentationszuschreibungen nur insofern explanatorisch sind, wie sie im Kontext eines Mechanismus stehen, der darstellt, wie die Repräsentationen verarbeitet werden. In meiner Promotionsdissertation habe ich daher eine Theorie mechanistischer Erklärung erarbeitet, die sich von den derzeit vertretenen mechanistischen Positionen dadurch unterscheidet, dass sie klar reduktionistisch ist und hochgradig komplexe (nichtlineare) Interaktionen zwischen Komponenten zulässt. Andere mechanistische Ansätze marginalisieren komplexe Interaktionen als Grenzfall. Besonders kognitive Mechanismen lassen sich jedoch am fruchtbarsten als komplexe dynamische Systeme verstehen.

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